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Geteilte Träume: Meine Eltern, die Wende und ich [Taschenbuch]

Robert Ide
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

27. Februar 2007
Was ist aus unseren Träumen geworden? - Wie die Wiedervereinigung Eltern und Kinder entzweite.

Mit einer hinreißenden Fülle an Geschichten, Schicksalen und Anekdoten erzählt Robert Ide von den unterschiedlichen Erfahrungen, die Jugendliche und ihre Eltern nach der Wende gemacht haben, und sucht einen Weg zu eröffnen, aus der gegenseitigen Entfremdung wieder zurück zu einer neuen Gemeinsamkeit zu finden.

Robert Ide, heute Journalist beim Berliner „Tagesspiegel“, war 14 Jahre alt, als die Mauer fiel. Was sich nach der ersten Euphorie für die Generation seiner Eltern als ein die ganze Existenz und das Selbstbewusstsein erschütternder Umbruch erwies, war für Robert Ide und viele seiner Altersgenossen eine unvergleichliche Chance zum Aufbruch in ein neues Leben.

Sie haben einen Traum geteilt, den Traum von Freiheit und einem selbstbestimmten, besseren Leben: die Bürger der DDR, ob jung oder alt. Doch als dieser Traum mit der Wende wahr zu werden schien, teilten sich die gemeinsamen Erfahrungen. Während viele junge Menschen seitdem ihren Weg gemacht haben, resignierten die Eltern, enttäuscht von den neuen Realitäten, allzu häufig. Robert Ide fragt, wie es kommen konnte, dass der Umbruch die Familien derart entzweite. Was passiert, wenn am Kaffeetisch Hartz IV auf eine kokette Form der Geldverschwendung trifft? Warum fragt niemand: Tante, warst du bei der Stasi? Am Beispiel seiner eigenen Geschichte wie der seiner Freunde und der Menschen, die er auf Reisen durch die Bundesrepublik getroffen hat, erzählt er vom Leben vor der Wende und davon, was nach der Wiedervereinigung aus den Hoffnungen wurde.

Ide entwirft ein buntes Bild vom Damals, von Alfons Zitterbacke bis zum Kleingarten an der Mauer, vom Schallplattenkauf im Intershop bis zur Demütigung durch „Zonen-Gabys erste Banane“. Und er hört auf die Erzählungen der Menschen heute, auf ihre Enttäuschungen und kleinen Siege quer durch die Generationen.

Ide beschreibt Städte, in denen Schulhöfe verwaisen. Er erzählt, wie Sehnsucht nach dem Früher als Markenartikel verkauft wird. Und an Ossi- Stammtischen im Westen trifft er auf junge Gesamtdeutsche, die Fernweh nach der Heimat verspüren. So ist sein Buch auch ein Porträt der Gegenwart, das die Träume ergründet, die Jung und Alt noch heute gemeinsam teilen und das zeigt, welche Wege die Vergangenheit gefunden hat, sich in den Biografien der Menschen festzusetzen.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (27. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630872360
  • ISBN-13: 978-3630872360
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 241.558 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Seine Ergebnisse regen zu einem neuen Verständnis der Annäherungsprobleme zwischen Ost und West an und geben Hoffnung für die Zukunft." (dpa )

"Eine Mischung aus Reportage, autobiografischem Roman und Essay ist das Ergebnis. "Geteilte Träume. Meine Eltern, die Wende und ich" ist das ostdeutsche Pendant zur "Generation Golf" von Florian Illies. Wertvolle Einblicke für jeden, egal ob Ost- oder Westdeutsch." (Hamburger Morgenpost )

"Ides Buch macht Eindruck, weil der Autor nie einfach behauptet, sondern neugierig nachfragt." (Neue Deutschland )

Klappentext

"Seine Ergebnisse regen zu einem neuen Verständnis der Annäherungsprobleme zwischen Ost und West an und geben Hoffnung für die Zukunft."
dpa

