Handke gelingt es in diesem Buch, all jene, die kaum noch Befriedigung in einem Buch finden, weil sie eben schon so viel Gutes gelesen haben, neu für das Lesen zu begeistern. Allerdings kann man dieses Buch nicht "herunterlesen". Fast jeder kleine Absatz, manchmal jeder Satz, regt zur Reflektion an. Wer diese übergeht, den erreicht der Geist dieses wunderbaren Buches nicht. Handke setzt sich fast in jedem Wort (das er oft in Frage stellt, überdenkt, neu deutet) auseinander mit sich, der Sprache, der Wirklichkeit. Er ist insofern fast ein Lehrmeister (der keiner sein will, und das sind die besten...) des wachsamen, achtsamen und bewussten Lebens.