Unweit der Insel Taishu ist eine uralte Drachin mittels magischer Ketten an den Meeresgrund gefesselt. Nur eine Handvoll Mönche vermögen das magische Gefängnis aufrecht zu erhalten'
Chien Hua, der das Amt des Kaisers bekleidet, wird von Rebellen aus seinem Palast und durch das halbe Land gejagt. Mit Mühe gelingt ihm und einem Teil seines Hofstaates die Flucht auf die Insel Taishu.
Dort wird in einem Stollen die Jade für das gesamte Kaiserreich abgebaut. Isst man diese, verleiht sie ein ungewöhnlich langes Leben und schier unbegrenzte Macht'
Yu Shan, ein Minenarbeiter findet einen ungewöhnlichen, riesigen Jadestein, den er persönlich dem Kaiser überbringen will. Er weiß aber nicht, dass sich der Regent auf der Flucht befindet- und bald auf seine Hilfe angewiesen sein wird'
Han, ein junger Mann wird von Piraten entführt und auf eine weit entfernte Insel gebracht. Dort wird er Zeuge eines Massenmordes. Die Opfer sind allesamt Mönche, die sich zwar heftig zur Wehr setzen, ihrem Schicksal jedoch nicht entkommen können. Nur ein Schmied erkennt das wahre Ausmaß des Gemetzels und beginnt, schwere Ketten für Han zu schmieden, denn nur er vermag die Drachin im Zaum zu halten- doch ihm fehlt noch die nötige Stärke'
'Geschmiedet in Feuer und Magie' von Daniel Fox ist ein außergewöhnlich komplexer Roman, bei dem viele kleine Handlungsstränge parallel laufen, sich kreuzen und teilweise sogar geschickt verbinden. Obwohl sich die einzelnen Personen in unterschiedlichen Regionen aufhalten und nichts miteinander zu schaffen haben, sind sie doch allesamt wichtig für den Verlauf der Geschichte.
Die vielen Charaktere tragen deshalb ebenso zur Spannung bei, wie die ungemein gut geschriebene Story. Man findet zwar anfangs etwas träge in die Geschichte hinein- wegen der ähnlich klingenden Namen- dies legt sich aber nach den ersten Kapiteln.
Das Buch spielt in einer Welt, die dem alten China nachempfunden wurde (mein Eindruck)- mit allem Drum und Dran: Jade, Kaiser, Drachen'
Leider wird Letzterer sehr selten erwähnt und wird erst kurz vor dem Ende des Buches so richtig in Szene gesetzt.
Das einzige, was mir sauer aufgestoßen ist, ist die Detailverliebtheit und der träge Aufbau der Geschichte, der einige langatmige Passagen beinhaltet.
Der Cliffhanger am Schluss lässt auf einen guten zweiten Teil hoffen, der vielleicht mit ein wenig mehr Action aufwarten kann.
Mein Fazit: Eine durchaus interessante Geschichte, die durch die im Hintergrund aufgebaute Spannung lebt, sich sehr am alten China orientiert und Charaktere beinhaltet, die ihr Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft haben.
Empfehle es allen, die fernöstliche Geschichten und einen langsamen Storyaufbau mögen.