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Gespenster in Breslau: Kriminalroman: Ein Kriminalroman mit Eberhard mock
 
 
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Gespenster in Breslau: Kriminalroman: Ein Kriminalroman mit Eberhard mock [Taschenbuch]

Marek Krajewski , Paulina Schulz
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423211504
  • ISBN-13: 978-3423211505
  • Originaltitel: Widma w miescie Breslau
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.742 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Marek Krajewski
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die Romane des Polen, Jahrgang 1966, spiegeln die grauenhafte Jetztzeit des Erzählens gern und gekonnt an Gräueln früherer Epochen und Literaturen. Seine brutalen Geschichten um den reichlich unsympathischen Kriminalrat und späteren Abwehroffizier Mock bedienen sich ausgiebig bei Homer, Ovid und Horaz.«
Die Welt 06.06.2008

»Spannend, voller Gefühl und gut recherchiert erweist sich auch der neue Roman als absoluter Liebhaberkrimi. Schon nach den ersten Seiten fühlt sich der geschichtlich-interessierte Leser in die Vergangenheit versetzt, hält bei der unabänderlich voranschreitenden Handlung mitfühlend den Atem an und hofft auf absolut durchgreifende Gerechtigkeit. Handlung und Charaktere sind brillant auf das entsprechende Zeitgeschehen abgestimmt. Menschlichkeit und kriminalistischer Spürsinn halten sich geschickt die Waage.«
paashaas.de 05.05.2008

»…großartig, um nicht zu sagen: »gespenstisch«.«
literaturkritik.de 14.02.2008

»Ein spannender, atmosphärisch gelungener Roman, bei dem es dem Leser nicht nur darauf ankommt, den Mörder und seine Beweggründe zum Morden herauszufinden, sondern auch den psychologisch höchst komplizierten, aber dennoch sehr sympathischen Mock zu analysieren.«
Preußische Allgemeine Zeitung 09.02.2008

»Packend, mitreißend und existentiell!«
cosmos-apotheke-mannheim.de 06.02.2008

»Ein im Ersten Weltkrieg traumatisierter Soldat, der als Polizist in prekärer Zeit prekär seinen Job macht und seine Obsessionen auslebt, weil er es in seinem Beruf kann. Das ist ungehobelt, unbequem, völlig unkorrekt, grobianistisch und sensibel und hoch faszinierend. Und eine - rückwärts erzählte – Chronik des »deutschen« Breslau aus polnischer Perspektive.«
Thomas Wörtche, Meier – Das Stadtmagazin, 2007/12

»Autor Krajewski ist Altphilologe und lehrt an der Universität Wroclaw – deshalb verfügt sein Held Mock über eine klassische Bildung. Aber Krajewski schreibt nicht wie ein Professor, sondern erzählt wie ein abgefeimter Homer des Bösen – großartig.«
Bücher Okt./Nov. 2007

»Natürlich sind Krajewskis Romane kein getreues historisches Sittengemälde des realen wie versunkenem Breslau. Man darf sie als eine düstere Moritat goutieren, als literarisches Spiel mit einem wiederbelebten Populärgenre mit all der übertriebenen Gestik, die dazugehört. Die Geschliffenheit der Sprache – in der wunderbaren deutschen Übersetzung von Paulina Schulz – und die Vorliebe des Autors und seiner Figuren für lateinische Zitate verleihen der Lektüre dabei das dezente Gepräge feiner intellektueller Ironie.«
die tages­­­­zeitu­­­­­­ng 07.10.2007

»Man selbst kann sich in der Sofaecke zurücklehnen und sich amüsiert ein bisschen gruseln lassen, ohne wirklich Angst vor schlechten Träumen haben zu müssen. Die überlasse man getrost dem Herrn Mock.«
die tages­­­­zeitu­­­­­­ng 06.10.2007

»Ebenfalls ein heikles Stück deutscher Geschichte thematisiert der dritte Teil von Marek Krajewskis Romantetralogie um den Exzentriker Eberhard Mock, der vor akribisch reanimierter Kulisse im deutschen Breslau ermittelt: ›Gespenster in Breslau‹ spielt 1919, im April 2008 schließt die Reihe mit ›Festung Breslau‹ ab, der von der dreimonatigen Schlacht 1945 handelt, die in der Kapitulation der Stadt endete.«
Die Welt 29.09.2007

»'Retro-Krimis' nennen einige polnische Rezensenten die Mock-Romane. Das muss nicht abfällig verstanden, sondern darf in zweifachem Sinne anerkennend ausgelegt werden. Zum einen hat Krajewski dem in Polen relativ jungen Thriller-Genre eine historische Tiefenschärfe angedeihen lassen, die bislang die absolute Ausnahme war. Zum anderen hat er es sprachmächtig und wissenschaftlich korrekt bis hin zum ausführlichen Verzeichnis historische Straßennamen vermocht, deutsche Prägungen einer Stadt zum Leben zu erwecken, die es so nicht mehr gibt. Nicht nur hinsichtlich dieser Vergänglichkeitsbeschwörung anverwandelt sich Krajewski auf das Löblichste dem Geist des deutschen Barock in Breslau.«
welt.de 21.12.2006

