Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen144
3,9 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:8,94 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 8. März 2003
Ein amerikanischer Kriegsfilm ohne Patriotismus??? Gibts doch nicht würden viele sagen. Doch! Es gibt ihn.
Dieser Film erzählt die Geschichte der Schlacht von Gettysburg im amerikanischen Bürgerkrieg.
Auch wenn manche von dem 4 Stunden Filmlänge erst zurückschrecken würden, sollten diese berücksichtigt werden, dass der Film beide Kriegseiten, die Konföderierten und die Nordstaaten, sehr gut in Szene setzt; Die Gespräche der einzelnen Generäle, der Kampf um den "Little Round Top" und den Frontalangriff der Konföderierten am dritten Tag der Schlacht.
Dieser Film ist keineswegs eintönig, da er die Geschichte aller Seiten genau betrachtet und viele einzelne Personen besonders hervorhebt und nicht stur auf Patriotismus zumarschiert.
Die Wahl der Darsteller, die Kostüme, die Massenszenen. Alles wurde hervorraged durchgedacht und durchgeführt.
Alles in einem lässt sich sagen, dass "Gettysburg" ein grandioser Film für alle Geschichtsinteressierte ist, der einem den Wendepunkt des amerikanischen Bürgerkrieges näherbringt und fesselt.
Das Bonusmaterial ist hervorragend gelungen, da vor allem einzelne Menüs nicht nur zum Lesen sind, sondern von Erzähler vorgetragen werden.
Wer sich für die Geschichte des Amerikanischen Bürgerkriegs interessiert, kommt an diesem Film nicht vorbei, da auch die Hintergründe (Die Sklaverei der Südstaaten) durchleutet wird.
0Kommentar|36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Oktober 2003
Zunächst muß man wissen, daß das amerikanische Original als TV-Fassung in mehreren Teilen ausgestrahlt wurde und dabei eine Gesamtspielzeit von 260 Minuten hatte. Für Video und DVD wurde der Film später generell um 20 Minuten gekürzt, was zur Folge hatte, daß z. B. die Figur des General Ewell zwar im Vorspann aufgeführt ist, dieser jedoch in der Handlung selbst nicht auftaucht. Die fehlenden 20 Minuten erklären vielleicht auch manchen Handlungssprung, die den Betrachter ohne entsprechendes Hintergrundwissen leicht verwirren dürften. So wird beispielsweise auch nicht ganz klar, warum die Union nach dem ersten Tag der Schlacht - die Verteidigung der Stadt -, der zunächst ja sehr erfolgreich schien, sich unvermittelt in einer Verteidigungsposition außerhalb befindet. Das soll dem Film im ganzen aber keinen Abbruch tun, der, mit viel Liebe zum Detail und hervorragend gedrehten Massenszenen, einen Spitzenplatz im Genere der Historienfilme durchaus verdient. Vergleicht man die Handlung des Films mit der äußerst empfehlenswerten Dokumentation von Ken Burns "Der Amerikanische Bürgerkrieg" und dessen historisch genauer Beschreibung der Schlacht, findet sich auch eine große Übereinstimmung in Aussehen und Handlung der Schauspieler, sogar historisch überlieferte Zitate werden eins zu eins wiedergegeben.
Fazit: Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich vielleicht zuweilen, was für diesen aber nur Anregung sein kann, sich die fehlenden Details über andere Quellen zu beschaffen.
Es bleibt zu hoffen, daß auch die Originalfassung mit 260 Minuten, vielleicht als Directors Cut, irgendwann erhältlich ist.
0Kommentar|52 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2005
Was sollte anderes dabei herauskommen, wenn Amerikaner ihre nationale Selbstzerfleischung auf die Leinwand bringen?
