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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Plädoyer für die Einzigartigkeit,
Rezension bezieht sich auf: Die Gestalten des Zeus. Von der Unmöglichkeit gesellschaftlichen Wandels (Taschenbuch)
Stefan Lindl zeigt in seinem Werk nationale Denkmuster Frankreichs und Deutschlands auf. Deutsches Denken findet seine Entsprechung im "Benediktinerprinzip", einer Unterordnung des Individuums unter die gemeinschaftliche, klösterliche Regel. Französisches Denken entspricht dem "Kartäuserprinzips" - ein einende Regel bildet einen verbindlichen Rahmen, innerhalb dessen sich Individualität frei entfalten kann. Lindl zeigt in welcher Weise sich diese nationalen Denkmatrizen in Bildungssystemen Frankreichs und Deutschlands, in den Akzentuierungen der jeweiligen Geschichtswissenschaften und in den Denkweisen Rousseaus und Herders und deren Vorstellungen von Nation und Gesellschaft abbilden. In all diesen Systemen, ob es nun Bildungs- oder Denksysteme sind, reduplizieren sich die unsichtbaren Matrizen, welche Denken und Wirken in der französischen und deutschen Gesellschaft prägen. Die Gewordenheit dieser Denkmatrizen, ihre stete Präsenz und Selbstverständlichkeit machen gesellschaftlichen Wandel, der über bloße kosmetische Maßnahmen hinausgeht, schwer vorstellbar. Das eigene Denken steht dem im Wege. Die nationale Matrix des Denkens taucht immer wieder und in verschiedenen Gestalten auf. Zeus bleib Zeus - ob er nun als weißer Stier, als Adler oder als Wolke in Erscheinung tritt. Lindl ist weder zynischer Polemiker noch populistischer Kulturpessimist. Es bleibt zu sagen, dass die ganze Sache nicht nur anregend ist, sondern darüber hinaus auch sehr gut lesbar und verständlich. Lindl belehrt nicht wie der Leser zu denken habe, er erklärt sein eigenes Denken - auch den Interessierten, die sich zuvor noch nicht allzu viel in postmoderner Philosophie umgetan haben wendet er sich damit zu. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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5.0 von 5 Sternen
Plädoyer für die Einzigartigkeit,
Rezension bezieht sich auf: Die Gestalten des Zeus. Von der Unmöglichkeit gesellschaftlichen Wandels (Taschenbuch)
Stefan Lindl zeigt in seinem Werk nationale Denkmuster Frankreichs und Deutschlands auf. Deutsches Denken findet seine Entsprechung im klösterlichen "Benediktinerprinzip", einer Unterordnung des Individuums unter die gemeinschaftliche Regel. Französisches Denken entspricht dem "Kartäuserprinzips" - eine einende Regel bildet einen verbindlichen Rahmen, innerhalb dessen sich Individualität frei entfalten kann. Lindl stellt dar wo und in welcher Weise sich diese Prinzipien in den Bildungssystemen Frankreichs und Deutschlands, in den Akzentuierungen der jeweiligen Geschichtswissenschaften und in den Denkweisen Rousseaus und Herders und deren Vorstellungen von Nation und Gesellschaft, finden lassen. In diesen Systemen, seien es nun Bildungs- oder Denksysteme, werden nationale Matrizen offenbar, die Denken und Wirken in der französischen und deutschen Gesellschaft prägen. Die Gewordenheit dieser Denkmatrizen, ihre stete Präsenz und Selbstverständlichkeit machen gesellschaftlichen Wandel, der über bloße kosmetische Maßnahmen hinausgeht, schwer vorstellbar. Das eigene Denken steht dem im Wege. Die nationale Matrix des Denkens taucht immer wieder und in verschiedenen Gestalten auf. Zeus bleib Zeus - ob er nun als weißer Stier, als Adler oder als Wolke in Erscheinung tritt. Er hält ein Plädoyer für die Einzigartigkeit, für die Differenz, für die Förderung des Individuums und seiner unverwechselbaren Fähigkeiten. Er zieht das "Kartäuserprinzip" dem "Benediktinerprinzip" vor, verurteilt jedoch nicht. Zuletzt bleibt zu sagen, dass die ganze Sache nicht nur anregend ist, sondern darüber hinaus auch sehr gut lesbar und verständlich. Lindl belehrt nicht wie der Leser zu denken hat, er erklärt sein eigenes Denken. Auch den Interessierten, die sich zuvor noch nicht allzu viel in postmoderner Philosophie umgetan haben, wendet er sich zu. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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