»In Polen kann nur einer kultige Krimis schreiben: Marek Krajewski.«
Metropol

»Das schriftstellerische Können Krajewskis beruht darauf, dass er nicht nur einen psychologisch und intellektuell plausiblen Protagonisten entwirft, sondern diesen auch überzeugend in die Stadt, wie sie vor beinahe hundert Jahren existierte, hineinsetzt. Wir haben die schwüle Atmosphäre Breslaus nach dem Ersten Weltkrieg, den innerlich zerrissenen Helden mit einem Alkoholproblem und sonderbaren sexuellen Vorlieben und einen Mörder mit einer wahnsinnigen Philosophie. Es fällt schwer, dieses Buch nicht in einem Stück zu Ende zu lesen.«
Dziennik Lódzki

»Die unheimliche Atmosphäre, das psychologisch hervorragende Porträt des Protagonisten, die faszinierend dunklen Seiten der menschlichen Natur, Bezüge zur Antike, lateinische Zitate – das dritte Buch des Autors beweist eine, das sage ich ganz bewusst, meisterhafte Feder. Marek Krajewski hat mit seiner Reihe über die düstere Vorkriegsstadt einen Volltreffer gelandet. Es scheint, als würde die Stadt, je weiter wir in der Zeit zurückgehen, immer unheimlicher, als eröffnete sie uns immer tiefere Unterwelten, in denen dunkle Geheimnisse verborgen liegen.«
Gazeta Wyborcza

Kurzbeschreibung

Eberhard Mock ermittelt wieder

Breslau 1919. Auf einer der Oder-Inseln werden die grässlich zugerichteten Leichen von vier jungen Männern entdeckt, die Matrosenmützen tragen. Bei ihnen findet Kriminalassistent Eberhard Mock eine an ihn adressierte Notiz: Er solle sich zu seinem Fehler bekennen und anfangen zu glauben. Auf der Suche nach dem Mörder gerät Mock in Bordelle und Spelunken und stößt schließlich auf eine Geheimgesellschaft, die ihn im Visier hat. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dem interessierten Krimipublikum ist er längst ein Geheimtipp: der Pole Marek Krajewski mit seinen historischen Kriminalromanen um den Kriminalpolizisten Eberhard Mock. Im hier zu besprechenden Band führt Krajewski sein Lesepublikum zurück in die Anfänge der polizeilichen Tätigkeit seines Protagonisten. Nach der Lektüre dieses in der zeitlichen Reihenfolge der Handlungen ersten Bandes der Tetralogie wird dem Leser vieles deutlich über den Werdegang und die dramatische Geschichte eines ganz außergewöhnlichen Polizisten. Der Vollständigkeit halber soll hier einmal diese zeitliche Reihenfolge dokumentiert werden:

1. Gespenster in Breslau, DTV 2007, spielt im September 1919
2. Der Kalenderblattmörder, DTV 2006, spielt im Jahr 1927
3. Tod in Breslau, BTB 2002, spielt im Jahr 1933
4. Festung Breslau. DTV 2008, spielt in den letzten Tagen der Nazibesatzung Polens und ist für den mittlerweile 62-jährigen Eberhard Mock der letzte Fall

Eberhard Mock, 1883 geboren, hat wie viele andere als Soldat im Ersten Weltkrieg gedient. Zuvor hatte er eine humanistische Bildung genossen, mit Latein, Griechisch- und Philosophieunterricht und danach ein Studium absolviert. Eberhard Mock ist gebildet, und in Stresssituationen, "wenn er wütend oder irritiert war, pflegte er sich an antike Gedichte zu erinnern, die er als Gymnasiast und später als Student analysieren musste. Er erinnerte sich an die damals auswendig gelernten Phrasen des Seneca, an die leichten Hexameter des Homer, an die klangvollen Verse des Cicero."

Mock ist , wie so viele andere Kriegsteilnehmer, immer noch traumatisiert von dem, was er erlebt hat auf den Schlachtfeldern. Er leidet unter nächtlichen Alpträumen, und versucht, gerade erst in den Polizeidienst eingetreten und beim Sittendezernat arbeitend, seine Schlaflosigkeit mit Alkohol und Exzessen mit den Nutten zu übertünchen, die er kontrollieren soll. Immer wieder träumt er von einer rothaarigen Krankenschwester, von der er glaubt, dass sie ihm in einem Lazarett nahe war und die ihm zur Obsession wird. Er lebt mit seinem Vater, einem ehemaligen Schuhmacher zusammen in einer Wohnung über dem ehemaligen Metzgerladen seines Onkels in Breslau. In seinem Assistenten Smolorz hat Eberhard Mock einen absolut loyalen Kollegen, der ihm inner- und auch außerdienstlich Tag und Nacht unter die Arme greift.