Kurzum, dies ist ein optisch überwältigender Film, der atmoshärisch eine unglaubliche Dichte aufweist. Die Detailzeichnung der handelnden Personen auf beiden Seiten - Konföderierte wie Unionisten - geschieht mit viel Herzblut und hält sich, auch assoziativ angelegt, so nah als möglich an die historischen Quellen und bildlichen Vorlagen.
Das Anwachsen der Schlacht von Gettysburg über drei Tage, beginnend mit den ersten Scharmützeln von John Bufords Unionskavallerie am ersten Tag, weiter über John Bell Hoods Angriff durch das Weizenfeld und die Pfirsichplantage auf das "Teufelsloch" und Chamberlains Verteidigung des "Little Round Top" am zweiten Tag und schließlich das furiose Crescendo des Scheiterns von Picketts Angriff auf Cemetary Ridge an Tag 3. Alles immer mit dem Für und Wider auf beiden Seiten, den Selbstzweifeln der Protagonisten und den allzuoft in solchen Konflikten vergessenen persönlichen Geschichten wie z.B. Amistads Bibel und seiner langjährigen Freundschaft zu Hancock, der jetzt auf der anderen Seite steht.
Als brillant ist neben der gewaltigen Filmmusik das Casting der Schauspieler zu bezeichnen. Wer sich die Mühe macht in der Literatur nach zeitgenössischen Fotografien oder Zeichnungen der originalen Hauptakteure zu suchen, der wird die Schauspieler in "Gettysburg" ohne allzugroße Mühe wiedererkennen, was auch bereits im Vorspann ansatzweise gegenwärtig wird.
Wenn überhaupt etwas an diesem Film schade ist, dann dass einige Hauptakteure in geschichtlicher Perspektive vielleicht etwas eindimensional wirken. So findet das den gesamten Sezessionskrieg überdauernde unvergleichliche strategische und taktische Genie von Robert E. Lee kaum Erwähnung und er wird mitunter als leicht starrköpfig und uneinsichtig gezeichnet. Auch die Tatsache, dass Longstreet tatsächlich bis zum Ende des Krieges zwar Lees verläßlichster General blieb, sein Name aber gerade wegen Gettysburg bis heute in den Südstaaten nur mit Verachtung ausgesprochen wird, weil er sich im Anschluss an die Schlacht vor seinen Vorgesetzten Lee stellte und, um dessen Integrität zu wahren, die Schuld für die Niederlage auf sich nahm, findet keine Erwähnung. Dagegen erscheint der konföderierte Kavalleriegeneral James Ewell Brown (JEB) Stuart aufgrund mangelhafter Aufklärung als einer der Hauptschuldigen für das Desater von Gettysburg, obwohl er ohne Zweifel einer der effektivsten Kommandeure der Südstaaten war; der zwar hin und wieder an seinem eigenen Ego scheiterte aber dessen Name noch heute beispielsweise in Texas hoch angesehen ist.
Abschließend eine Empfehlung: Wer des Englischen halbwegs mächtig ist, sollte sich "Gettysburg" im enlischen Original - zur Not auch mit Untertiteln - ansehen. Der absolut zeitgemäße Idiom und das mitschwingende Pathos vom "Glauben an die gerechte Sache" verdichten das Sinnenerlebnis weiter, zumal die deutsche Sychronisierung - vermutlich in Unkenntnis der originalen Textpassagen - das eine oder andere Shakespeare-Zitat glatt verschluckt oder lediglich rudimentär zurücklässt.
Alles in allem bietet "Gettysburg" ein monumentales 4-Stunden-Erlebnis, was vor dem Hintergrund der atmosphärischen Konservierung undingt an einem Stück genossen werden sollte.
Ein gigantischer Film, der als erster seiner Art an den Originalschauplätzen gedreht wurde und die Zerreißprobe der jungen Nation Amerika in opulenten Bildern in Szene setzt.
0Kommentar|43 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2009
Zweifelsohne kann man über die Filmlänge oder den Film geteilter Meinung sein, aber selten habe ich einen Film mit über vier Stunden Länge gesehen, der keine Sekunde langweilig war.

