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Produktinformation
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AUTOR:
Der Autor Günther Ruffert kam Anfang der 70er Jahre in seiner Eigenschaft als Bauingenieur erstmals nach Thailand - aus beruflichen Gründen. Er war - wie viele andere Europäer auch - fasziniert von diesem Land und seiner Kultur, und begann sich damit auseinander zu setzen, gefolgt von vielen weiteren Reisen in das ehemalige Siam. Mittlerweile (er dürfte wohl in Rente sein) lebt er in Thailand und ist offenbar mit einer Thailänderin verheiratet (ergibt sich aus den Texten). Der große Vorteil dabei ist, dass er dem deutschen Leserkreis eben aus dessen Blickwinkel berichten kann, und daher ganz genau weiß, welche Situationen für einen Deutschen in Thailand befremdlich wirken, und wie man die wichtigsten "Fettnäpfchen" umgehen kann...
INHALT:
Das Buch ist wie erwähnt eher eine Zusammenfassung von unterschiedlichen Anekdoten/Kurzgeschichten, die Günther Ruffert aus eigener Erfahrung kennen gelernt hat, als ein klassisches Buch bzw. ein Roman mit einem roten Faden und Einleitung... So gibt es in den rund 185 Seiten des Buches 35 Kapitel, sprich: durchschnittlich erstreckt sich eine Kurzgeschichte über 5,3 Seiten (zum Glück habe ich einen Taschenrechner bei der Hand ;-) ).
Einstiegskapitel ist "Sanuk in Thailand". "Sanuk" ist ein bzw. der zentrale Begriff der Thais und steht für "Freude" bzw. "Spaß". Dies bedeutet nun nicht unbedingt, dass Thais nur Spaß im Sinn haben, sondern es steckt eine eher pragmatische, positive Lebenssicht dahinter: "[...] die angeborene oder vielleicht auch erlernte Fähigkeit, dieses Leben nicht zu ernst zu nehmen, und wenn denn schon alle Dinge mindestens zwei Seiten haben, sich lieber die gute als die schlechte anzusehen."
Dieses Buch gehört zu denjenigen, die ich von Anfang bis Ende quasi verschlungen habe. Da ich sonst eher lesefaul bin, hat das meiner Ansicht nach schon etwas zu sagen - wobei ich natürlich zugeben muss, dass ich auch recht enge Beziehungen zu Thailand und seiner Kultur habe, und daher das auch mit intensivem Interesse gelesen habe. Sehr schön finde ich, dass es eben nicht so ein trockenes Sachbuch ist, sondern sich durch seinen Charakter als Kurzgeschichtenzusammenfassung mit Hintergrundinformationen (da, wo sie nötig/angebracht sind) sehr leicht und locker liest. Der ganze Tenor ist eher humorvoll-freundlich gehalten, manchmal auch etwas ironisch, und das macht Spaß beim Lesen. Dennoch macht sich der Autor nicht lustig über die Thais und über manche ihrer Ansichten zum Leben, sondern es kommt klar rüber, dass Günter Ruffert ganz klar ein Fan von Thailand ist, und von den Menschen, die dort leben. Er hat sich schließlich nicht umsonst entschieden, sich dort in seiner Rente niederzulassen, wobei er den (meiner Ansicht nach einzig richtigen) Ansatz verfolgt, im Land der Thais natürlich die Sitten und Regeln der Thais zu achten und zu respektieren ("Are you in Rome, do it like the Romans...").
Der Leser - insbesondere derjenige, der schon eigene Vorerfahrungen mit Thailand gemacht hat - ist nach der Lektüre wesentlich schlauer bzgl. vieler Grundelemente der thailändischen Kultur. Mir ging es so, dass sich mir durch die Lektüre viele Sachen im Nachhinein erklärt hatten, die ich vor Ort bis dato noch nicht so wahrgenommen bzw. verstanden hatte (z. B. dass, wenn man als Tourist einen Tempel betritt, sich dort - nach Entledigung seiner Schuhe - niemals mit den Füßen in Richtung der Buddhastatue setzen sollte). Auch mag man viele Dinge erkennen, die man bisher in Thailand immer "falsch" gemacht hat.
QUINTESSENZ:
Für Freunde und Interessenten der thailändischen Kultur, und insbesondere für Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich dort niederzulassen, ein absolut hilfreiches Buch, das sehr viele Aspekte der Thai-Mentalität, des Alltagslebens und der Differenzen zwischen westlicher und fernöstlicher Welt betrachtet. Dies alles wird in netten kleinen Happen in Form von (meist) amüsanten Kurzgeschichten serviert, so dass es für den Leser wirklich als "leichte Kost" mit hohem Unterhaltungs- und Lerneffekt bezeichnet werden kann. Folglich viel mehr als nur eine Kurzgeschichtensammlung, sondern eigentlich schon ein Kulturführer. Nach der letzten Seite wünschte man sich fast, dass es noch mal soviel Seiten im Buch gäbe...
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