Auf ihrem Weg durchs Universum schiebt die winzige blaue Kugel, die wir Erde nennen, tonnenweise kosmischen Schmutz beiseite; nur dass dieser „Schmutz", als den ihn Astronomen stets betrachtet haben, ohne weiteres auch Keime des Lebens sein könnten. Auch der Begriff „Universum" selbst greift viel zu kurz, denn das scheinbar Allumfassende ist offenbar gleichfalls nur Bruchteil eines noch viel größeren ... Ganzen? Sind schwarze Löcher in Wahrheit Geburtsorte neuer Universen? Gibt es Planeten zwischen den Sternen, unauffindbar in den schwarzen Tiefen des Alls verborgen - und dennoch Träger von Leben? Gewagte, aber durchaus plausibel argumentierte Spekulationen versammelt der populäre Wissenschaftsautor Chown zu einer Parforcejagd an die Grenzen menschlichen Fassungsvermögens. Ob sie reine Science Fiction bleiben werden oder revolutionäre neue Ansätze darstellen, wird die Zukunft erweisen. Die zwangsweise Annäherung von mythologischer Erkenntnis und harter Wissenschaft setzt sich jedenfalls fort, auch wenn selbst ein Quantenpopulist vom Schlage Chowns sorgfältig jeden Hinweis darauf vermeidet. Eines zumindest scheint klar: Das Universum hält noch einige Überraschungen für uns bereit ...
Speziell im Mittelteil hält Chown sein hohes Level in punkto Verstehbarkeit, Unterhaltungswert und Korrektheit nicht ganz durch, dieses kleine Manko macht er aber durch einen sehr geschickten Aufbau der Kapitel wett: Eine wagemutige Idee türmt sich auf die nächste bis zum fulminanten Schlussteil "Das Leben und das Universum".