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Getrieben: Stories aus der weiten wilden Welt [Gebundene Ausgabe]

Andreas Altmann
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

März 2005
Allen Stories gemein ist Altmanns unbezwingbares Verlangen nach jener Unmittelbarkeit der Erfahrungen, um derer willen er auch Schmerz und Leid nicht scheut, wenn sie ihm nur Augenblicke größtmöglicher Intensität versprechen.
Schön für den Leser, kann er doch teils voyeuristisch, teils schaudernd, teils gerührt an Erfahrungen teilnehmen, die von Diebstählen bis Drogenexzessen, von romantischer Verführung bis hin zu ganz speziellen sexuellen Erfahrungen reichen. Reflexionen über den Sprachverfall, über seine literarische Initiation oder seine prämierte Reportage über ein Aidskloster komplettieren das Buch des Kisch-Preisträgers.

Gemeinsam ist allen Geschichten, dass Altmann nicht in Ordnung und Bestätigung, sondern im Widerständigen und überraschenden Moment, im Fremden das Lebendige als das ausschließlich Lebenswerte sucht. Seine nicht selten aufblitzende antibürgerliche Amoralität relativiert sich dadurch als ein besonderer Weg der Sinnsuche.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Solibro Verlag; Auflage: 1., Aufl. (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932927257
  • ISBN-13: 978-3932927256
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 373.553 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Altmann erzählt wilde Stories und konfrontiert seine Leser auch mit seinen eigenen dunklen Seiten - Drogenexzesse, Diebereien und sexuelle Abenteuer eingeschlossen. Voyerismus ist erlaubt. Das Buch des Kisch-Preisträgers lädt dazu ein. Wer gerne Texte voller antibürgerlicher Amoralität liest, ist mit der neuen Altmann-Lektüre bestens bedient." -- Badische Zeitung, 29.04.05

"Andreas Altmann (...) macht uns Lust aufs Reisen und Lust auf Menschen. Dicht, sehr rau und sehr voyeuristisch erzählt." -- fit for fun, 7/2005

"Andreas Altmann gehört seit den 80er Jahren zu den wenigen herausragenden deutschsprachigen Schreibern. Sein Name bürgt für Qualität, sprich emotional packende Unterhaltung. (...) Die neueste Veröffentlichung (...) finde ich besonders gelungen, weil sie sehr persönlich ist." -- Hanfblatt, 4/2005

"Einmal mehr erzählt Altmann vom Unterwegssein von der Flucht aus einer allzu versicherten Gesellschaft. (...) Das Gefühl, trotz Lebensgefahr am Leben zu sein – das ist es, was Andreas Altmann treibt." -- Österreichischer Rundfunk Ö1, 06.04.05

Über den Autor

Andreas Altmann, Reporter und Buchautor. Ausbildung am Mozarteum in Salzburg, Schauspieler am Bayerischen Staatsschauspiel und am Wiener Schauspielhaus. Arbeitete als Chauffeur, Tellerwäscher, Nachtportier und Fabrikarbeiter, bevor er anfing, Reportagen zu schreiben. Aufenthalt in einem indischen Ashram, später in einem Zen-Kloster in Japan. Lebte in New York und Mexico City. Träger des Egon-Erwin-Kisch-Preises. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. "Weit weg vom Rest der Welt" und "Im Land der Freien" (beide Rowohlt). Seine Reportagen erscheinen u. a. in der "Zeit", im "Stern", im "FAZ-Magazin", im "SZ-Magazin", in "GEO", "Merian", "Focus" und im "Playboy". Er lebt in Paris.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltläufig, spannend und eloquent 13. Juni 2011
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch erschien in 2005. Entdeckt habe ich es erst jetzt und mit ihm diesen begnadeten Autor, der wie kaum ein anderer weltläufig, spannend und eloquent zugleich zu schreiben vermag. Dass Andreas Altmann bereits 1991 den renommierten Egon-Erwin-Kisch-Preis erhielt, wundert mich nicht. Wer so gekonnt wie dieser Autor Pegasus zu reiten vermag, müsste im Grunde jährlich mit Preisen überhäuft werden. Was die Juroren daran hindern könnte, ist möglicherweise seine antibürgerliche Geisteshaltung.

