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4.0 von 5 Sternen
Mord an Lady Ann, 12. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Gestohlenes Leben. (Taschenbuch)
Ein Aufsehen erregender Prozess: Die schöne, junge Frau eines hochrangigen Politikers wird des Mordes angeklagt. Man beschuldigt sie, in den Mord an der ersten Frau ihres Gatten verwickelt zu sein. Die Anklage beruht auf der Aussage eines einzigen Zeugen - ihres Stiefsohnes - der den Mord an seiner Mutter mit ansehen musste. Thomas, Greta und Thomas' VATER erlebten die Ereignisse, die zum gewaltsamen Tod von Thomas' Mutter führten, ganz unterschiedlich. Der Leser bekommt die Umstände um den Mord an Lady Ann als Fall vor Gericht präsentiert. Der Autor gestaltet seinen Kriminalroman sehr souverän: Die Charaktere sind komplex und der Gerichtsprozess wird anschaulich und kenntnisreich geschildert. Thomas ist die Hauptperson und seine unendlich große Trauer ob des Verlustes der Mutter wird gut beschrieben. Man weiß nicht, ob seine Aussagen bei der Polizei und vor Gericht der Wahrheit entsprechen oder nur eine Reaktion eines Jungen sind, der kein Mittel weiß, die Trauer zu verarbeiten als jemand anderem die Schuld sehr konkret zuzuschieben. Der Roman hält ein überraschendes Ende bereit und ist nicht nur deshalb zu empfehlen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Justizkrimi von Tolkiens Enkel, 27. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Gestohlenes Leben. (Taschenbuch)
Lady Anne Robinson, die Ehefrau des englischen Verteidigungsministers wird ermordet. Einziger Zeuge ist ihr Sohn Thomas, dessen Aussage Greta Grahame, die Assistentin des Politikers schwer belastet. Pikant wird die Sache dadurch, dass Sir Peter der Aussage seines Sohnes keinen Glauben schenkt und sogar soweit geht, die hochgeschätzte Assistentin zu heiraten, als sie des Mordes an seiner ersten Frau angeklagt wird. Das zentrale Thema des Buches ist dann auch der Konflikt zwischen Sir Peter und seinem Sohn. Thomas versucht verzweifelt, den Vater von seiner Version der Ereignisse zu überzeugen, während der den Kontakt zum Sohn auf das nötigste beschränkt. Das ganze wird unterbrochen von Rückblicken auf die letzten zwei Jahre, während derer Greta in das Leben der Familie trat und die Karriere des Vaters sich beschleunigte. Für Thomas bedeutete dies, den Vater kaum mehr zu sehen, und sich voll und ganz auf die Mutter zu konzentrieren. Sind seine Anschuldigungen also nur dem Trotz eines vernachlässigten Pubertierenden entsprungen oder hatte die intelligente Greta von Anfang an Ambitionen auf mehr als das berufliche Leben von Sir Peter ? Simon Tolkien schreibt einen spannenden Krimi, bei dem der Leser für lange Zeit selber entscheiden kann, welcher Seite er glaubt. Die Rückblicke, verbunden mit Szenen aus dem Gerichtssaal, vermitteln ein überzeugendes Bild von der Familie Robinson. Dennoch, der Funke will bis zum gut gelungenen Finale nicht so richtig überspringen. Ein Grund dafür mag sein, dass Passagen aus der Perspektive aller Hauptpersonen erzählt werden. Einer oder eine von ihnen muss lügen, und daher hat man stets das Gefühl, dass der Autor einem etwas vorenthält.
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5.0 von 5 Sternen
Fesselt bis zur letzten Seite, 12. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Gestohlenes Leben. (Taschenbuch)
Ein Krimi, aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und bei dem man unbedingt wissen will, wer nun gemordet hat, ob die Angeklagte zu Recht angeklagt ist und welche Rolle der Sohn des Opfers spielt. Für den Schluss hätte ich mir ein versöhnlicheres Ende zwischen Vater und Sohn gewünscht - aber das schmälert das Lesevergnügen in keinster Weise. Ein witziges Detail war für mich die Verwendung des Namens "Sackville" - denn da haben wir die Verbindung des Enkels zu seinem berühmten Großvater, denn die Sackville-Baggins waren Verwandte des Hobbits Bilbo Beutlin.
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