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Der Geschmack des Ostens. Vom Essen, Trinken und Leben in der DDR
 
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Der Geschmack des Ostens. Vom Essen, Trinken und Leben in der DDR [Gebundene Ausgabe]

Jutta Voigt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 214 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer; Auflage: 3 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3378010762
  • ISBN-13: 978-3378010765
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 511.691 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jutta Voigt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Man ist, was man ißt. Broiler, Letscho und Bambina: Jutta Voigt sucht nach dem Geschmack des Ostens, in dem sich Kultur und Alltag eines ganzen Landes spiegeln.

Die DDR ist untergegangen und mit ihr die Durchreicheküchen der Plattenbauten, die Kübel der Kantinen und die herrschsüchtigen Kellner der HO-Gaststätten. Doch Spreewald-gurken, Hallorenkugeln und Rotkäppchen-sekt erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Subjektiv und voll erfrischender Ironie erinnert Jutta Voigt an Grilletta und Goldbroiler, an Westapfelsinen und Sarotti-Mohr. Als Zeitzeugin und Tischgenossin beschreibt sie das Einkaufsverhalten, herkömmliche Produkte sowie die untergegangene Restau-rantkultur zwischen Kap Arkona und Suhl. Eine Reise durch die Kulinaria der DDR: erhellend und ganz und gar nicht geschmacklos.

Über den Autor

Jutta Voigt, geboren in Berlin, Studium der Philosophie, Reporterin, Essayistin und Kolumnistin für Sonntag, Freitag, Wochenpost, Woche und ZEIT. 2000 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis. Ihre Reportagen erschienen unter den Titeln "Der Tiger weint" (1997), "Der Spleen von Berlin" (1999), "Wahlbekanntschaften" (2005). Ihre ZEIT-Kolumne "Menschen im Café" erschien im Frühjahr 2005. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Echt Klasse 23. September 2011
Von TL
Format:Gebundene Ausgabe
Der Titel trifft genau das was man über die DDR wissen sollte!
Jutta Voigt beschreibt sehr treffend einige Fakten und Eindrücke aus dem DDR-Alltag.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl des Mit-Erlebens und Verstehens!
Für mich ist dieses Buch eine klare Kaufempfehlung!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Jutta Voigt hat viele Jahre in der DDR gelebt und weiß wovon sie schreibt, wenn sie dem Geschmack des Ostens nachspürt. Während sie dies tut, ist sie gleichbleibend frei von nostalgischen Anwandlungen. Die zur Ironie neigende Autorin setzt sich detailliert mit der Spießigkeit und den kleinen Karos der biederen Anhänger Ulbrichts und Honeckers auseinander, die sich - nicht zuletzt - auch in deren grobgestrickter Tischkultur offenbarten. Ess- und Trinkverhalten waren, wie alles andere auch- bestimmt von einer egalitären Idee, die Mittelmaß und Einheitsgeschmack zum faden Ergebnis hatte. Versorgungsmangel im Bereich von Lebensmitteln machten Kochen zu einer frustierenden Tätigkeit. Man liest von Menschen mit ausgeprägten Hamsterfähigkeiten, die stets hoffnungsschwanger einen Beutel mit sich führend, Schlange standen, insbesondere vor Fleischerläden. Des weiteren wird man vertraut gemacht mit erheblichen Defiziten im Bereich: Obst und Gemüse, mit Schieberei und Bestechung und mit der Diktatur unfreundlicher Lebensmittelverkäufer und herrisch-barscher Kellner im untergegangen Ossiland. Der Suff, so erfährt man, erfasste alle Schichten und die Freundschaft zur Sowjetunion fand ihren ehrlichsten Niederschlag im Wodka-Konsum des DDR- Bürgers! In der DDR wurden pro Kopf jährlich 15,5 Liter Schnaps getrunken, im Westen hingegen 5,8Liter. Voigt interpretiert die Ausschweifungen bei festlichen Anlässen als Kontrastprogramm zu dem täglichen Mangel. Anhand verschiedener Rezepte, wie etwa dem der "Soljanka" , dem des "Letscho" aber auch dem des "Broiler" erkennt man, dass man kräftigere, weniger nuancenreiche, mithin weniger raffinierte Speisen zubereitete. Es fehlten einfach edle Zutaten und Gewürze. Diebisch gefreut habe ich mich, als ich von den subversiven Sachsen las, die sich ihren Weihnachtsstollen, ihre Eierschecken, Lerchen und Quarkkeulchen nicht weg sozialisieren ließen. Spätestens nach diesem Buch wird einem klar, weshalb unsere Großmütter immer wieder Lebensmittelpakete in den Osten geschickt haben und warum sie allein deswegen alle in den Himmel gekommen sind. Zur Kultivierung des Geschmacks fehlte es im Sozialismus an den notwendigen Ingredienzien. Vielleicht ist diese Mangelsituation der eigentliche Grund, weshalb die Broilernation dann doch untergegangen ist.... Empfehlenswert.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nett 28. Februar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist ein nettes Buch, doch nicht das was ich erwartet habe.
Ich vermisse das Augenzwinkern und den Humor in diesem Buch. Ansonsten ist es gut geschrieben.
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