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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 14.08.2002
Als einen seltenen Fall von alltagstauglicher Kulturkritik" lobt Rezensent Thomas Steinfeld die Schrift des in Norwich lehrende Philosophen Andreas Dorschel zur ästhetischen Moderne, die im "form follows function" ihr Ideal gefunden hat. Steinfeld liest Dorschels Schrift als einen Angriff auf diese volkstümlich gewordene Lehre von der Schönheit des Funktionellen. Und seiner Meinung nach bleibt am Ende auch wenig davon übrig - ebensowenig wie vom dazugehörigen Glauben an das Design, an die "Verkunstung" des gewöhnlichen Lebens durch ausgewählte Industrieprodukte. Und was Steinfeld am meisten beeindruckt, ist, dass fast nebenbei "nicht nur eine kleine Theorie des Kunstschönen" entstehe, "sondern auch eine Kritik am asketischen Ideal der Moderne, dem Ideal einer distanzierten Freiheit, "die sich den älteren Idealen von Sicherheit, Stabilität und Gastfreundschaft sehr zu Unrecht überlegen dünkt."
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Nach 'Fünf Jahre sind genug' nun 'Zehn Jahre sind zuviel'. Die stürmisch umjubelte Vereinigung erwies sich bald als haargenau die Sittenwidrigkeit, die sie war, als deutsch-deutscher Inzest. Ernst Röhl zieht mit respektlosen Witzen und Randbemerkungen eine satirische Zehnjahresbilanz, die Heinz Jankofsky nicht weniger respektlos bebildert.
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Klappentext
Die DDR ist tot, aber der DDR-Witz lebt und ist nicht kleinzukriegen. Das Buch zur deutschen Einheit kompromißlos, aber nicht billig.
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Über den Autor
Andreas Dorschel ist seit 2002 Professor für Ästhetik und Vorstand des Instituts für Wertungsforschung an der Kunstuniversität Graz (Österreich). Zuvor lehrte er Philosophie an Universitäten in Deutschland, England und der Schweiz. 1995 und 2006 war er Gastprofessor in den USA (Emory University, Stanford University).