Dass Radiohörspiele aus der Medienlandschaft weitgehend verschwunden sind, ist eigentlich schade. Sie würden etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen, bedenkt man wie gerne Leute Hörbücher haben und wie einfach es mit Kindle und Co. wäre.
Die Reihe mit Paul Cox als Titelhelden umfasst neben diesem noch mindestens drei weitere abgeschlossene Hörspiele, sowie eine Sammlung von Kurzgeschichten, die etwa 25 Minuten lang sind. Allen ist neben dem Charme der 50er/60er gemeinsam, dass sie amüsant und temporeich geschrieben sind. Paul Cox, der Spieler und Lebemann gerät immer wieder in Mordfälle hinein, in denen er entweder als Verdächtiger oder als beabsichtigtes Opfer auftaucht. Manchmal auch beides. Paul hat immer einen kessen Spruch auf den Lippen, egal wie haarig die Situation auch sein mag.
Diese Geschichte hat haarige Situationen genug, mehr will ich nicht verraten. Nur so viel, er gerät mal wieder durch eine sehr schöne Frau in Schwierigkeiten und findet sich schnell ganz oben auf der Liste der Verdächtigen seines Lieblingsinspektors Carter. Na fein!
Natürlich ist die Story konstruiert und heute sind wir anspruchsvollere Plots gewohnt - oder sind wir? Wenn ich manchmal ins Fernsehprogramm schaue, sollte ich meinen letzten Satz vielleicht zurück nehmen.
Dass die Aufnahme schlecht ist oder die Stimmen nerven, kann ich nicht bestätigen - außer man dreht das Radio entsprechend auf. Für mich gehören Hörspiele ins Autoradio, wo sie auf einsamen Fahrten für Abwechslung sorgen. Hierbei muss man das Radio verhältnismäßig laut stellen, sonst gehen leisere Passagen unter. Wer ein Autoradio mit entsprechenden Funktionen hat, kann die leisen Stellen aber auch anders wiedergeben lassen. Hier kommt es auf die Qualität des Radios an, und man darf eben nicht vergessen, die CDs wurden als Kopien von 40 Jahre alten Tonbändern erstellt. Wer noch ein Cassettenradio hat, und seine vielgespielten Kassetten aus dem Autoradio mal daheim auf der Stereoanlage hören mag, der wird ganz schnell verstehen was ich sagen möchte...