"Gettysburg" erzählt das Geschehen jener entscheidenden Schlacht Anfang Juli 1863 im Amerikanischen Bürgerkrieg, die das Kriegsglück wendete. Vor Gettysburg hatten die Südstaatler eine Schlacht nach der anderen gewonnen und es gab bereits erste Bemühungen eines Friedensabkommen, doch General Lee erfuhr in Gettysburg eine vernichtende Niederlage und musste sich mit dem verbliebenen Rest seiner Truppen wieder in den Süden zurückziehen.

Der Film zeigt die Geschehnisse des ersten Tages, als die Kavalerie der Nordstaaten die zahlenmäßig überlegenen Truppen der Südstaaten aufhielt. Das war nötig, um die Hügel besetzen zu können. Zwar forderten die Menschen in den Nordstaaten Angriffe ihrer Truppen, um endlich einmal zu gewinnen, aber die Südstaaten gewannen vor allem dadurch regelmäßig, weil sie sich verteidigten und die Nordstaatler ausbluten ließen.

Tag 2 brachte die Situation, dass die Südstaatler am Fuße der Hügel standen und die Hügel und somit die strategisch viel bessere Situation bei den Nordstaatlern lag. Obwohl General Longstreet (Tom Berenger) General Lee (Martin Sheen) darum bat, nicht anzugreifen, erfolgte die Attacke. Fast hätte man die Flanke der Nordstaaten umfassen können, doch ein im privaten Leben als Professor tätiger Colonel (Jeff Daniels) hielt die Attacke zurück.

Tag 3 war schließlich ein sinnloses Gemetzel, denn Lee griff nochmals an, obwohl keine Chance auf Erfolg bestand. Damit gewannen die Nordstaatler den Vorteil, der in letzter Konsequenz zum Erfolg im Amerikanischen Bürgerkrieg führte.

Der Film beeindruckt durch die genaue Maskennachbildung der relevanten Soldaten. Man sieht am Beginn die Fotos der damaligen Zeit und den Vergleich, wie man die Schauspieler verändert hat. Beeindruckende Dialoge und trotz mancher längerer kampfloser Szenen wird der Film nicht langweilig.

Ursprünglich für das Fernsehen konzipiert, ist er auch in einem Zug anzusehen und sehr spannend, selbst bei mehrfachem Anschauen.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2000
Die Gettysburg DVD beinhaltet tatsächlich mehr als die ohnedies schon grandiosen 4h filmische Unterhaltung. Die Charaktere der Schlüsselpersonen werden trotz ihrer Vielzahl ausreichend vorgestellt, der Film hat mehrere Höhepunkte (z.B. little round top, picket desaster), die militärischen Überlegungen sind nachvollziehbar und verleihen dem Film zusätzliche Spannung.
Die Features verdienen eigentlich ein 6-Sterne Lob. Ein tolles Menü und umfassende historische Informationen, die nicht nur als Bildtext zu lesen, sondern auch von einem Erzähler zu hören sind.
Zwei Nachteile möchte ich erwähnen, deshalb auch nur 4 statt 5 Sterne. Die DVD muss in der Mitte des Films gewendet werden, d.h. wenn man mal kurz auf die historischen Features "umblenden" möchte, sind die dann meistens gerade auf der anderen DVD Seite. Der zweite Nachteil: Man kauft einen Film über den amerikanischen Bürgerkrieg, und findet auf der DVD nur in die deutsche Sprachversion, und diese auch "nur" in Dolby 2.0. Die tolle Filmmusik hätte einfach mehr verdient.
Film und DVD sind dennoch überdurchschnittlich. Dennoch wäre eine neue Edition mit dt. und engl. Sprachversion in Dolby Digital 5.1, den zusätzlichen Filmminuten der US Version und das alles auf EINER DVD Seite, sehr wünschenswert.
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juli 2009
Im voraus bitte ich wegen deutschsprachigen Fehlern um Entschuldigung; ich bin muttersprachlich Englisch.
Ein grosser Dank an Ronald Maxwell für diesen Film auch an Teddy Turner der den Film unterstuzt und an den tausende Freiwilliger die spielten, ohne dafür bezahlt zu werden.
Der Film kommt mir als vollkommen unbefangen vor-im Gegensatzt zB zu James McPherson's Buch über dem Krieg Zwishen den Staaten-"Cry for Freedom" der ein pro US Linie hielt und daß obwohl Teddy Turner ist oder so dachte ich, ein "liberal". Vielleicht ist er vor allem ein Gentleman.
Dieser Film hat nichts von dem Coole Skeptisismus-Besserwisserei unserer Zeit. Er zeigt was heute so oft kurz kommt, nämlich Respekt, nicht Respekt von Einzelmenschen (tut er aber auch) ich meine- Respekt für die Sache, für die eine Seite das Recht zu Unabhängigkeit und Liebe zum Land für die andere Seite das Recht des Einzelmenschens über seinem Schicksal zu entscheiden.

