Kurzbeschreibung
In unserer Zeit werden wir mit unzähligen Worten konfrontiert. In allen Medien werden wir nahezu überflutet mit einer gigantischen Wortwelle. Die Herausforderung der Fastenzeit könnte doch einmal darin bestehen, dass wir uns Tag für Tag nur einem einzigen Wort stellen. Frère Roger Schütz, der Gründer der Gemeinschaft von Taizé, sagte einmal: Lebe, was du vom Evangelium verstanden hast, und sei es auch noch so wenig! Es genügt zuweilen ein Wort der Heiligen Schrift, ein Logos, um Zugang zu Gott zu finden. Die geistliche Erfahrung des Propheten Jesaja war, dass das Gotteswort nicht leer zu ihm zurückkehrt, sondern bewirkt, was Gott will und das erreicht, wozu es ausgesandt wurde (vgl. Jes 55,11). Das Buch, ein geistlicher Wegbegleiter in der Fastenzeit, lädt ein, Tag für Tag ein einziges Wort in den Blick zu nehmen; es zu verkosten, zu erspüren, zu bedenken und schließlich: diesem Wort Gestalt zu geben, ganz kreativ, körperlich, künstlerisch, meditativ. In der Wortflut der Gegenwart ist das eine Wort karg, schlicht und bescheiden. Unterschätzen wir aber nicht die Wirkung des Wortes in uns und unserem Leben!
Über den Autor
Rainer-Matthias Müller, geb. 1969, Schulpfarrer und Religionslehrer in Saarlouis, seit 1996 Rundfunksprecher für Kirchenfunksendungen beim Saarländischen Rundfunk, Ausbildung zum Gestalttherapeuten (GSK Saarbrücken) und Bibliodrama-Leiter (TPI Mainz), Leiter des Seminars für kreative Formen christlicher Glaubenskommunikation (SCG Saarlouis), seit 1995 Mitglied im Dritten Orden der franziskanischen Gemeinschaft (OFS).