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Es geht dabei um die Geschichte eines unvergleichlichen Aufstiegs und eines ebenso beispiellosen Niedergangs. Letzterer und die ihm vorausgehende Krise der weltmächtigen römischen Republik bilden den Schwerpunkt der brillanten Analyse Klaus Bringmanns, der sehr anschaulich vor Augen führt, woran die damalige Ordnung zerbrach -- nämlich an ihrer Unfähigkeit zur Reform. Erst Augustus konnte die Kräfte der Beharrung überwinden und wurde so zugleich, wie Bringmann das dem ersten römischen Kaiser gewidmete Schlusskapitel überschrieben hat, zum "Überwinder und Vollender der Republik": zu ihrem Überwinder, weil er es verstand, an die Stelle der ineffektiv gewordenen Herrschaft von Senat und Volk seine eigene zu setzen. Und in gewisser Weise zu ihrem Vollender, weil er dies "unter Schonung der gewachsenen Formen des römischen Staates" und im Rückgriff auf die allseits bewunderten republikanischen Traditionen zu vollziehen verstand. Vor allem jedoch legte Augustus das Fundament für die neue monarchische Ordnung des römischen Kaiserreichs, die jedoch ihre Stärke zu einem Gutteil daraus bezogen haben dürfte, dass sie an die lebensfähigen Elemente der Republik angeknüpft hatte.
Souverän ordnet Klaus Bringmann die historische Bewegung von der nicht eindeutig zu datierenden Gründung der Stadt über den Aufstieg zur italischen Großmacht, die Diktaturen Sullas und Caesars bis zur Grundsteinlegung des Kaiserreichs durch Augustus. Eine sehr gut lesbare, historisch zuverlässige Darstellung, die unzweifelhaft davon profitiert, aus einer über Jahre gereiften Standardvorlesung des Autors hervorgegangen zu sein. --Andreas Vierecke
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Bringmann legt erkennbar Wert darauf, die historischen Prozesse, die zur Errichtung des römischen Imperiums und zum schließlichen Zusammenbruch der republikanisch-aristokratischen Ordnung führten, aufzuzeigen und Erklärungsansätze zu liefern. Auch das politische System der Republik wird näher beleuchtet, und immer wieder zitiert Bringmann auch längere Passagen aus (übersetzten!) antiken Quellen - aber stets so, daß es nicht ermüdend, sondern erhellend wirkt. Insgesamt ist dem Autor hier also ein Werk gelungen, das sich zwar gewiß vornehmlich an Studenten, Althistoriker und andere Leser mit Vorwissen richtet, das aber aufgrund der guten Lesbarkeit auch interessierten Anfängern oder historischen Laien fast uneingeschränkt empfohlen werden kann.
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