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Geständnisse - Confessions [Blu-ray]

Takako Matsu , Yoshino Kimura , Tetsuya Nakashima    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Takako Matsu, Yoshino Kimura, Masaki Okada, Yukito Nishii, Kaoru Fujiwara
  • Regisseur(e): Tetsuya Nakashima
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Japanisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 18. November 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B005CL9KO4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.586 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Am letzten Schultag betritt eine Lehrerin ihre Klasse. Ungerührt erzählt sie vom gewaltsamen Tod ihrer vierjährigen Tochter und klagt an: "Es war kein Unfall. Sie wurde von Schülern dieser Klasse ermordet." Vor der Klasse behauptet Sie den beiden Schuldigen HIV-positives Blut in die Milch gemischt zu haben, und setzt damit ihren perfiden Racheplan in Gang. Denn keiner der Schüler bleibt verschont von den verstörenden Ereignissen, die folgen.

Produktbeschreibungen

Am letzten Schultag betritt eine Lehrerin ihre Klasse. Ungerührt erzählt sie vom gewaltsamen Tod ihrer vierjährigen Tochter und klagt an: "Es war kein Unfall. Sie wurde von Schülern dieser Klasse ermordet." Den beiden Schuldigen hat sie HIV-positives Blut in die Milch gemischt, und setzt damit ihren perfiden Racheplan in Gang. Denn keiner der Schüler bleibt verschont von den verstörenden Ereignissen,

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Jugend von heute 28. November 2011
Format:DVD
Ich habe im Vorfeld viel über den Film gehört und war dementsprechend skeptisch. Ich meine, wenn man selbst im Frühstücksfernsehen von Sat. 1 über einen tabubrechenden Film hört, der auch noch aus Japan kommt, dann sollte man erstmal schlucken. Generell habe ich mich zunächst an dem so oft zitierten, ja beschworenen Tabubruch gestört. Denn in der Kurzfassung hört man über den Film praktisch als Inhaltsangabe: Lehrerin rächt Tod ihrer Tochter, indem sie der Klasse Milch mit HIV positivem Blut serviert.

Das klingt zunächst plump, dumm und konstruiert. Und würde der Film auf seinen 104 Minuten nur mit der Angst vor Aids und der Rache einer Frau spielen, wäre die Gefahr groß, das Müll dabei herauskommt.Natürlich gibt es grandiose Racheepen (Sasori, Lady Snowblood, etc.), aber eben unzählige mehr, die nicht begeistern können.

Umso größer und erfreulicher war die Überraschung, als ich mir den Film angeschaut habe. Optisch begeisternd, atmosphärisch bedrückend und erzählerisch auf einer Gratwanderung zwischen Wahnsinn (Shuya), Verbitterung (Fr. Moriguchi) und Hoffnung (Miduku). Die Erzählung wird getragen von kalten Farben und Highspeed-Aufnahmen einer Schulwelt und eines Japans, das an Schnelligkeit nicht zu überbieten ist, in Zeitlupe betrachtet jedoch selbst den banalsten Dingen eine Schönheit abringt. Die Geschichte entwickelt sich, entfaltet sich, Geständnis um Geständnis. Es bildet sich eine Kaskade an Geschichten und alles hat Folgen. Das erste Geständnis setzt eine Reihe von Situationen in Gang, die nicht mehr aufzuhalten sind. Unwiderruflich dreht sich die Spirale runter, um ganz unten ihren Höhepunkt zu erreichen. Stufe für Stufe erreichen wir eine Rache, die auf großer Flamme gekocht und dennoch sehr kalt serviert wird. Ich sehe darum auch davon ab, näher auf die Handlung einzugehen, denn gerade das nicht Wissen, was als nächstes passiert, was das nächste Geständnis für den Film bedeutet macht alleine sehr viel Spass.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Film wird oft als zu konstruiert beschrieben, doch gerade das erlaubt dem Regisseur Tetsuya Nakashima mehr als eine nette Geschichte zu erzählen. Der Film handelt von Beziehungen. Zwischen Mutter und Tochter. Zwischen Sohn und Mutter. Zwischen Jungen und Mädchen. Zwischen Tätern und Opfern. Er ist ein Bild der modernen (nicht nur) japanischen Gesellschaft, die geprägt ist von Druck und fehlendem Lob. Eine Gesellschaft, die sich zwangsläufig in stark und schwach teilt. Die Geschichte zeigt, wie die schwachen, gehänselten Kinder aufbegehren und stark sein wollen oder das die vermeintlich Starken eine Schwäche haben.