Vier Matrosen werden hingeschlachtet auf einer Oderinsel gefunden. An ihren übel zugerichteten, fast nackten Körpern findet sich eine Botschaft an den Kriminalassistenten Mock:
"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Mock, gesteh Deinen Fehler ein; gesteh, dass Du endlich glaubst. Und wenn Du keine Toten mehr sehen willst, gesteht Deinen Fehler ein."

Weil sein Vorgesetzter, der neue Kommissar Mühlhaus sich denken kann, daß Mock unter diesen Umständen private Ermittlungen aufnehmen wird, versetzt er ihn zur Mordkommission, um ihn in die offizielle Fahndung einzubinden. Es geschehen noch etliche weitere Morde, immer wieder verbunden mit dieser Botschaft. Mock und seine Leute ermitteln im Rotlichtmilieu, und Krajewski gelingt es, dem Leser ein eindrucksvolles Bild von dem Leben in der Halbwelt einer großen Stadt kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zu zeichnen. Doch Krajewski beschreibt auch die politische Situation der damaligen Zeit, als sich, wie in ganz Deutschland, kommunistisch gesinnte und nationalistisch orientierte Gruppen in Kneipen und auf den Straßen zum Teil heftige Auseinandersetzungen boten. Ein Vorgeschmack auf die Weimarer Zeit (vgl. "Der Kalenderblattmörder" und den beginnenden Faschismus (vgl. "Tod in Breslau").

Im Vordergrund der Handlung steht allerdings die schrittweise und sehr spannend konstruierte Auflösung jenes Geheimnisses aus der Vergangenheit Mocks, auf die der skrupellose Mörder in seinen Botschaften an Mock rekurriert. Krajewski führt den Leser in ein Milieu von Wissenschaftlern ein, die in einer okkulten Mischung von modernen Lehren versuchen, die Seelenenergie von Menschen zu manipulieren.
Steht Mock zu Anfang noch völlig ratlos vor diesen seltsamen Phänomenen, stellt sich im Laufe des Buches dem aufmerksamen Leser zunächst als vage Vermutung , später dann als zunehmenden Sicherheit heraus, daß der Autor jener geheimnisvollen Botschaften ganz in Mocks Nähe zu suchen ist.

Ein spannender Kriminalroman, den auszeichnet, was einen historischen Kriminalroman zu einem wirklich guten macht: ausgezeichnete Recherche und das Schildern einer Zeit und ihrer Menschen auf eine Weise, dass man als Leser den Eindruck hat, man wäre selbst dabei gewesen.

Wer den polnischen Autor Krajewski mit diesem Buch entdeckt, sollte sich die anderen Bücher von ihm nicht entgehen lassen, und unbedingt mit dem nächsten in der zeitlichen Reihenfolge weitermachen, dem "Kalenderblattmörder". Wer Krajewskis beiden ersten auf deutsch erschienenen Romane mit Eberhard Mock schon kennt, dem ist dieses neue Buch ein aufschlussreiche Reise in die Vergangenheit eines beeindruckenden Kriminalkommissars.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mit das Beste 9. Dezember 2011
Von Rieger
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Mein erster Krajewski war '"der Kalenderblattmörder" ' und danach musste ich mir sofort alle weiteren Bände kaufen, um sie in der 'richtigen' Reihenfolge lesen zu können.
Denn so einen Serien-'Helden' hat es bisher noch nicht gegeben. Dieser Eberhart Mock, der saufende, schlagende, korrupte feinfühlige, verzweifelte, kluge und unbeherrschte Kriminalbeamte ist nicht wirklich sympathisch, er ist vielmehr 'echt' und so zieht dieser schwierige Charakter den Leser in seinen Bann.
Dazu kommt noch die Meisterschaft Krajewskis, das Breslau der Zwischenkriegszeit unglaublich farbig entstehen zu lassen, und nicht zuletzt seine Kunst aus dieser Konstellation echte Spannung zu erzeugen.
Diese Krimis, die bewusst ein wenig sperrig daherkommen, gehören für mich zu den Besten überhaupt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend! 3. Mai 2010
Format:Taschenbuch
Das - chronologisch gesehen - erste Buch über Eberhard Mock ist meiner Meinung nach auch das Beste. Atmosphärisch dicht beschreibt es ein äußerst morbides und verkommenes Bild von Breslau und seinen Bewohnern kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Zwar entspringt dieses Bild der Phantasie des Autors, Breslau war bei Weitem nicht so schlimm, wie es hier gezeichnet wird, jedoch versteht es Marek Krajewski dies meisterhaft zu beschreiben. Man fühlt sich sofort in diese Szenerie hinein versetzt. Während der gesamten Lektüre ist man gefesselt und fiebert mit der durchaus nicht sehr sympathischen Hauptfigur mit. Das Ende lässt einen aufgewühlt zurück wie selten ein Buch und macht einfach nur Lust auf mehr. Mehr Eberhard Mock.
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