Die Geschichten sind autobiographisch, teilt Altmann seinen Lesern im Vorwort mit. Das hätte ich nicht unbedingt wissen wollen, da ich beim Lesen aufgrund dieses Wissens ungewollt in die Position einer Voyeurin gedrängt bin. Nun gut, wenn schon Voyeurin, dann richtig...Deshalb habe ich, nachdem ich das Buch gelesen hatte, alle Fotos im Netz von Altmann angesehen und natürlich auch seine Homepage gelesen. Fazit: ich kaufe diesem Autor ab, dass er all das erlebt hat, was er in den Stories offenbart. Die wahren Abenteuer erlebt man bekanntermaßen im Kopf. Altmanns hochintelligenten Augen verraten mir, dass er bürgerliche Regeln spöttisch belächelt und nur das tut, was er in bestimmten Situationen für zielführend hält.

Sein Buch widmet er übrigens all jenen, "die ihr Recht auf ein eigenständiges, eigenwilliges Leben nicht verraten haben", (Zitat: S.: 12). Ob Altmann es mehr als eine Handvoll Personen gewidmet hat?

Es ist unmöglich, auf all seine Stories einzugehen. Aufgefallen ist mir schon nach wenigen Seiten, dass Altmann ein Verführer ist und als solcher lässt er seine Leser natürlich vermeintlich nah an sich heran. Aber wehe ein Leser rückt ihm zu sehr auf den Pelz, dann lernt er -das vermute ich- den in Harnisch gelegten Autor, der so charmant mit seiner Nacktheit kokettiert, kennen. Altmann ist mit allen Wassern gewaschen, ein provokanter Schelm.

Besonders gut gefallen hat mir die Story mit dem Titel "Celeste". Hier hat er sich in die Freundin eines anderen Mannes verliebt und versucht Celeste einem Casanova gleich zu erobern, die ihm allerdings immer wieder den Beischlaf verweigert und ihn dadurch zunächst mehr und mehr an sich bindet. Als sie sich endlich für ihn entscheidet, antwortet er mit Impotenz und muss sich von ihr abwenden. "Die Aussicht auf Liebe machte mich, wie unübersehbar, impotent, kraftlos, kaputt, "(Zitat: S.389). Bindung und seine Liebe zum Leben passen offenbar nicht zusammen.

Man liest von seiner Liebe zu Büchern, die er in Studienzeiten stahl, um sie besitzen zu können und sie mit Randnotizen zu füllen. Man erfährt wie diese Bücher ihm das Leben in seinem späteren Leben schwer machten. Dutzende von Umzügen und kostspielige Reparaturen der Bücher wollen dokumentieren, dass er sich der gestohlenen Bücher als würdig erweist und seine wunderbaren Reise-Stories relativieren schlussendlich eine Versicherungsbetrügereien. Irgendjemand muss die Weltreisen schließlich finanzieren....Wer mehr gibt als er nimmt, kann kein Verbrecher sein, so der wohl zugrunde liegende Gedanke, den ich nicht zu bewerten beabsichtige.

Altmanns Erfahrungen mit LDS- sie führten zu einem Horrortrip- eine weitere mit einem Homosexuellen sind sehr lesenswert. Der Autor hat vieles ausprobiert, um zu prüfen, was er für sich möchte und was nicht. Den meisten Menschen fehlt dazu der Mut, weil sie zu sehr in Konventionen verhaftet sind, um solche Testreihen vorzunehmen.

Sehr gut auch ist die Story "When a woman loves a man", in der er eine abgründige Beziehung einer Frau zu einem sehr geizigen, kleinkarierten Mann (also das Gegenteil von Altmann) beschreibt. Warum heißt der beschriebene Mann eigentlich A.?