"Eine Mischung aus Reportage, autobiografischem Roman und Essay ist das Ergebnis. "Geteilte Träume. Meine Eltern, die Wende und ich" ist das ostdeutsche Pendant zur "Generation Golf" von Florian Illies. Wertvolle Einblicke für jeden, egal ob Ost- oder Westdeutsch."
Hamburger Morgenpost

"Ides Buch macht Eindruck, weil der Autor nie einfach behauptet, sondern neugierig nachfragt."
Neue Deutschland


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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
4.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach wunderbar, reflektiert und realistisch 20. Oktober 2007
Von Sitopotika VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Wer sich mit seiner DDR-Vergangenheit bzw. mit der seiner Eltern auseinandersetzen möchte und auch ins Gespräch kommen will, der sollte diese Titel lesen, sehr gut recherchiert, sehr nachdenklich und einfach wunderbar.
Neben vielen, vielen Titel zur DDR, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, ist es dieser eine, der mir am Herzen liegt und den ich weiterempfehlen möchte.

Jeder hat seine eigene DDR - das wird in diesem Titel sehr klar und das finde ich so klar dargestellt.

Also wirklich lesen und miteinander reden, selber auch nochmal über die "eigene DDR" nachdenken und dabei reflektieren, was man selber erfahren und erlebt hat und mit den Kindern darüber sprechen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geteilte Träume - Gemeinsame Zukunft 12. Februar 2009
Von avoila
Format:Taschenbuch
"Das ostdeutsche Pendant zu 'Generation Golf'...."
Fast hätte mich dieser Satz auf der Rückseite des Buches dazu bewegt, selbiges sofort wieder weg zu legen.
Gott sei Dank sagte eine Stimme einen magischen Satz: "Du, der ist in M.... geboren." - meine Heimatstadt - Aus Solidarität sah ich ein zweites Mal hin, dieses Mal in den Klappentext...
Dort war die Rede von:
"Sie haben einen Traum geteilt, den Traum von Freiheit und einem selbstbestimmten, besseren Leben: die Bürger der DDR, ob jung oder alt. Doch als dieser Traum mit der Wende wahr zu werden schien, teilten sich die gemeinsamen Erfahrungen. Während viele junge Menschen seitdem ihren Weg gemacht haben, resignierten die Eltern, enttäuscht von den neuen Realitäten, allzu häufig. Robert Ide fragt, wie es kommen konnte, dass der Umbruch die Familien derart entzweite. Was passiert, wenn am Kaffeetisch Hartz IV auf eine kokette Form der Geldverschwendung trifft? Warum fragt niemand: Tante, warst du bei der Stasi?..."

Ich nahm das Buch wortlos, zahlte und fing noch auf der Rolltreppe an zu lesen.
Es begann damit eine Reise in die eigene Vergangenheit, die Gegenwart und auch ein Stück in die Zukunft.

Das Buch hat mich schockiert, hat es mir doch meine Welt - die eines Wossis - vor Augen gehalten. Das Glück dem zum Teil wahrlich trostlosen Osten entflohen zu sein, die Schuld Familie und Freunde zurück gelassen zu haben. Besonders die Familie, bei der man sich dann irgendwann fragt, was aus ihnen werden soll, wenn keiner mehr da ist und sie selbst nicht mehr agil genug für den Alltag sind? Was dann?
Warum diese Sprachlosigkeit?
Warum werden kritische Fragen zur DDR Geschichte nur im Geschichtsunterricht besprochen, aber nicht dort, wo sie passiert ist, die Geschichte.
Warum das Verherrlichen der DDR durch die, die einst für ihr Ende kämpften?
Warum fühlt man sich schuldig, weil man selbst in den Westen gegangen ist?

Alle Widersprüche, die sich ergeben haben für die Generation aus dem Osten, die die Wende erlebt hat, die zwei Welten kennt, die zu einer zusammen wachsen sollten.