Diese Dualität zwischen der Symbolik als Bild der Gesellschaft und der Erzählung, die wie eine Reihe Dominosteine fortläuft, zeichnen den Film für mich aus.

Fazit: Ein schwerer und bedrückender Film, den ich eingeschränkt empfehlen kann. Nichts für jeden Tag, aber ein ausgewähltes Juwel.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Leben macht BOOM! 3. August 2011
Von HEAVENSHALLBURN TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Aus den asiatischen Ländern kommen Jahr für Jahr tonnenweise hervorragende Filme unterschiedlicher Genres. Korea, Hong Kong und Japan zählen hierbei für mich zu den absoluten Gewinnern. Das Problem dabei ist allerdings, dass eine nicht grade kleine Anzahl von Filmliebhabern (unter anderem aus meinem Freundeskreis) diese Tatsache noch nicht für sich entdeckt hat, beziehungsweise sogar bewusst einen großen Bogen um alles macht, was aus dem genannten Kontinent kommt. Die mehr oder weniger verständlichen Begründungen liegen hierbei in der Betonung der meist nicht so guten bis grottenschlechten deutschen Synchronisation, sowohl in der Auswahl der Stimmen, als auch aufgrund der Übersetzungen (was ich nachvollziehen kann) und in der Feststellung, man könne die SchauspielerInnen so schlecht voneinander unterscheiden. Dazu gibt es folgendes zu sagen: Wer guckt schon Filme in synchronisierter Fassung? Nimmt man zum Beispiel einen Streifen wie In the Mood for Love [2 DVDs], dann stellt sich doch die Frage, ob Chow und Li-zhen wirklich deutsch sprechen können oder sollten. Worauf ich hinaus will ist, dass eine deutsche Synchronisation Wong Kar-Wais Meisterwerk aus dem Jahr 2000 nur halb so gut erscheinen lässt, wie er in Wirklichkeit ist. Die beiden sprechen definitiv nicht deutsch. Sie stammen aus einem vollkommen anderen Kulturkreis, der meiner Meinung nach im Mittelpunkt dieser Liebesgeschichte steht. Der Film verliert in der synchronisierten Fassung an Reiz, mehr noch, er verliert an Authentizität. Wenn ich es richtig sehe, dann passt unsere Muttersprache mal so gar nicht, sowohl zu der asiatischen Form der Interaktion und Kommunikationsweise, der Redeweise- und Wendung, der Kleidung, der Art zu Wohnen, den kulinarischen Erzeugnissen, die dazugehörige Art der Zubereitung und der Weise zu essen und zu trinken, oder der besonderen Form der gegenseitigen Zuneigung der Menschen zueinander. Dies gilt für mich allerdings nicht nur für asiatische Filme, sondern für nahezu jeden Streifen aus den jeweilig anderen Kulturzusammenhängen. Die Melodie der asiatischen Sprachen unterscheidet sich so dermaßen von der deutschen oder englischen Sprache. Asiaten sagen nicht "das ist ja fett, Mann" oder "let's have a blunt, Baby" um im übertriebener Form darzustellen, worum es mir geht und womit ich dann bei dem zweiten Problem bin. Auch die Untertitel die benötigt werden, da wahrscheinlich nur wenige nicht Asiaten japanisch, chinesisch oder koreanisch sprechen und/oder dieses verstehen, lassen häufig zu wünschen übrig. Zu der zweithäufigsten Ausrede, man könne die DarstellerInnen nicht auseinanderhalten kann ich nur sagen: Übung macht den Meister....und beende damit eine etwas zu lang geratene Einleitung.