Ein Genuß für die Augen sowie für den Ohren -die Filmmusik von Randy Edelman ist genau die richtige die Traurigkeit überzubringen. sie bringt mich zu weinen, was meine Frau nicht haben kann. Ich kann vorstellen daß die meisten Frauen weniger besgeistert für diesen Film sind. Es handelt sich meiner Meinung nach, um sehr "männlichen" Themen und aus diesem Grund auch nicht mit der aktuellen sehr weiblichen westlichen Zeitgeist übereinstimmt. Es geht hier um dem pathetisch, dramatisch und historisch. Keine Frau hat eine Rolle (ausser kurzen Bicke in einer Menge sieht man in der Film überhaupt keine Frau)-es handelt sich hier um einer grosser Tragödie und für diejenige die sich so sehr ein anderes Ergebnis gewünscht hätten, ist es eine Gelgentheit bitterlich zu trauern und zu weinen.
Der Film versucht nicht, die Grausamkeit des Krieges zu zeigen-aber diese Aspekt bietet genug Filme an. Trotzdem, insofern ist der Film unrealistisch. Schriende Schmerz, Verkruppelung, Verstummelung auhängende Eingeweider, Gestank, physischer Schmerz hässliche Wunde, dieser Aspekt des Krieges wird wenig oder kaum übertragen.
Eine Warnung für deutschsprachiger!-als Engländer hörte ich die Filmn selbstverständlich auf englisch an-aus Neugier hatte ich kurze die deutsche Fassung angehört-das hörte sich derart schlecht an, ich fragte mich ob es absichtlich war-das Kommentar am Anfang ist von einem mit einer steriler dizansierte uninteressierte Stimme gelesen, wahrscheinlich verdient er sonst sein gutes Geld als Nachrichtensprecher für das deutsche Radio-so schlecht hört er sich an. Deshalb jeder, der einigermassen Englisch folgen kann, empfehle ich herzlich die englische Fassung zu wählen.
Danke an allen die diese Film ermöglicht haben! Ein herzlich, menschlich und gutherziger Film, frei von dem unheimlichen naarischen Skeptismus und Bösartikeit von so vielen modernen Filmen.

Für den Toten von Gettysburg dieser Film -

"seeds the mind with the furious murmour of their chivalry" -Alan Tate "Ode to the Confederate Dead"

in meinem fehlerhaften deutsch übersetzt

säet Verstand säet Seele mit sturmischen Murmeln Ihrer Ritterlichkeit
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. August 2006
Wie schon in meiner Rezension zum zweiten Teil einer geplanten dreiteiligen Verfilmung des amerikanischen Bürgerkrieges, "Gods and Generals", muss man auch hier wieder das notwendige Interesse am Thema und Grundwissen über die Hintergründe dieses Bürgerkrieges rauskehren.

Ansonsten wird man an diesem Film ebenfalls keinen großen Spaß haben. Wer eher nur Kampfszenen, Action und Knalleffekte sehen möchte ist mit anderen Produktionen über andere Kriege sicherlich besser bedient (z.B. "Wir waren Helden" oder "Windtalkers").

Der Film beginnt in der Handlung am Tag vor der dreitägigen Schlacht um Gettysburg, im Vordergrund stehen wieder Jeff Daniels als überzeugender Kommandeur des 20. Maine Regiments und ein großer Gegenspieler in Gestalt des Tom Berenger als General Longstreet.

