Ich habe die vorhergehende Rezension gelesen und wegen dem Verweis auf die starke Religiosität, die in diesem Buch offenbar zum Ausdruck kommt (bei jeder Gelegenheit) wirklich lange überlegt, ob ich mir das antun will. Aber ich war neugierig. Letztlich muss man schon sagen, dass die ständigen Bibel-Verweise schon nervig sein können. ABER: wer sich mal mit der Bibel befasst hat (auch, wenn er alles andere als religiös oder gottgläubig ist) wird feststellen, dass dieses Buch sich sehr umfassend mit "Regeln" für das menschliche Miteiander befasst. Entsprechend ist es vielleicht nicht so falsch, sich einfach mal auf das Wagnis einzulassen. Außerdem gibt es sehr wenige Leute, die an überhaupt gar nichts glauben. Die einen glauben an Gott, die anderen ans Schicksal, die nächsten an wieder was anderes. Man ersetze das Wort "Gott" durch die Bezeichnung für das, woran man glaubt, und es wird für jeden ganz persönlich gültig. Wer allerdings grundsätzlich Vorbehalte gegenüber religiös eingestellten Menschen hat (und das Buch ist nun mal von einem christlichen Seelsorger und Pfarrer geschrieben), der sollte dringend die Finger davon lassen!
3 Sterne, weil das Buch viel Toleranz verlangt, wenn man damit was anfangen können will und weil es aber eben trotzdem Hoffnung gibt und zeigt, was Liebe alles überstehen kann, wenn es denn Liebe ist.