In den letzten Jahren sind es vorzugsweise die asiatischen Revenge - Streifen, die mich vollkommen begeisterten und die so herrlich anders waren, als zum Beispiel die europäischen Produktionen gleichen Genres. Insbesondere Lee Byeong-woos Mother, Jang Cheol-soos Bedevilled - Zeit der Vergeltung, oder natürlich Park Chan-wooks Oldboy (Einzel-DVD), um exemplarisch und nur zufälligerweise allesamt aus Korea stammende Filme, zu nennen, bereicherten das "Rache - Genre" und sorgten für einen, wenn auch nur kurzfristigen "Asia - Boom" und einen nicht immer nur plumpen europäischen oder amerikanischen Adaptionsversuch, hinsichtlich des filmischen Stils und der Umsetzung einer gnadenlosen Schwere, die die "asiatische Form der Rache" zu einer wahren Passion werden ließ.

Tetsuya Nakashimas Filme, wie Kamikaze Girls und vor allem Memories of Matsuko begeisterten mich schon über alle Maßen. Sowohl in Bezug auf die Grundidee und deren Umsetzung, der Überdrehtheit, als auch in der Nachhaltigkeit der erzählten Geschichten. "Confessions" reiht sich diesbezüglich nahtlos ein und ist erneut ein wirklich fast unbeschreibliches Meisterwerk geworden. Eine Sinnesexplosion in tausend Farben, künstlerisch betrachtet atemberaubend. Zeitlupen, Zeitraffer, Rückblenden als Stilmittel, Spiegelungen, unterschiedliche Kameraperspektiven, das Spielen mit Symbolen, der sparsame Gebrauch von expliziten Darstellungen, die reduzierte Verwendung von Musik und Klangcollagen als unterstützendes Element und insbesondere der dramaturgische Aufbau von "Confessions" beweisen, dass das Handwerk aus dem FF beherrscht wird. Hinzu kommt das schauspielerische Talent aller Beteiligten.

Der Film beginnt in einem japanischen Klassenzimmer. Die SchülerInnen sind unkonzentriert und zumeist mit sich selbst beschäftigt. Die Lehrerin Yuko Moriguchi beginnt einen minutenlangen Monolog und es dauert in der Tat eine ganze Weile, bis man vesteht, worum es geht. Sie versucht den SchülerInnen den Wert des Lebens zu vermitteln, jedoch bezieht sich der Gegenstand nicht auf eine vorbereitete Lehreinheit, sondern auf die Vergangenheit Yukos. Ihre Tochter wurde von zwei Schülern der Klasse ermordet. Man fand sie tot im schuleigenen Swimmingpool und Yuko weiss, wer die Täter sind. Sie nennt sie zunächst A und B. Yukos Ehemann verstarb zudem an AIDS, widerum eine tragische Geschichte, der genügend Platz eingeräumt wird, was auch notwendig ist. Denn Yuko sinnt nach Rache für den Tod der geliebten kleinen Tochter. Und der Plan ist perfide. A und B tranken Milch, in die Yuko, durch HIV infiziertes Blut füllte. In ihrem restlichen, noch verbleibenden Leben, sollen sich die Täter Gedanken über den Wert, nicht nur des eigenen Lebens machen. Sprachs und verschwindet, nicht ohne den SchülerInnen mitzuteilen, dass von nun an ein neuer Klassenlehrer den Unterricht übernhemen wird, in die Frühjahrsferien. Bis hierhin schon mal ein mächtiger Schocker, doch jetzt beginnt die Geschichte an Fahrt und Dynamik zuzulegen. Die beiden schuldigen Jungs, Schuya Wantanabe und Naoki Shimomura stehen im Mittelpunkt der nun folgenden Storyline. Beide nehmen ihr scheinbares Schicksal, bdeingt durch u.a. den sozialisatorischen Background, unterschiedlich wahr und auf. Beide Geschichten sind an Grausamkeit kaum zu überbieten. Die Bilder werden zunehmend ver- und zerstörender. In Rückblenden wird der Zuschauer in die Ursachen und in die Motivation der Tat eingeweiht, während der Film auf drei unterschiedlichen Ebenen weiterläuft. Sowohl Naokis, als auch Schuyas Familienkonstellationen werden beleuchtet, sowie ihre Reaktionen auf das vermeindliche Todesurteil. Auf einer dritten Ebene geht es um die anderen SchülerInnen der Klasse, um Mobbing, gegenseitige Schuldzuweisungen, Erniedrigungen und das Verhältnis zu dem neuen Klassenlehrer. Im Fokus dieser dritten Erzählkonstellation steht zunehmend die Schülerin Mitzuki Kitahara, die sich in einen der beiden Täter verliebt. Auf der mutmaßlichen Zielgeraden geht es um das Geständnis der jeweiligen Hauptakteure. Geständnisse, hinsichtlich des eigenen Lebens, welches zu dem feigen Mord führte, bzw. um den Plan, der schlußendlich in die Rache mündet. Und am Ende ist dann alles anders, als man es gedacht und erwartet hat und zurück bleibt die Feststellung, dass die Uhr zwar falsch herum laufen, die Zeit aber nicht zurückgedreht werden kann, was insbesondere Shuyas Geschichte zu einer Tragödie werden lässt.

