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Der Geschmack von Apfelkernen
 
 
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Der Geschmack von Apfelkernen [Taschenbuch]

Katharina Hagena
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (179 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 254 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1. (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041495
  • ISBN-13: 978-3462041491
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (179 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.381 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Katharina Hagena
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Am liebsten würde ich es ganz kurz machen und einfach nur sagen: Bitte unbedingt lesen. Diese Geschichte nimmt einen auf und trägt einen fort. (Christine Westermann in Frau TV, WDR)

'Der Geschmack von Apfelkernen' ist ein Genuss. (Martin Walser)

Es duftet nach Sommer, nach Äpfeln und Johannisbeeren. 'Der Geschmack von Apfelkernen' ist süß und zugleich bitter. Es ist ein trauriges, aber tröstliches Buch der Erinnerung geworden. (Martina Meister, Die Zeit)

Katharina Hagenas Roman ist eine einfühlsame Familiengeschichte ohne Klischees und voller Gegenwart. Ein Buch über das Erinnern und Vergessen. (Stern)

Mit 'Der Geschmack von Apfelkernen' ist ihr ein tolles Debüt gelungen. (Christoph Haas, Süddeutsche Zeitung)

Erzählt wird von Liebe, Tod, Ferien, unehelichen Kindern, Pubertätsnöten, dunklen Geheimnissen und Apfelbäumen, kurz: von allem, was das Leben ausmacht. Die Sprache des Romans ist schön klar und der leicht ironische Unterton der Ich-Erzählerin gelungen. (Anne Nordmann, taz)

Es liegt an Hagenas Gabe, aus dem Bitteren das Besondere zu machen, dass man sofort jeden einzelnen dieser tränenreichen Sommer kosten will. (Brigitte)

Kurzbeschreibung

Auf Anhieb ein sensationeller Erfolg - mehr als 250.000 verkaufte Exemplare.

Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Groß­mutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen - bewegend, herrlich komisch und klug. Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und wollte sie Iris noch etwas sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.


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62 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nicht nur das Vergessen ist eine Form des Erinnerns, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens, 12. Januar 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Dieses Buch der in Hamburg lebenden Autorin Katharina Hagena ist eines der schönsten, die ich im vergangenen Herbst gelesen habe. Sie erzählt darin die Geschichte von Iris, eine jungen Frau, die sich nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha damit konfrontiert sieht, dass diese ihr das Haus vererbt hat, in dem sie lange lebte und das Iris aus ihrer Kindheit sehr gut kennt.

Eigentlich will sie nur ein paar Tage von ihren Job als Bibliothekarin im Süddeutschen wegbleiben, um dort im Norddeutschen die erblasserischen Angelegenheiten zu klären. Doch als sie beginnt, durch die Zimmer des großmütterlichen Hauses zu streifen und insbesondere durch den mittlerweile verwilderten Garten, da beginnt sie sich zu erinnern.

Und Katharina Hagena setzt sie mit einer wunderbaren und poetischen Sprache voller Hinter- und Tiefsinn nicht nur auf die Spur in die eigene Kindheit, sondern auch in die Geschichte ihrer Verwandtschaft:

"Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens."

Diese Seelenarbeit ihrer Protagonistin, an der die Autorin ihre Leser teilhaben lässt, hat etwas Heilendes. Sie schließt ab und öffnet zugleich Neues, auch im Leben von Iris, die bei ihrem Aufenthalt im Ort der Kindheit dem jungen Anwalt, der die Erbsache bearbeitet, näher kommt, und mit ihm eine Geschichte beginnt, die sie nie für möglich gehalten hätte ...

Ein schönes Buch, das nicht umsonst bis zum heutigen Tag zwölf (!) Auflagen erlebt hat. Ich warte gespannt auf das nächste Buch dieser Autorin, die mich mit ihrem Buch so berührt hat.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Erinnerungskunst, 26. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Apfelkernen (Taschenbuch)
Ein sympathischer Familienroman. "Der Geschmack von Apfelkernen" reißt einen schnell hinein, Bertha, die Großmutter der Protagonistin Iris, ist gestorben. Die Familie trifft sich zur Beerdigung. Andeutungen von anderen Todesfällen in der Familie, die Testamentseröffnung, alles verlockt zum Weiterlesen. Iris erbt das Haus. Mit ihr betritt man dann das alte Haus, öffnet Schränke, bewundert - oder fürchtet sich vor - dick geschichteten Netzen von Spinnen und folgt den Erinnerungen an die Großmutter, deren Töchter, folgt den Spuren zu einem furchtbaren Todesfall. Und es gibt dann natürlich auch noch eine Liebesgeschichte. Zwischendurch legt man das Buch immer wieder aus der Hand, weil die lang gedehnten Beschreibungen ermüden und langweilig werden, dann plötzlich taucht immer wieder ein wunderbares Bild darin auf, das das Haus und die Figuren sehr lebendig werden lassen, die Großmutter mit ihrem Netz aus Runzeln ... und man liest mit Lust dann doch wieder weiter. Ein altes Haus kann Erinnerungen in Gang setzen, Geschichten in sich bergen, auch unheilvolle. Das kennt man auch aus anderen Romanen und es ist ein mitreißendes Thema. Würde gern noch mehr davon lesen, gerne auch Krimis oder Thriller. So wie diese spannende Geschichte aus einem schwäbischen Dorf Kleiner toter Vogel. Thriller oder - das ist allerdings kein Thriller - das wunderbare Buch über ein Haus von Jenny Erpenbeck Heimsuchung: Roman ...
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Vergessen und das Erinnern, 10. August 2008
Ein Roman über das Vergessen und das Erinnern.

Interessanterweise wird man die bisweilen sehr triviale Story schnell vergessen - an das Buch wird man sich dennoch erinnern.

Zugegeben, anfangs ist der Roman recht langweilig, gar gelangweilt präsentiert. Recht verwirrend sind auch die nicht prägnant dargestellten Verhältnisse zwischen den Personen -- Wer war noch gleich die Mutter? Ist das nun die Tante oder die Kusine der Schwester? Zurückblättern wäre hier zu empfehlen...

Alles in allem daher ein mäßiger, etwas frustrierender Anfang.

Glücklicherweise wird das Buch besser.

Die Story kommt voran, man schließt die Erzählerin ins Herz und -- wer verliebt sich nicht in die wunderbare Poesie, den leisen Humor und den gekonnten, originellen Sprachumgang der Autorin?

Somit kann man sich für diesen Roman durchaus begeistern; vor allem sollte man sich nicht durch den etwas zähen Beginn entmutigen lassen.
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