Dieses Buch bietet einen (zu) kurzen Überblick über die Geschichte der politischen Ideen - von der Antike bis zur Gegenwart. Wenn man berücksichtigt, daß für ein derartiges Mammutprojekt nur wenige hundert Seiten zu Verfügung stehen, ist natürlich damit zu rechnen, daß einiges an Wichtigem weggelassen oder gekürzt werden muß. Und hier liegt genau das Problem: Dieses Buch ist geeignet, um jemandem, der sich bereits mit der Materie auseinandergestzt hat, in aller Kürze wieder etwas in Gedächntnis zu rufen, aber für Neueinsteiger sind die Informationen doch zu knapp und auch relativ schwierig zu verstehen (besonders im Kapitel über mittelalterliche Philosophie), so daß eine weitere Beschäftigung mit anderen Büchern unumgänglich ist. Überdies trügen einige kleinere Nachlässigkeiten das Bild, z.B. aus "Kimon" wird "Komon" - ist zwar nicht sooo wichtig, stört aber doch. Fazit: Wer sich mit der Materie auskennt und etwas braucht, um schnell etwas nachzuschlagen, ist mit dem Buch gut bedient. Wer sich aber detailierter mit dem Thema auseinandersetzen möchte, wird nicht umhin kommen, auf andere Werke zurückzugreifen. Und für Einsteiger in die politische Philosophie ist dieses Buch definitiv zu schwierig.