Um es salopp auszudrücken, "Confessions" ist ein wirklicher Knaller und für mich Highlight des diesjährigen Kinosommers. Die Art und Weise, wie Tetsuya Nakashima unterschieldiche Darstellungsformen integriert, vom Theater und der Oper beeinflusste Settings und kamerspielartigen Sequenzen, ist atemberaubend. Viele, die seine Filme vorher schon mochten, werden auch "COnfessions" lieben und vielleicht sorgt dieser Film ja auch dafür, dass bisher "Asia - Unwillige" über ihren Schatten, in Bezug auf die einleitenden Gründe springen und diesem Juwel eine Chance geben. Vedient hätte er es allemal.

Natürlich bezieht sich diese Rezension nicht auf die deutsche DVD VÖ, dauert ja schließlich noch bis zum Winter diesen Jahres, bis "Confessions" auf dem hiesigen Markt releast wird. Grundlage ist die Kinofassung (Orginal mit UT) und damit sollte klar sein, dass es sich bei dieser Kritik um eine reine Filmkritik handelt. Einen Import aus u.a. England gibt es bereits.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
filmisches juwel aus japan. 14. Dezember 2011
Von Frank Linden TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
lehrerin moriguchi hat ihren letzten tag an der schule.
sie nutzt die gelegenheit den schülern eine geschichte zu erzählen.
die geschichte vom tot ihrer kleinen tochter.
dabei macht sie auch bekannt das 2 schüler aus dieser klasse für den tot der tochter verantwortlich seien.
obwohl sie die namen der betreffenden nicht nennt ist anhand der erzählungen schnell klar um wenn es sich handelt.
shuya und naoki, die unterschiedlicher nicht sein können, werden von den klassenkameraden als killer identifiziert.
als ob das nicht genug wäre verkündet moriguchi anschliessend noch das sie die milch der beiden mit HIV infiziertem blut vergiftet hat.
mit ihrem handeln löst moriguchi reaktionen in der klasse aus die sich bald verselbstständigen.
shuya, naoki und die neutrale mitzuki werden geschnitten, gemobbt und verachtet.
dann kommt was kommen muss und die lage eskaliert.

die darsteller liefern allesamt eine klasse leistung ab.
die dialoge wirken authentisch und stimmig.
die story ist spannend, erschütternd und fesselnd.
der soundtrack ist spitze.

dieses ungewöhnliche juwel aus japan ist ein echter geheimtipp.
anhand von "geständnissen" aller beteiligter wird der plot zu einer stimmigen story verwoben der man sich nicht entziehen kann.
der mix aus drama, highschoolfilm und rachethriller kann zu hundert prozent überzeugen und ist nicht nur für fans des asia cinema geeignet.
allerdings muss ich empfehlen den film in japanisch mit deutschen untertiteln zu schauen.
erstens ist die atmosphäre so intensiver und zweitens ist die deutsche synchro nicht so passend.
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