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Geschichte des politischen Denkens. Von den Anfängen bei den Griechen bis auf unsere ZeitGesamtwerk: Geschichte des politischen Denkens, 4 Bde., Bd.4, ... Der Totalitarismus und seine Überwindung
 
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Geschichte des politischen Denkens. Von den Anfängen bei den Griechen bis auf unsere ZeitGesamtwerk: Geschichte des politischen Denkens, 4 Bde., Bd.4, ... Der Totalitarismus und seine Überwindung [Taschenbuch]

Henning Ottmann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 540 Seiten
  • Verlag: Metzler; Auflage: 1 (17. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3476016331
  • ISBN-13: 978-3476016331
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 330.597 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Für die wissenschaftliche Arbeit bestens geeignet, aber letztlich für jeden politisch interessierten Menschen ein Gewinn zum Verständnis der breiteren Zusammenhänge weltweiter Entwicklungen. www.buchinformationen.de Henning Ottmanns Opus magnum ist im 20. Jahrhundert angekommen. Mit diesem ersten Teilband eröffnet er den vierten Band über die Geschichte des politischen Denkens und rückt systematisch betrachtet den Totalitarismus und seine Überwindungen in den Mittelpunkt, formuliert dabei aber unter den Hand zugleich auch einen großen Entwurf zum Thema soziale Utopien und Dystopien. pw-portal.de, portal für politikwissenschaft Aufgrund der autonomen Struktur jedes Kapitels - mit guten Zusammenfassungen und Literaturverweisen - ist das Buch gleichzeitig ein übersichtliches Nachschlagewerk. Selbst Fachleute werden hier neue Zusammenhänge oder unbekannte Details entdecken. www.e-politik.de Sehr verdienstvoll ist es, dass Ottmann jenseits des üblichen Eurozentrismus einen eigenen Abschnitt dem politischen Denken der chinesischen Revolution widmet und dabei auch die politischen Implikationen der klassischen Philosophie (Konfuzius, Menzius u.a.) einbezieht. ekz.bibliotheksservice Durch den Detail- und Bezugsreichtum und den verständlichen Stil eignet sich der Band sowohl für den Experten als auch für die Studierenden... www.gavagai.de Wie schon in den vorherigen Bänden zeichnet sich auch dieser durch eine auf detaillierten Recherchen beruhende, weitreichende Kenntnis der Primärquellen sowie der Forschungsliteratur aus. Widerspruch

Kurzbeschreibung

Grundlagenwerk zu Politik und Philosophie Die großen Theorien und Denker Die politische Kultur der Alten Welt in einer breit angelegten Gesamtschau. Von den Griechen und ihrer Entdeckung von Politik und Demokratie, über die Römer und die christliche Welt bis zur Gegenwart, die vom Kampf um Menschenrechte und dem Totalitarismus zugleich gezeichnet ist, wird das ganze Spektrum des Politischen Denkens vorgestellt. Die 'Geschichte des Politischen Denkens' orientiert sich an den großen Strömungen und Gestalten wie Platon, Machiavelli, Aristoteles, Hobbes oder Arendt. Es zeichnet das Werk besonders aus, dass Philosophen, Historiker, Dichter, Theologen und Juristen gleichberechtigt zu Wort kommen. Ein Muss für alle, die sich mit Politik und Philosophie auseinandersetzen.


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Das 20. Jh. war ein äußerlich, aber auch in den dahinterliegenden philosophischen und ethischen Denkansätzen ein äußerst bewegter Zeitraum. Monarchien, Weltkrieg, Oktoberrevolution, Weltwirtschaftskrise, Nationalsozialismus, 2. Weltkrieg, Holocaust, Wirtschaftswunder, Wiedervereinigung, ein Jahrhundert häufiger europäischer Neuordnungen, aber auch weltweiter Veränderungen und Ideologien.

Den äußeren Ereignissen korrespondieren entsprechende Geisteshaltungen und Denkrichtungen, die in hohem Maße die Wurzeln für den äußeren Gang der Geschichte bilden.

Henning Ottmann legt im nun 8. Teilband, dem 1. Bind zum 20. Jahrhundert, seiner "Geschichte des politischen Denkens" diese Entwicklungen zum, durch und über den Totalitarismus hinaus in profunder, verständlicher und breit dargestellter Weise vor. Im Kern ist die erste Hälfte des 20. Jh. in diesem Teilband behandelt, einige Entwicklungen auch nach dem 2. Weltkrieg werden angerissen, bilden aber nicht den Hauptgegenstand des Buches.

Inhaltlich beginnt Ottmann bei den Darstellungen negativer Entwicklungen von Gesellschaften (Dytopien, im Gegensatz zu Utopien, z.B. eines Thomas Morus). Schwerpunkte bilden hier Huxley und Orwell, die mit ihrer stringenten Sicht der Problematiken von Freiheit durchaus einen Nährboden für totalitäre Denkrichtungen bildeten, in denen der Mensch geführt, erzogen, im engen Rahmen gehalten werden muss.

Italien, Russland, Deutschland, aber auch das maoistische China sind die Blaupausen, auf denen konservatives und revolutionäres Denken ihre totalitären Ideen in Gesellschaftsformen umzusetzen versuchten.
Ein ausführlicher Blick auf Max Weber und die Rezeption seiner Theorien, auf das politische Denken in Russland, vor, durch und nach der sozialistischen Revolution, auf die konservative Verengung gerade in Deutschland durch Ernst Jünger, Thomas Mann u.a. führen zu einer umfassenden und sachkenntlichen Erläuterung der grundlegenden Denksysteme von Faschismus und Nationalsozialismus. Im Weiteren wird der Blick auf totalitäre Denksysteme abgerundet durch einen ebenso umfassenden Blick auf die Entwicklung in China vor und durch Mao Tse Tung.
Gerade diese Einlassungen über die chinesische Geschichte erhellen den Blick ungeheuer auf die Komplexität des systemischen Denkens Maos, aber auch auf die Folgerichtigkeit der Kulturrevolution chinesischer Prägung, die das Handeln der politischen Führung in China, trotz mancher Differenzierungen, bis heute in ihrem grundlegenden Menschenbild und ihrem grundlegenden Verständnis von Staat und Staatsführung bestimmt.

