Kurzbeschreibung
"Ich bin national, weil ich deutsch bin" - in diesem Bekenntnis der Feministin und späteren Nationalistin Käthe Schirmacher bündeln sich die Fragen, denen die Autorinnen dieses Bandes nachgehen: Welchen Anteil haben Frauen an nationalen Bewegungen und welche Rollen werden Frauen und Männern in ihnen zugewiesen? Welche Weiblichkeits- und Männlichkeitsbilder verwenden nationale Bewegungen, welche Geschlechterordnungen nehmen sie vor? In welchem Verhältnis stehen die Frauenbewegungen zum Nationalismus? Und schließlich - verändern Kriege das Verhältnis der Geschlechter zueinander? Russische, weissrussische, lettische, ukrainische, polnische und deutsche Fallbeispiele decken die vielschichtigen Verknüpfungen und Abhängigkeiten der beiden Identitätskonzepte Nation und Geschlecht auf. Die Beiträge eröffnen der internationalen Debatte um Geschlecht und Nation Vergleichsmöglichkeiten zu Osteuropa. Gleichzeitig lassen sie erkennen, wie sich die Wissenschaftlerinnen in Ost und West heute als Frauen und als Angehörige nationaler Gemeinschaften verorten.. Jahrhundert.
III. Geschlechter im Krieg
Marion Mienert, Krankenschwestern für das Vaterland. Krankenpflege im Krimkrieg und ihre Auswirkungen auf die "Frauenfrage" in Rußland; Natali Stegmann: "Wie die Soldaten im Feld": Der widersprüchliche Kampf polnischer Frauen für "Vaterland" und Frauenrechte im Ersten Weltkrieg; Anne Schmidt: "Kämpfende Männer - liebende Frauen". Geschlechterstereotype auf deutschen Propagandaplakaten des Ersten Weltkrieges.Sophia Kemlein, geb. 1960, ist Historikerin und seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Warschau tätig. Dort betreut sie den Schwerpunkt "Historische Frauen- und Geschlechterforschung".
Autorenportrait
Sophia Kemlein, geb. 1960, ist Historikerin und seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Warschau tätig. Dort betreut sie den Schwerpunkt "Historische Frauen- und Geschlechterforschung".