Erst nach geraumer Zeit kommen Kampfszenen ins Spiel, richtig los geht es erst mit dem Verteidigung des "Little Round Top" durch das Maine Regiment, meiner Ansicht nach der absolute Höhepunkt dieses Films. Vorher werden in der filmischen Handlung die historischen Aufstellungen der einzelnen Verbände, aber auch die Fehlentscheidungen der militärischen Führung aufgezeigt.

Und hier liegt das große Manko dieses Films (wie auch bei "Gods and Generals"): Es geht dem "Actionfan" die Puste aus, der Griff zum Schnellvorlauf ist vorprogrammiert. Man verpasst dadurch aber viele für die Handlung wichtige Dinge, die in den Dialogen zum tragen kommen. Diese wird dadurch natürlich undurchsichtig und teils verwirrend. Daher empfehle ich den Film zumindest einmal ganz zu sehen.

Es wird durchweg ganz solide geschauspielert, auch wenn ab und an ein bisschen zu viel Pathos in den Dialogen durchdringt. Auch von der Ausstattung her (Uniformen, Drehorte usw.) finde ich "Gettysburg" sehr gut. Seichte, triviale Unterhaltung für einen lockeren Fernsehabend ist er sicherlich nicht. Für am Thema Interessierte meiner Meinung nach ein absolutes Muss.
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2003
Handlung:
Der Film beschreibt die blutigste und wohl bekannteste Schlacht des amerikanischen Bürgerkrieges detailgenau. Von den Einsatzbesprechungen der Offiziere bis zu Einzelschicksalen auf den vielfältigen Schlachtfeldern erleben wir all die kleinen und großen Tragödien aufs Neue.
State:
Obwohl sich die Darstellerriege wie ein "Who is Who" Hollywoods liest und auch viele bekannte Gesichter aus der "2. Reihe" dabei sind - kann man zwar die meisten wichtigen Akteure an Hand des Bekanntheitsgrades der Schauspieler einfach zuordnen - verliert aber trotzdem - auch der historisch vorbelastete Zuschauer - bei diesem 4-Stunden Werk schnell den Überblick. Das liegt zum Einen an der schieren Masse der wichtigen Hauptpersonen, zum Anderen an den ständig wechselnden Handlungsorten, an denen (natürlich) im Wesentlichen doch immer nur wieder die gleichen Uniformen zu sehen sind.
Die endlosen Einsatzbesprechungen sind für Militärexperten und Hobbyhistoriker sicherlich ein gefundenes "Fressen", erklären sich daraus doch geniale Strategien und grandiose Fehlentscheidungen - doch für den an der Historie nicht interessierten Gelegenheitszuschauer sind diese Sequenzen nach einer Weile einfach nur langweilig.
Wirklich ärgerlich - mehrfach werden einzelne Szenen zum nächsten Schauplatz "mitgenommen". So sieht man z. B. einen der tapferen Südstaatler mehrmals sterben. Ansonsten aber sind gerade die hervorragend choreographierten Schlachtszenen wirklich imposant in Szene gesetzt und nahezu unschlagbar gut fotografiert.

Die DVD:
Ton und Bild der DVD entsprechen normalen TV Standard, sind nicht wirklich schlecht, nutzen aber auch nicht die technischen Möglichkeiten des Mediums.
An Extras finden wir Bio- und Filmografien zu folgenden Schauspielern: Tom Berenger, Martin Sheen, Jeff Daniels, Sam Elliot. Außerdem (sehr kurze) Biografien zu Abraham Lincoln, Jefferson Davis, Robert E. Lee und Ulysses S. Grant. Ferner gibt es Kurzinfos zum Bürgerkrieg, der Schlacht von Gettysburg und Hintergründe zur Verfilmung. All das auf Texttafeln, die - löblich - ansprechend vorgelesen werden. Weiterhin gibt's 12 Trailer zu weiteren Filmen des Labels.
Übrigens handelt es sich bei der DVD "Gettysburg" um einen so genannten Flipper, man muss die Scheibe also während des Films einmal umdrehen.
Fazit:
"Gettysburg" ist für an der Thematik interessierte Filmfreunde ein absolutes Highlight.
Action Puristen werden angesichts der hohen Textlastigkeit ggfs. ein wenig einnicken. Das ist aber nicht weiter schlimm, der Geschützdonner wird sie schon rechtzeitig wecken. ;-)
Anmerkung:
Wer sich für amerikanische Geschichte interessiert sollte auch diese (zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Rezension auf DVD lieferbaren) historisch weitgehend korrekten Filme mal antesten: The Broken Chain (Irokesen), Geronimo (Apachen), Ride with the Devil (Bürgerkrieg), Long Riders (James/Younger Bande).
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Müde der jahrelangen Kämpfe und vielen Toten führen die Südstaaten unter General Lee (Martin Sheen) nunmehr einen Angriffsfeldzug aus. Eine geballte Streitmacht zieht gen Washington. Dort will man Präsident Lincoln das Friedensangebot auf den Tisch legen, was nichts anderes bedeutet, dass der Krieg mit dem Einmarsch in die Bundeshauptstadt geendet hätte und der Süden das Recht auf seine Autonomie habe. Eher durch Zufall treffen sich die beiden Seiten bei Gettysburg. Lee möchte sich den Nordstaatlern hier entgegenstellen.