Die gedankliche Vorarbeit, Begleitung und Reflektion der Überwindung des Totalitarismus,
geprägt durch Strukturen manchmal fast blinder Ablehnung, verbunden mit den Namen Arendt, Voegelin und Strauß zeigt bis in die Mitte der 50er Jahre hinein nachvollziehbar, welches Gedankengut die junge, deutsche Demokratie und das Gesellschafts- und Staatsverständnis bis heute hin geprägt hat.

Henning Ottmann selbst vermeidet es in bester Weise und tunlichst, pauschale Kennzeichnungen und Werturteile abzuleiten. Gerade diese Kraft zur differenzierenden Betrachtung auch eher obskurer Denkansätze gibt dem Buch seinen eigentlichen Gehalt. Offen und objektiv legt Ottmann Verbindungen, Verflechtungen, Strukturen des Denkens dar, öffnet den Blick für jene Geistesentwicklungen, die zu äußeren Verwerfungen führten, aber auch für jene, die nur äußeren Ereignissen erklärend nachfolgten. In dieser Verflechtung erst ist zu erkennen, wie sich die Weltbetrachtungen- und Geisteshaltungen in gesellschaftlich sichtbaren Veränderungen manifestierten, entweder in gegenseitiger Ergänzung und Weiterentwicklung oder eben gegenseitiger Abstoßung.

Wissenschaftlich gründlich und umfassend erarbeitet und in logischer Abfolge dargestellt ist das Buch sprachlich nicht einfach nach zu vollziehen. Bei Konzentrierter Erarbeitung aber stellt sich heraus, dass es des (hervorragenden) Literaturverzeichnisses zur Weiterarbeit fast nicht bedarf, da Ottmann so gut wie alles Wesentliche zum einzelnen Thema aufnimmt und rezipiert. Für die wissenschaftliche Arbeit bestens geeignet, aber letztlich für jeden politisch interessierten Menschen ein Gewinn zum Verständnis der breiteren Zusammenhänge weltweiter Entwicklungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Herbert Huber TOP 1000 REZENSENT
Das Opus Magnum des emeritierten Professor Henning Ottmann ist die mehrbändige "Geschichte des politischen Denkens". Davon liegt hier Band IV/1: Das 20. Jahrhundert. Der Totalitarismus und seine Überwindung vor, Band IV/2 folgt noch.
Der Band IV/1 legt den Schwerpunkt auf die erste Hälfte des 20. Jhdts. Er gliedert sich im Wesentlichen in acht Teile:
I. Dystopien (Wells, Capek, Samjatin, Huxley, Orwell)
II. Max Weber (1864-1920) oder Standhalten im »Gehäuse der Hörigkeit«
III. Politisches Denken in Rußland vor, während und nach der Oktoberrevolution
IV. Die Konservative Revolution (Arthur Moeller van den Bruck, Thomas Mann, Oswald Spengler, Ernst Jünger)
V. Carl Schmitt (1888-1995) oder Politisches Denken für alle Fälle
VI. Faschismus und Nationalsozialismus
VII. Politisches Denken in China vor und nach der Revolution (KangYouwei, SunYat-sen, Mao, die ältere chinesische Philosophie und ihre aktuelle Bedeutung)
VIII. Neoklassische politische Philosophie (Arendt, Voegelin, Strauss)
Der Beginn mit einem ausführlichen Teil zu den literarischen Dystopien ist einerseits ungewöhnlich, andrerseits signalgebend für die kommenden totalitären Regime. Max Weber veranlasst zur Erörterung einer der vielen Kontroversen, die das gesamte Jahrhundert durchzogen: den Streit um die Wertfreiheitsthese. Der Schwerpunkt liegt dann auf den totalitären Regime in Russland, Deutschland, Italien und China. Der achte Teil behandelt die große Intellektuelle Hannah Arendt, den Politologen Eric Voegelin und den politischen Philosoph Leo Strauss. Unter deren Schirm werden zahlreiche Themen, wie Zionismus und Naturrecht abgehandelt. Von großer Sachkenntnis getragen ergeben sich zahlreiche Rückbezüge in frühere Jahrhunderte, so dass ein enges Gewebe entsteht.
Dabei versucht Ottmann immer ein differenziertes Urteil abzugeben. Die grossen Verbrecher der Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, allen voran Hitler, Mao und Stalin (alphabetisch) werden ausführlich diskutiert. Aufschlussreich ist beispielsweise die Diskussion, in wie weit die Totalitarismen als politische Religionen einzustufen sind oder warum die westliche Doktrin des Marxismus gerade in Russland und China auf so grosse Resonanz stieß.
Vieles aus dem 20. Jahrhundert fehlt, jedoch (hoffentlich) nur, weil es im Band 4/2 behandelt werden wird.
Durch den Detail- und Bezugsreichtum und den verständlichen Stil eignet sich dieser Band sowohl für den Experten als auch die Studierenden der einschlägigen Richtungen als auch für alle an der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts interessierten Laien. Unbedingt zuschlagen!
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