Ich zitiere eine Passage, damit Sie einen Eindruck von Altmanns subtilem Schreibstil erhalten: "Als wir am Ende des ersten Jahres heirateten, war die Schamfrist vorüber. Jetzt spürte ich schlagartig, welch schier übermenschliche Kraft er investiert hatte, um den Teufel in sich zu bändigen, und welch erlösende Genugtuung er nun aus sich herausließ, was unaufhaltsam aus ihm heraus musste.

Ich denke nicht, dass irgendein Wesen auf unserem Breitengrad existiert, das auf radikalere und unvorhersehbarere Art als er versuchte, diesen Trieb nach materieller Keuschheit und unbedingter Entsagung auszuleben. Keiner wird mir glauben, wenn ich hier von dem uferlosen Reichtum der Phantasie, Raffinement und spektakulärem Sadomasochismus erzähle, mit dem A., dieser nun maßlos gewordene Geizkragen, sich anschickte, unser gemeinsames Leben einzurichten auf den Grundpfeilern der Buße, des Irrwitzes und den Ekstasen der Lächerlichkeit," (Zitat: S.123).

Liest man dieser Geschichte, muss man nicht lange nachdenken. Wer mag schon einen geizigen Piesepampel? Stattdessen wendet man sich lieber Männern zu, die - großzügig mit sich und anderen - Zeilen produzieren wie etwa jene: "Die Sprache ist eine edler Hure. Sie treibt es mit vielen. Hauptsache der Kunde weiß das Alphabet auswendig. Dreißig lausige Buchstaben verlangt sie, nicht mehr. Dann darf es ihr jeder besorgen, jeder sie schwängern. Dass hinterher eine Missgeburt zum Vorschein kommt, will die Schlampe nicht wahrhaben." (Zitat. S.: 131)... und was ist, wenn ein A. diese Zeilen geschrieben hat? Wer kennt schon das wahre Wesen eines anderen? Im Grunde doch niemand. Grenzgänger beispielsweise gibt es mehr als man glaubt.

Schön, dass Altmann sich immer wieder neu erfindet und sich erlaubt, in seiner Schreibwelt ein Mensch mit tausend sich wiedersprechenden Facetten zu sein. Für einen Schriftsteller ist die Schreibwelt meines Erachtens die wirklichste aller realen Welten.

Tolle Texte, die beim Lesen liberale Grundhaltungen auf den Prüfstand stellen.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Getrieben - die Abenteuer eines Unsteten 27. Februar 2007
Von Batcat
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist eine Art Lebensbeichte - auch wenn man nicht das Gefühl hat, der Autor möchte seine Erlebnisse beichten. Eher darüber berichten und uns teilhaben lassen an kleinen und ganz großen Schelmenstücken. Dabei bin ich so ehrlich, zuzugeben, daß ich nicht alle dieser Abenteuer gutheißen kann. Und selbst ausprobiert hätte ich wohl auch kaum eines davon.

Aber der Autor ist auch als Mensch ein Grenzgänger, das zeigt seine kunterbunte und überaus bewegte Vita ebenso wie die hier beschriebenen Episoden aus seinem Leben.

Ich habe über den Autor gelesen, er wäre ein selbstverliebter Narziß. Das mag schon stimmen, trifft aber nur einen kleinen Teil. In diesem Buch erleben wir ihn als Abenteurer, der vor kaum etwas zurückschreckt, als Helden, als Gauner, als Liebhaber jeder Couleur - mehr und auch weniger erfolgreich ;-) - und trotz allem auch als warmherzigen Menschen.

Ein Buch, das eigentlich überhaupt nicht meiner üblichen Leseauswahl entspricht und mir dennoch sehr gut gefallen hat und das auch sehr schön geschrieben ist mit einigen wirklich sehr schönen Sprachperlen.

Ich werde mit Sicherheit noch mehr Bücher von Andreas Altmann lesen, da mir der Schreibstil sehr gut gefällt und ich gerne an weiteren seiner Abenteuer teilhaben möchte.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zelebrierte Tabubrüche 15. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch mag man, oder man mag es nicht - Altmann polarisiert bewusst. Ich fand das Buch über weite Strecken spannend zu lesen, aber an einigen Stellen wurde es mir dann doch zu schwülstig. Oder wie soll ich Sätze wie 'Wenn Sehnsucht ein Volk wäre, wäre ich China' bewerten? Auch Überschriften wie 'Jeder Furz ein Erlebnis' würde ich eher in einem Ratgeber für Flatulenzgeplagte erwarten.

