Céline's Verleger schickt diesen zur Verkaufsförderung zu einem Interview mit einem 'Professor Y', der wie sich später herausstellt gar kein Professor, sondern Oberst ist. Als Interviewpartner ist dieser Oberst denkbar ungeeignet, nicht nur, dass ihm keine Fragen einfallen, er muss auch noch ständig auf Toilette. Céline beantwortet in diesem Gespräch seine selbst gestellten Fragen und erklärt, warum er der 'große Erneuerer' der französischen Sprache ist: Er bringt die Emotionalität in die geschriebene Sprache. Damit wird der 'alte Roman' durch den Roman mit 'emotionalem Stil' abgelöst.
Das Interview endet, wie bei Céline nicht anders zu erwarten, in einer Katastrophe: Der Oberst ist völlig betrunken, muss ständig aufs Klo (wenn er''s denn schafft) und Céline will ihn nur noch loswerden. Dies gelingt ihm indem er den Oberst im Haus seines Verlegers abgibt.
Die 'Gespräche mit Professor Y' sind wegen des hohen Unterhaltungswertes ein Lesevergnügen. Man erfährt mehr über Célines Stil, über die drei Punkte u.s.w. Das Buch ist sehr zu empfehlen.