Nach anfänglichen Erfolgen am 01.07.1863 wendet sich das Blatt bei dem Versuch, einen Hügel zu nehmen. Dort hat sich Nordstaatenoberst Chamberlain (Jeff Daniels) mit seinem Regiment auf dem Little Round Top verschanzt. Trotz schwerster Verluste und ohne einen einzigen Schuss Munition wagt er einen tollkühnen Ausfall mit Bajonetten und wehrt den Angriff letztlich ab. Das hindert die Südstaatler daran, dem Gegner in den Rücken zu fallen und das offene Feld zu umgehen.

Obwohl sie tags zuvor schon dort gescheitert sind und General Longstreet (Tom Berenger) Lee beschwört, den Angriff hier abzubrechen solange die Armee noch eine Armee ist, beharrt Lee auf den Angriff auf offenem Feld. Eine verheerende Entscheidung...

Also ich habe damals die Deluxe Edition mit 2 DVDs bestellt. Erhalten habe ich jedoch die Edition mit EINER DVD, die wie bei Gods and Generals jedoch ZWEISEITIG ist. Seite A enthält einen Teil des Films sowie einige Extras wovon das seltsamste davon eine Uralt-Doku mit dem Sprecher Leslie Nielsen ist, der ja seinerzeit bevor er zur Ulknudel wurde durchaus ein Schauspieler mit ernsten Rollen war. Diese Dokumentation zeichnet sich durch Pathos aus und im Gegensatz zum Spielfilm gibt es keinerlei Menschen zu sehen. Man zeigt die Umgebung und filmt - von Tauben zugekotete - Statuen der diversen Protagonisten des Bürgerkrieges, teilweise so, als würden sie aufeinander zureiten.

Wer möchte, sollte sich den Kommentar zu Gemüte führen. Ich fand es etwas seltsam, dass dieser keinerlei Untertitel hatte. Er ist im Übrigen auch nicht so lang wie der Film. Hier erfahren wir, dass der Regisseur 14 Jahre vor dem Dreh das Buch gelesen hat, auf dem der Film basierte: The Killer Angels von Michael Shaara. Dieser Roman gewann den Pulitzer-Preis und hat in den Staaten für großes Aufsehen gesorgt. Er schildert - wie der Film - die Schlacht aus Sicht verschiedener Charaktere. Der Sohn des Autors hat schließlich nach dem Tod des Vaters noch Gods and Generals (verfilmt) geschrieben und den dritten Teil der Trilogie Last Full Measure (war eigentlich geplant). Der Regisseur war begeistert und hat 13 Jahre (!) lang versucht, dieses Buch zu verfilmen. Doch niemand wollte dafür Geld geben. Der Roman sei unverfilmbar, und wenn, sei er zu teuer zu verfilmen. Der gewichtigere Punkt war natürlich für die Studios, dass sich keiner den Film anschauen würde. Bis Medienmogul Ted Turner kam, dem die Verfilmung zur Herzensangelegenheit wurde. Selbst bei dessen Entscheidung versuchten ihm Kollegen dies auszureden - erfolglos wie man sieht. Und zum Glück. Trotz Pathos ergreift der Film vielleicht für die Seite der Südstaaten Partei. Man hat immer das Gefühl, dass die Macher wollten, dass der Süden gewinnt, allerdings hatte ich nicht das Gefühl das eine der Seiten respektlos dargestellt wurde. Dabei werden sämtliche Charaktere etwas verklärt. Alle sind eigentlich nur irgendwie in diesen Krieg reingerutscht, Gefangene werden mit Würde und Anstand behandelt und eher wie verirrte Kumpel nachdem man sie eigentlich vorher abgemurkst hat und auch nicht zimperlich war mit dem Bajonett in den Rücken zu stechen. Keiner der Charaktere hat überhaupt einen schlechten Zug an sich. Die Schlacht hingegen wird im größeren Umfang historisch genau - mit einer Menge Darstellern, die den Sezessionskrieg regelmäßig nachstellen - dargestellt.

