Dagegen belegt Voß durch ebenso sorgfältige wie umfangreiche Quellenarbeit, dass Laqueurs These historisch unhaltbar ist, und diskutiert zugleich den aktuellen Forschungsstand aus Systembiologie und Epigenetik, nach dem sowohl eine Vielzahl von Geschlechtern denkbar ist als auch – dass es „Geschlecht“ letztlich gar nicht gibt. Die damit eröffnete Möglichkeit, „eine gesellschaftliche Utopie von Geschlecht zu entwickeln“, verführt Voß aber nicht dazu, im bei bürgerlichen Jung-Intellektuellen so beliebten „Gender-Diskurs“ einen Ersatz für den notwenigen Kampf um eine gerechte Gesellschaftsordnung zu sehen – weiß er doch, dass der gemachte Geschlechtsunterschied, etwa bei der hierzulande besonders krass ungleichen Entlohnung von Männern und Frauen, nur allzu real ist. --Salih Alexander Wolter, red & queer, 19/2011
Eine lesenswerte und sehr zugängliche Kampfansage an die Zweigeschlechterordnung. --Katrin Kämpf, L.MAG, März/April 2011
Zum einen ein toller Einstieg für die Auseinandersetzung mit dem biologisch-medizinischen Diskurs, der in der Diskussion um die Kritik der Heteronormativität immer wichtiger werden wird [...]. Zum anderen auch eine gelungene integrierende Arbeit: Die Intersektionalität verschiedener Unterdrückungsmechanismen wird im Buch immer wieder hervorgehoben, die Lebensumstände in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenspiel als verantwortlich für die gesellschaftliche Stellung einer Person hervorgehoben. [...] ein empfehlenswertes Bändchen der theorie-org-Reihe, über das es sich zu unterhalten gilt! --maedchenblog.blogsport.de, 24. März 2011
Das Buch ist in sehr verständlicher und angenehm zu lesender Sprache verfasst. --maedchenblog.blogsport.de, 24. März 2011
Zum einen ein toller Einstieg für die Auseinandersetzung mit dem biologisch-medizinischen Diskurs, der in der Diskussion um die Kritik der Heteronormativität immer wichtiger werden wird [...]. Zum anderen auch eine gelungene integrierende Arbeit: Die Intersektionalität verschiedener Unterdrückungsmechanismen wird im Buch immer wieder hervorgehoben, die Lebensumstände in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenspiel als verantwortlich für die gesellschaftliche Stellung einer Person hervorgehoben. [...] ein empfehlenswertes Bändchen der theorie-org-Reihe, über das es sich zu unterhalten gilt! --maedchenblog.blogsport.de, 24. März 2011
Dieses Büchlein ist vieles in einem: Es dient als schnelle Theorie-Übersicht zu Butler und Co, bringt einige spannende Gedanken zu biologischen Thesen oder Nicht-Thesen und stellt aktuelle Diskursströme dar - eine ganze Menge für so ein kleines Buch. Das Schöne: Es bleibt sehr lesbar und bietet für wissenschaftlich Interessierte einen tollen Einstieg! --Didine van der Platenvlotbrug, Hugs and Kisses, 7 (April 2011)
Mensch kann ja zur Sicherheit das schwarz-pinke Büchlein in die Hosentasche stecken, um für Diskussionen aller Art (...) mit Argumenten und weitreichender Sicht ausgerüstet zu sein. --ladyfestgreifswald.blogsport.de, 7. Mai 2011
Voß bestreitet, dass biologische Geschlechgtertrennung vorgegeben sei. Dies ist der Ansatzpunkt für Diskussionen in der Sekundarstufe II in Philosophie-, aber auch in Politik- und Biologiekursen. Das Buch breitet eine große Fülle von Informationen aus und bietet sich für fortgeschrittene SchülerInnen und Lehrkräfte als Quelle und Hintergrundmaterial am ehesten für arbeitsteilige Arbeit (z.B. zu verschiedenen theoretischen Ansätzen, zur Auseinandersetzung aus biologischer Perspektive ...) --Bildungsserver Hessen - Unterrichtsmaterial - Online-Lernarchive, 12. Mai 2011
Das Buch ist hochinteressant und es macht Freude, einem Naturwissenschaftler in seinen Beweisführungen wider die Natürlichkeit des Geschlechts zu folgen. --Monika Jarosch, aep informationen - Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, 2/2011
Wer bislang noch nichts von Heinz-Jürgen Voß gelesen hat, sollte dies nun unbedingt nachholen – uneingeschränkt empfohlen sei sein neuestes Buch "Geschlecht. Wider die Natürlichkeit". Waren schon seine Dissertation („Making Sex Revisited“, siehe an.schläge 06/2010) und etliche seiner Artikel (z.B. über die Komplexität von Geschlecht, über Intersexualität etc.) wegweisend, so destilliert Voß seine Erkenntnisse nun nochmals: Noch verständlicher geschrieben, noch mehr Einbettung in gesellschaftskritische Ansätze (z.B. von Karl Marx, Simone de Beauvoir) und durch einige "Exkurse" noch nachvollziehbarer. Das Buch wurde unlängst sogar vom Bildungsserver Hessen als Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II empfohlen. --Bettina Enzenhofer, an.schläge – das feministische Monatsmagazin, Juli/August 2011, S.38
[A]nschaulich und gut verständlich werden antike Denkstrukturen, Humoralpathologie, Präformationslehre, Epigenetik bis hin zur modernen Genetik abgehandelt, mit den jeweiligen gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Zusammenhang gesetzt und in ihrer zeitgenössischen Wirkungsweise beleuchtet. [...] Heinz-Jürgen Voß [ist] ein herausragendes Einführungswerk gelungen [...], kurz und gleichwohl prägnant, auch in seinen diskutablen Einschätzungen. Selbst wenn das Zielpublikum des Verlages eher auf Barrikaden denn in Hörsälen zu suchen ist, wird die Lektüre des Buches auch innerhalb von Akademien und Laboren niemandem schaden. --Prof. Dr. Florian Mildenberger, Würzburger medizinhistorische Mitteilungen, 30 (2011), S. 429-432