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Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen - bewegend, herrlich komisch und klug. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
62 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur das Vergessen ist eine Form des Erinnerns, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Apfelkernen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch der in Hamburg lebenden Autorin Katharina Hagena ist eines der schönsten, die ich im vergangenen Herbst gelesen habe. Sie erzählt darin die Geschichte von Iris, eine jungen Frau, die sich nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha damit konfrontiert sieht, dass diese ihr das Haus vererbt hat, in dem sie lange lebte und das Iris aus ihrer Kindheit sehr gut kennt.Eigentlich will sie nur ein paar Tage von ihren Job als Bibliothekarin im Süddeutschen wegbleiben, um dort im Norddeutschen die erblasserischen Angelegenheiten zu klären. Doch als sie beginnt, durch die Zimmer des großmütterlichen Hauses zu streifen und insbesondere durch den mittlerweile verwilderten Garten, da beginnt sie sich zu erinnern. Und Katharina Hagena setzt sie mit einer wunderbaren und poetischen Sprache voller Hinter- und Tiefsinn nicht nur auf die Spur in die eigene Kindheit, sondern auch in die Geschichte ihrer Verwandtschaft: "Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens." Diese Seelenarbeit ihrer Protagonistin, an der die Autorin ihre Leser teilhaben lässt, hat etwas Heilendes. Sie schließt ab und öffnet zugleich Neues, auch im Leben von Iris, die bei ihrem Aufenthalt im Ort der Kindheit dem jungen Anwalt, der die Erbsache bearbeitet, näher kommt, und mit ihm eine Geschichte beginnt, die sie nie für möglich gehalten hätte ... Ein schönes Buch, das nicht umsonst bis zum heutigen Tag zwölf (!) Auflagen erlebt hat. Ich warte gespannt auf das nächste Buch dieser Autorin, die mich mit ihrem Buch so berührt hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Erinnerungskunst,
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Apfelkernen (Taschenbuch)
Ein sympathischer Familienroman. "Der Geschmack von Apfelkernen" reißt einen schnell hinein, Bertha, die Großmutter der Protagonistin Iris, ist gestorben. Die Familie trifft sich zur Beerdigung. Andeutungen von anderen Todesfällen in der Familie, die Testamentseröffnung, alles verlockt zum Weiterlesen. Iris erbt das Haus. Mit ihr betritt man dann das alte Haus, öffnet Schränke, bewundert - oder fürchtet sich vor - dick geschichteten Netzen von Spinnen und folgt den Erinnerungen an die Großmutter, deren Töchter, folgt den Spuren zu einem furchtbaren Todesfall. Und es gibt dann natürlich auch noch eine Liebesgeschichte. Zwischendurch legt man das Buch immer wieder aus der Hand, weil die lang gedehnten Beschreibungen ermüden und langweilig werden, dann plötzlich taucht immer wieder ein wunderbares Bild darin auf, das das Haus und die Figuren sehr lebendig werden lassen, die Großmutter mit ihrem Netz aus Runzeln ... und man liest mit Lust dann doch wieder weiter. Ein altes Haus kann Erinnerungen in Gang setzen, Geschichten in sich bergen, auch unheilvolle. Das kennt man auch aus anderen Romanen und es ist ein mitreißendes Thema. Würde gern noch mehr davon lesen, gerne auch Krimis oder Thriller. So wie diese spannende Geschichte aus einem schwäbischen Dorf Kleiner toter Vogel. Thriller oder - das ist allerdings kein Thriller - das wunderbare Buch über ein Haus von Jenny Erpenbeck Heimsuchung: Roman ...
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Vergessen und das Erinnern,
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Apfelkernen (Gebundene Ausgabe)
Ein Roman über das Vergessen und das Erinnern.Interessanterweise wird man die bisweilen sehr triviale Story schnell vergessen - an das Buch wird man sich dennoch erinnern. Zugegeben, anfangs ist der Roman recht langweilig, gar gelangweilt präsentiert. Recht verwirrend sind auch die nicht prägnant dargestellten Verhältnisse zwischen den Personen -- Wer war noch gleich die Mutter? Ist das nun die Tante oder die Kusine der Schwester? Zurückblättern wäre hier zu empfehlen... Alles in allem daher ein mäßiger, etwas frustrierender Anfang. Glücklicherweise wird das Buch besser. Die Story kommt voran, man schließt die Erzählerin ins Herz und -- wer verliebt sich nicht in die wunderbare Poesie, den leisen Humor und den gekonnten, originellen Sprachumgang der Autorin? Somit kann man sich für diesen Roman durchaus begeistern; vor allem sollte man sich nicht durch den etwas zähen Beginn entmutigen lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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