Lange her, dass mir so ein erfrischendes Buch zwischen die Finger geraten ist. Benton, dem Protagonisten, passieren ununterbrochen Dinge, die an Skurrilität kaum zu überbieten sind. Seine Verlobte vergisst am Vorabend der Hochzeit ihren Hausschlüssel, versucht über das Fenster einzusteigen, fällt hinab, bricht sich die Wirbelsäule und erfriert. Kurz darauf lernt er eine neue Freundin kennen, indem er einen Selbstmordversuch von deren Katze vereitelt - es sei insgesamt schon der fünfte gewesen, meint die neue Freundin. Deren Vater wird bald darauf vom Zug angefahren, überlebt, stirbt aber dann am Herzinfarkt, und, und, und...
Klingt überdrehter als ein Screwball-Movie von Wilder. Ist es auch. Dabei aber unfassbar komisch geschrieben, wobei die Komik aus der stoischen Nüchternheit resultiert, mit der die Dinge beschrieben werden. Mir gefiel auch die Unvorhersehbarkeit, mit der sich die Absurditäten ereignen, ohne groß eingeleitet oder unterschwellig angekündigt worden zu sein. Das erinnert an Douglas Adams in seinen besten Büchern. Handelte es sich um einen Film, würde man wohl sagen, "er ist rasant geschnitten". Also ein besonders temporeiches Buch. Ohne großen literarischen Anspruch, dafür um so lustiger!
Was das Ganze mit einem Igel zu tun hat? Nicht viel und auch das erst ganz am Ende des Buchs.