Man begleitet Jizchak auf seinem Weg von Galizien nach Palästina um dort Land zu bebauen. Anfangs stellt sich dies als recht problematisch dar, nur die Araber bekommen gute Arbeitsplätze. Auch in der Liebe hat er es nicht leicht, fühlt er sich doch zu Sonja hingezogen, die aber, scheinbar, mit einem Anderen zusammen ist. Nachdem er dann aber doch endlich Arbeit gefunden hat, lebt er sich auch recht schnell in die weltliche Atmosphäre ein und vergisst seine eigentlichen frommen Ideale die ihn ins Land führten.
Immer mal wieder unterbrochen wird die Geschichte von der surrealistischen Geschichte des Hundes Balak. Dieser hat, durch die Hand Jizchaks, "irrer Hund" auf seinem Rücken stehen. Er muss also, wo er auch hinkommt, um sein Leben fürchten, da die Menschen ihn als Bedrohung ansehen und ihn mit Steinen bewerfen.
Ein Buch also über die jungen Pioniere in Israel zu Beginn des 20. Jahrhunderts und deren Probleme, da sie zwischen dem traditionellem und dem modernen Leben hin- und hergerissen sind. Was letztendlich zum Untergang der Tradition führen muss. Samuel Agnon schweift auch immer mal wieder etwas ab, bringt neue Figuren ins Spiel, erzählt über deren Leben, so dass der Leser einen tollen Einblick in das jüdische Leben vor gut 100 Jahren bekommt. Sehr interessant natürlich, wenn man mit dieser Thematik etwas anzufangen weiss oder sich, wie ich, darüber schlau machen möchte.
Die sehr eigenwillige Sprache von Agnon, die mich persönlich ein Wenig an alte Märchen erinnert, gefällt mir sehr, auch wenn sie für den einen oder anderen vielleicht gewöhnungsbedürftig sein wird.
Pluspunkt auch, da es ein Buch über das Judentum ist, in dem es nicht um den 2. Weltkrieg geht. 2 Punkte Abzug bekommt es aber, weil ich der Meinung bin, dass dem Buch ab der Mitte etwas die Luft ausgeht, da wurden meine Lesepausen auch immer größer.
Alles in allem aber schon OK für jeden der mehr zu diesem Thema wissen möchte, der große Wurf ist es aber nicht.