Ein Buch für alle, die mit einem Bein im Osten und einem im Westen stehen.
Ein Buch für alle, die verstehen wollen, was los ist mit den Wossis, mit den Zurückgebliebenen.
Ein Buch für alle, die sich selbst nie getraut haben die Sprachlosigkeit zu durchbrechen...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe sie alle gelesen: Cladia Rusch, Peter Richter, Falko Hennig, Jacob Hein und zuletzt Mark Scheppert. Nicht zu vergessen Genrevorreiterin Jana Hensel. Aber keiner analysiert meiner Meinung nach so tiefgründig die Spaltung zwischen den beiden ostdeutschen Wahrhaftigkeiten wie Robert Ide. "Wer fragt danach, welche Leute es sind, die wegen der Praxisgebühr nicht zum Arzt gehen? Es könnten die eigenen Eltern sein. Wie befreiend wäre es, wenn man wenigstens darüber reden könnte." Sehr treffend.
Das Zitat zeigt auch, dass nicht die Kindheit in der DDR im Mittelpunkt des Buches steht, sondern das Hier und Heute (was offensichtlich im Gegensatz zu den Erwartungen einiger anderer Rezensenten steht). Anders als die meisten anderen genannten Autoren bedient sich das Buch "Geteilte Träume" allerdings auch einer Sprache, die selbst im Vergleich zu anderen Journalisten sehr ernsthaftig ist, so dass man sich als Leser bisweilen etwas motivieren muss bzw. zum Ausgleich Anderes lesen muss. Daher nicht ganz die vollen Sterne. Dennoch klare Kaufempfehlung!
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4.0 von 5 Sternen lesenswert. Ein Stück deutscher Geschichte
Ein lesenswertes Buch das uns alle angeht, man hätte zwar aus diesem Thema viel mehr machen können, aber es ist genügend Lesestoff für die Generation welche die... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Shorty2008 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen ein unbewegtes Buch
Da ich immer wieder auf dieses Buch von Robert Ide stieß und weil es überwiegend positive Rezensionen hat, entschloss ich mich kurz nach Weihnachten, es zu kaufen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2011 von die Lolle
5.0 von 5 Sternen Wiedervereinigung misslungen?
Der Journalist Robert Ide berichtet in seinem autobiographischen Buch "Geteilte Träume" von den unterschiedlichen Erfahrungen der Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von robby-lese gern
2.0 von 5 Sternen Leider enttäuschend...
Ich bin nur ein Jahr jünger als der Autor, ein Kind der DDR und weiß daher sehr gut worüber hier geschrieben wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2008 von kritiklust
4.0 von 5 Sternen ehrlich, offen, respektvoll, liebevoll, differenziert, kritisch,...
Ich persönlich habe noch kein Buch gelesen, das die eigene Kindheit in der ehemaligen DDR, die Zeit des Mauerfalls und das Leben im vereinten Deutschland so differenziert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. April 2008 von wortmeer
5.0 von 5 Sternen Ein traumhaftes Buch mit Tragik, Trauer und Trends rund um DDR
Robert Ide schreib als ausgesprochen authentischer Autor ausschnitthaft über das "Leben der anderen" und sich selbst. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2008 von Neuschäfer
4.0 von 5 Sternen Jung und Alt - unterschiedliche Erfahrungen nach der Wende
Robert Ide ist heute Journalist beim Berliner "Tagesspiegel" und konnte sich nach der Wende, als damals 14 jähriger seinen Lebenswunsch erfüllen, das sagen und schreiben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2007 von Carl-heinrich Bock
5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen !!!!
Kann das Buch nur empfehlen. Hab es in einem Ritt durchgelesen.

Kleine Anregung zum Zuhöhren und Verstehen ("gesamtdeutsch!!!").

Gut gemacht! kaufen
Veröffentlicht am 26. März 2007 von Fritz Franz
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