Anfang letzter Woche habe ich mir Neale Donald Walsch`s dritten Band der Gespräche als Taschenbuch zugelegt und zur Brust genommen. Ja, ich habe es mir wirklich "zur Brust genommen" - das ist bei diesem Walsch sogar noch nötiger als bei Band 1 oder Band 2. Wobei ich das bitte richtig verstanden haben möchte: Walsch hat einen absolut verständlichen Stil, aber was er sagt, hat verdammt viel Substanz und regt sehr zum Mitdenken während dem Lesen an. Einfach nur runterlesen? Nein, was Neal Donald Walsch schreibt ist keine "les ich mal weg" Lektüre.
Das Buch ist in einem "Frage/Antwort" Stil geschrieben und ist zeitweise überlappend mit den anderen beiden Bänden entstanden (jedes Buch wurde an einem Osterfeiertag begonnen).
Was mich persönlich lange Zeit von Band 1 abgeschreckt hat, ist die Tatsache das es sich um ein "quasi gechanneltes" Buch handelt, daher auch der Titel "Gespräche mit Gott". Wenn man diese Tatsache akzeptieren,
vergessen oder verdrängen kann, hat man eine wirklich spannende Lektüre vor sich. Und ja, trotz der seltsamen Entstehungsgeschichte habe ich den Eindruck, dass es sich um ein authentisches Werk handelt.
Worum geht es in dem Buch? Es geht ums Leben selbst, dieses Mal in einem universelleren, kosmischen Maßstab. Ich denke von allen drei Büchern fordert es dem leser am meisten ab.
Es geht konkret um Manifestation, den Tod, Elternschaft, alte Zivilisationen, Matriachart, Satan .... Eine Vielzahl von Themen, die aber allesamt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger oder hinter dem Schutze einer falschen Heiligkeit formuliert werden.
Auch wer Band 1 und Band 2 schon besitzt, kann und sollte sich diesen Band zulegen, bzw. lesen. Vieles aus den beiden ersten Bänden wird nocheinmal aufgegriffen und vertieft, es wird nichts Altes lediglich aufgewärmt.
Für mich aber das Fasziniernste auch an diesem Buch: Neale Donald Walsch sagt, was er sagen will, ohne dabei als neuer "Messiahs" aufzutreten. Ich glaube, er ist ein Mann mit unglaublch viele Fehlern und an einer Stelle sagt er auch: "Man soll lehren, was man selbst noch lernen muss". Eigentlich ein Widerspruch in sich, aber bei längerem Nachdenken wahr.
Ein ser weises Buch, von einem interessantem Menschen geschrieben - aber, eine Warnung muß sein - KEIN EASY READING. Mitdenken MUSS sein. Aber eigentlich muss es das immer, oder?