Ein Eber also, wie profan, oder nur die Gestalt eines Ebers? Eine unglaubliche Jagd von 61 Gestalten, die der griechischen Mythologie entspringen, auf einen Eber breitet sich vor dem Leser aus, um dann furios in die Gegenwart bzw. jüngere Vergangenheit zu springen. Analogien entwickeln sich, saugen den Leser ein, wie es Norfolk in dieser Konsequenz noch nicht gelungen ist, kein Wort ist zuviel, kein Wort zu wenig. Norfolks unglaubliche Fabulierlust lässt das Buch - bei allem Anspruch - zu einem Festmahl für Augen, Hirn und Bauch werden. Ich habe es verschlungen, ähnlich eines Gourmants und genossen & zelebriert wie ein Gourmet. Fabelhaft schön und wohltuend, unbedingt zu empfehlen.