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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das das Leben bereichert, 11. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Wie aus dem Leben Geschichten entstehen. Vom Tagebuch zum kreativen Schreiben (Gebundene Ausgabe)
"Das Geheimnis des Tagebuchschreibens ist, die Aufzeichnungen als einen Entwurf zu betrachten, ein Sprungbrett, eine Entwicklung" schreibt die Autorin Alexandra Johnson. Ihr Buch zeigt auf vielfältige Art und Weise auf, wie das Leben durchs Tagebuchschreiben mit neuen Augen, aus einer gewissen Distanz oder aus einer andern Perspektive betrachtet und bewusster gelebt werden kann. Ob flüchtige Notizen auf einen Kassenzettel, unregelmässige Einträge in Schulhefte oder tägliche Rückschau - der Möglichkeiten sind viele. Alexandra Johnson versteht es, Interessierten die Angst vor dem weissen Blatt und starren Formen zu nehmen. Sie lädt ein, zu experimentieren und motiviert zum Schreiben oder zu vermehrtem Schreiben. Der breite Hintergrund und die reiche Erfahrung der Autorin sind durchs ganze Werk hindurch spürbar. Die Leser/innen vernehmen, wie sich literarische Grössen zum Tagebuchschreiben äussern, sie teilen Freud und Leid mit Workshopteilnehmern - "Notizbücher sind wie alte, weiche Strickjacken. Es ist beruhigend, sie um mich zu haben, sie anzuziehen, wenn der Wind weht." - und folgen gebannt der Geschichte der Grossmutter der Autorin, in die das Werk eingebettet ist. Das Buch von Alexandra Johnson ist äusserst inspirierend und zudem sehr schön gestaltet. Es regt sowohl Noch-nicht-Tagebuchschreiber/innen an, als auch solche, die bereits über Jahre schreiben und den Stoff zu Erzählungen, Memoiren oder gar einem Roman weiterverarbeiten wollen. Es ist ein Buch, das das Leben bereichert.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lebendiges Spiel mit der eigenen Biographie, 13. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Wie aus dem Leben Geschichten entstehen. Vom Tagebuch zum kreativen Schreiben (Gebundene Ausgabe)
Die amerikanische Autorin Alexandra Johnson hat in dem Buch ihre wesentlichen Erfahrungen bezüglich Tagebuch und kreatives Schreiben eingebracht. In einer begeisternden und ermutigenden Sprache erläutert sie die Chancen des Aufschreibens eigenen Erlebens. Variantenreich versucht sie, alle entmutigenden oder zweifelerregenden Gedanken beim Leser zu beseitigen und macht damit frei, sich auf das Abenteuer Tagebuch intensiv einzulassen. Sie schildert immer wieder die Umgangsweisen bekannter Schriftsteller/-innen mit dem Phänomen Tagebuch und wie diese es für ihr Werk genutzt haben. Aber ebenso bezieht die Autorin „einfache Tagebuchschreiber/-innen" in ihren Ausführungen ein, so dass man alltagsnahe Eindrücke bekommt, wie das Verfassen von Zeilen kreativ erfolgen kann. Alexandra Johnson verdeutlicht, wie das Schreiben in dem Alltag eingebettet werden kann (z.B. beim Warten an der Kasse des Supermarktes) und welche Formen möglich sind , beispielsweise Reise-, Garten-, Traumtagebücher. Sie gibt hilfreiche Hinweise, welche Form ein Tagebuch haben kann und was bei der Auswahl des Buches unbedingt beachtet werden sollte. Ansonsten vermittelt sie einem jeden die Freiheit, die es braucht, ohne Einschränkung seinen Gedanken ihren Lauf zulassen. In einem gesonderten Teil macht die Autorin auch auf die oftmals fast schon kathartischen Funktionen des Tagesbuchs aufmerksam. Man kann regelrecht seine eigene Lebensgestaltung und -entscheidungen mit Hilfe des Tagebuchschreibens reflektieren. Im letzten Abschnitt des Buches zeigt die Autorin zahlreiche Möglichkeiten auf, das Verfassen von Tagebüchern für eigene, kreative Geschichten, welche man sich selbst oder anderen schenkt, zu nutzen. Das Buch ist als kreative Schreibwerkstatt voll gepackt mit einem Handwerkszeug, welches zur Aufarbeitung der Vergangenheit, kritischen Reflexion der Gegenwart und zur Zukunftsgestaltung genutzt werden kann. Das Buch ermutigt hierzu in vortrefflicher Art und Weise!
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wenn die Hauskatze wegbleibt oder: Alltägliche Dramen, 27. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Wie aus dem Leben Geschichten entstehen. Vom Tagebuch zum kreativen Schreiben (Gebundene Ausgabe)
Vorsicht: Dieses Buch eignet sich nur für eine ganz bestimmte Zielgruppe. Gehören Sie nicht dazu, werden Sie bodenlos enttäuscht sein. Es spricht vor allem jene an, die eng beschriebene Inserate mit Coupon zum Ausschneiden beachten, in denen ein älterer seriös dreinblickender Herr mit Doktortitel abgebildet ist, der sagt: „Wir suchen Menschen, die gerne schreiben“. Ich hatte mir das Buch gekauft, weil ich zuvor Stephen Kings grandioses „Das Leben und das Schreiben“ verschlungen hatte und nun eine Bereicherung auf ähnlichem Niveau erwartete. Dann dies! Aber von vorn. Vermutlich ist kein einziges bemerkenswertes Werk der Literatur entstanden, ohne dass es vorher Aufzeichnungen gegeben hätte, kurze Notizen, hingekritzelte Textfragmente, Materialsammlungen. Ob die oder der Betreffende sie „Notizzettel“ nannte, „Ideenbuch“ oder „Gedankensammlung“, spielt keine Rolle. Hieß es allerdings „Tagebuch“, werde ich grundsätzlich ein wenig misstrauisch. Denn obwohl tatsächlich viele große Schriftsteller Tagebuch im Sinne des Wortes führten, und obwohl vielen faszinierenden Geschichten authentische Erlebnisse zugrunde liegen, hängt dem „Tagebuch“ ein Image an, das biederer und langweiliger kaum sein könnte. Es siedelt irgendwo zwischen atemlosen Jungmädchen-Gefühlsstürmen, deckchenhäkelnden Teekränzchen-Tanten, gediegenem Salon-Ambiente und ledergebundenem Büttenpapier, Messing-Minischlösschen inkl. Und exakt so schreibt Alexandra Johnson auch: mit einer Sprache und einem Selbstverständnis, die dem 19. Jahrhundert zur Ehre gereichen würde. Wie jemand, dem ein zu eng geschnürtes Korsett die Luft für echte Abenteuer nimmt, wie eine, die aus der zweitägigen Abwesenheit ihrer Hauskatze ein seitenlanges Epos über die Schicksalsschläge des Lebens klöppelt. Vielen Dank auch, es war mir ein Vergnügen, und die reichlich eingestreuten Zitate schreibender Berühmtheiten über die Segen des Tagebuch-Schreibens konnten es auch nicht retten!
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