Vor allem hat mich gestört, wie Altmann seine Tabubrüche zelebriert. Diebstahl, Betrug, Drogen, homosexuelle Kontakte, Prostitution - er hat alles ausprobiert, und er beschreibt es detailliert. Das liest sich in weiten Teilen ganz spannend und unterhaltsam - schliesslich sind wir ja alle ein bisschen voyeuristisch veranlagt, oder? Auf die Passage über Sex mit Tieren kann man allerdings wirklich gut verzichten. Peinlich wird's auch dann, wenn er seine Skrupel beichtet. Er hat nämlich Skrupel. Und er bietet diese dem Leser in einer so zustimmung-heischenden, fast anbiedernden Art dar, dass man hier das Gefühl hat, es mit einem 16-jährigen zu tun zu haben, der nicht genug Aufmerksamkeit von seinem Umfeld bekommt.

Altmann erweckt im Vorwort den Eindruck, die Geschichten seien autobiographisch. Das kann wohl nur stimmen, wenn er zeitweise mehrere Leben parallel gelebt hat.
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4.0 von 5 Sternen Persönlich, eitel, sehnsüchtig
Bereits im Vorwort beschreibt Altmann, für wen das Buch NICHT ist; es soll also fast schon eine Art Warnung und Abschreckung sein - an alle allzu Bürgerlichen, alle... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von FolkZeQuè veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Getrieben
Ich mag - wie er schreibt und wie er die Welt und das Leben sieht!
Ganz einfach - einfach klasse! Danke! A. A.
Vor 1 Monat von Monika Linden veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen typisch A.Altmann
Die erlebten Geschichten sind kurzweilig und in flüssig lesbarem Stil geschrieben. Andreas Altmann schafft es wieder einmal, seine Leser aus dem Alltag herauszuholen auf eine... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tritorsan veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen "Wo liegt der rechte Ort, um Unrecht zu tun?" (S. 101)
Andreas Altmann graut vor der Wohlfühlgesellschaft. Und er widmet dieses Buch mit zahlreichen Erzählungen allen, "die ihr Recht auf ein eigenständiges, eigenwilliges... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Dr. R. Manthey veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen irreführende Produktbeschreibung
mit Themen wie "Flucht aus der Gesellschaft" und "Lebensgefahr" die "Lust auf Reisen und Menschen" machen sollen, und mit dem Titel "... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Tari veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Müll hoch 3
Mir hat der Titel suggeriert,dass ich Storys
aus der weiten wilden Welt zu lesen bekomme.
Auf eine seitenlange "Einweisung" in den systematischen,
über Jahre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. März 2011 von winwinsky
5.0 von 5 Sternen Ein Kaleidoskop des Lebens
Andreas Altmann gestattet sich einen Rückblick auf seine Vergangenheit. In einem bunten Mix aus Erlebtem erfährt der Leser Verblüffendes, Abenteuerliches, Komisches,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2010 von Christl Hartenstein
5.0 von 5 Sternen Ein Buch fürs Leben
Wie dieses Buch nicht mögen? Und wie eine Kritik schreiben, die so begeistert klingt, wie mich das Buch gestimmt hat - ohne dass sie an versteckte Verlags-PR erinnert, die in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juni 2010 von Amélie Ferron
5.0 von 5 Sternen Unaufschiebbar!
Nach "Sucht nach Leben" nun das zweite Buch, das ich von AA inhaliert habe. Wie wunderbar er mit Sprache umzugehen vermag, muss ich nicht noch einmal erwähnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. März 2009 von Felicitas Julia Baixa
5.0 von 5 Sternen bei weitem sein bestes Buch!!!
Jawohl, dieses Buch ist bei weitem Andreas Altman bestes Buch. Es war auch das erste von ihm, auf das ich durch Zufall gestoßen bin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2008 von i.loy
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