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Ein genauerer (zweiter) Blick lässt aber auch die Geschichte des professionellen Gangsters und Bankräubers Carter 'Doc' McCoy (Steve McQueen) und seiner Frau Carol (Ali MacGraw), die nach einem schiefgelaufenen Banküberfall vor der Polizei, ihren Auftraggebern und einem soziopathischen Partner nach Mexiko fliehen müssen, in etwas anderem Licht erscheinen. Getaway kommt zwar nicht an Peckinpahs überwältigende Meisterwerke (die rekonstruierten Fassungen von The Wild Bunch und Pat Garrett jagt Billy the Kid) heran, aber man kann diese geradlinige Genre-Geschichte durchaus als faszinierende, subversive Abrechnung mit dem System des amerikanischen Films verstehen. Peckinpah bedient hier die Konventionen all der Stories von den einsamen, nur ihrem eigenen Kodex verpflichteten Individualisten und kommentiert zugleich die Stellung, die ein genauso denkender Filmemacher innerhalb von Hollywood hat. Peckinpah selbst ist der Mann, der sich hier wie Steve McQueen an Geschäftemacher und skrupellose Machtmenschen verkaufen muss und dem als einzige Zuflucht Mexiko, dieses Paradies der von der Zeit Überholten, bleibt. --Sascha Westphal
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Bedauerlicherweise hat dieser Film keine wirklich adäquate Umsetzung erfahren:
Die Bildqualität ist lediglich passabel. Die Farben wirken an manchen Stellen ausgewaschen und das Bild ist leider voll von Kratzern und teilweise auch Brandlöchern. Mag sein, daß das daran liegt, daß der Film über dreißig Jahre alt ist und keine guten Kopien mehr zur Verfügung standen. Aber es gibt mittlerweile eine Menge Filme mit einem ähnlichen Alter, die glänzend restauriert worden sind.
Hoffen wir, daß sich ein Verleih mit diesem Film eines Tages die Mühe einer gründlichen Restauration macht.
Auch der Ton läßt zu wünschen übrig. Er ist ziemlich dumpf geraten und hat eigentlich nur eine bessere Videoqualität.
Ganz schwach sind die Extras: Die bestehen wirklich nur aus Texttafeln und haben noch nicht einmal einen Trailer zu bieten.
Außerdem sind die Textafeln unvollständig: In den Notizen zum Drehbuchautoren Walter Hill ist sein letzter Film UNDISPUTED in dessen Filmographie nicht aufgeführt.
Ein deutliches Anzeichen dafür, daß man sich mit dieser Veröffentlichung nicht viel Mühe gegeben hat.
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