Dass das Drama um einen sinnlosen Krieg (der hier allerdings wiederum nicht als sinnlos dargestellt wird, sondern es geht um die Schlacht) eher - jedenfalls m. E. nach - eher südstaatenlastig geraten ist, liegt an der Romanvorlage. Die basiert nämlich auf den Erinnerungen von General James Longstreet (1821 - 1904). Lee hat - obwohl er noch fünf Jahre nach Ende des Bürgerkrieges gelebt hat - damit abgeschlossen und wollte keine Memoiren schreiben. Longstreet hielt nicht damit hinterm Berg, dass er Lees Verhalten bei Gettysburg für eine folgenschwere Fehlentscheidung hielt, der den Sieg gekostet hat. Das brachte ihn bei den Mitgenerälen extremen Hass und Schelte entgegen, er wurde letztlich für das Versagen bei Gettysburg als Hauptschuldiger auserkoren. Erstens war Lee der beliebteste - und auch im Norden (!) - am meisten geachteste General, zweitens konnte er sich nicht wehren. Das Buch und der Film versuchen Longstreet zu rehabilitieren indem man die Entscheidungen sieht. Dadurch erfolgte in den USA ein Umdenken und mehr Interesse an diesem General.

Man muss schon eine Menge Sitzfleisch mitbringen um sowohl Gods and Generals als auch Gettysburg nacheinander weg zu sehen. Ich konnte dies auch nur in Etappen machen. Die Filme sind detailverliebt und auch wenn sich der Regisseur dessen bewusst ist, dass er bestimmt Fehler enthält (bspw. die britische Uniform des englischen Emissärs, die erstens nicht nur falsch für dieses Jahr ist - er dürfte sie während des Feldzuges auch nicht getragen haben), so dürfte dieser Film so ziemlich der authentischte sein, den es von der berühmten Schlacht gibt.

Für Geschichtsinteressierte: Es gibt bei Gettysburg eine riesige Anlage, die mit Statuen, Kanonen und Pfaden übersät ist. Eine Bustour mit Führung wird dort angeboten, kostet etwa 30 $ und dauert um die 2 Stunden. Das Museum kostet extra. Ich empfehle vor allem die Tour, weil man von dort aus Little Round Top von oben sehen kann und man den Wahnwitz des verlustreichen Angriffes nachvollziehen kann. Wer die Möglichkeit hat und sich im östlichen Bereich der USA aufhält, sollte auf alle Fälle einmal das Schlachtfeld besuchen. Der Roman "Last Full Measure", also die direkte Fortsetzung von "Gettysburg" ist ebenfalls erschienen und u. a. dort erhältlich.

Anbei habe ich übrigens ein Foto des echten Schlachtfeldes, Aufnahmedatum 2015 beigefügt. Es ist der Blick vom Little Round Top.
review image
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Februar 2004
Der Film an sich ist unbestritten ein Meisterwerk. Leider ist es auch bei der Neuauflage versäumt worden eine anständige deutsche Tonspur auf die DVD zu bringen. Der vorliegende Ton ist nur in Mono vorhanden. Wirklich sehr schade.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden