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Die Geschichte meines Todes
 
 
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Die Geschichte meines Todes [Audiobook] [Hörkassette]

Harold Brodkey , Matthias Fuchs
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Hörkassette
  • Verlag: steinbach sprechende bücher e.Kfr. (1998)
  • ISBN-10: 3886989046
  • ISBN-13: 978-3886989041
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.125.253 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Harold Brodkey
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit der Diagnose Lungenentzündung wurde der amerikanische Schriftsteller Harold Brodkey im Frühjahr 1993 ins Krankenhaus eingewiesen, mit der Diagnose Aids verließ er es. Nach dem ersten Schock begann er zu protokollieren, wie die tödliche Krankheit sein Leben veränderte, was sie seinem Körper, seinem Geist, seiner Frau und seinen Freunden antat. Es entstand ein Bericht, der Tagebuch, Essay und Autobiographie in einem ist; Brodkey spricht freimütig über die Krankheit Aids, über die gesellschaftliche Rolle der Sexualität in unserer Zeit und schildert offen seine sexuellen Erfahrungen in der New Yorker Künstlerszene und die inzestuöse Beziehung zu seinem Stiefvater. Der Schauspieler Matthias Fuchs stellt dieses eindringliche Protokoll eines Künstlers vor, dessen Leben ein Sterben wurde. Brodkey starb Anfang 1996.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Ende erfahren 23. Februar 2011
Von saibach
Format:Taschenbuch
Sterben ist nichts Intellektuelles, doch wie stirbt ein Intellektueller? Harold Brodkey versucht Begebenheiten seiner letzten drei Lebensjahre in Worte zu fassen. Aus akribisch aufgezeichneten Beschreibungen und Offenlegung seiner Befindlichkeiten damit entstehen starke Bilder. Die Wichtigkeit eines Grundbedürfnisses- des Atmens- zeigt die Reduktion auf die Existenz an verschiedenen Stellen exemplarisch, wie ein kompositorischer Faden. Aus Sterbebegleitung vertraute Konstellationen, wie die Sprachlosigkeit naher Menschen, der Ausweg ins Technokratische- wie hier beim Arzt und das "Mitleidenwollen" von Ellen kann man kaum irgendwo präziser nachlesen.
Unerwartet Komisches taucht auch auf, so wird das Siechen in eine Alltäglichkeit überführt. Grandios sind beispielsweise die kleinen literarischen Zeichnungen bekannter Akteure des deutschen Literaturbetriebs. Mit der Kraft schwindet auch die in den jeweiligen Text gelegte Leidenschaft. Die Stücke werden gegen Ende hin kürzer, doch keinesfalls weniger eindrucksvoll. Übungen in iceberg- theory als gekonntes letztes Ausrufezeichen eines Autors mit recht schmalem Werk, der trotzdem für mich zu den wichtigsten des vergangenen Jahrhunderts zählen wird! Vielleicht sollte man "Die Geschichte meines Todes" nicht als erstes Werk Brodkeys angehen. "Unschuld" vorher gelesen zu haben hilft.
Besonders zu erwähnen ist die hervorragende Übersetzung von Agela Praesent. Ein eindrucksvolles Stück Literatur, das auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
...ist eine Kurzbiografie über die letzten drei Lebensjahren des Autors Harold Brodkey. Das Buch ist in der „ich- Erzählung" geschrieben und besitzt insgesamt 7 Unterteilungen. Diese Unterteilungen betitelt der Autor mit den Vier Jahrszeiten und der zugehörigen Jahreszahl. Die Seitenanzahl der einzelnen Unterteilungen werden zum Buchende hin immer kürzer, so besteht die letzte Unterteilung namens „Winter 1995" nur noch aus 6  Seiten. In der Erzählung protokolliert der Autor, wie die tödliche Krankheit sein Leben veränderte, wie sie seinen Körper, seinen Geist schädigte und was sie seiner Frau Ellen und seinen Freunden antat.

das buch ist sehr angenehm zu lesen und vermittelt dem leser sehr eindrucksvoll und anschaulich die schwierigkeiten, leiden, gedanken und wünsche eines zum "tode verurteilten".

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der US-Autor Harold Brodkey erfährt 1993, als er wegen einer Lungenentzündung stationär behandelt werden muss, dass er an AIDS erkrankt ist. Der zu dem Zeitpunkt 62-jährige Brodkey beginnt in dieser Zeit Gedanken über sein Leben und dessen sich näherndem Ende bis kurz zu seinem Tod Anfang 1996 niederzuschreiben.

Nach der Lektüre der "Geschichte meines Todes" erfasst mich ein seltsames Unbehagen. Immer wieder setze ich mich mit Schicksalen von Menschen, die dem Tode geweiht sind und darüber schreiben, auseinander. Vielleicht, um daraus etwas für mich zu lernen, mein eigenes Leben besser wertschätzen zu können, vielleicht bin ich aber auch nur voyeuristisch veranlagt und mag es, mich im Elend anderer Menschen zu suhlen. Wie dem auch sei, normalerweise nimmt mich die Geschichte eines Menschs, der weiß, dass er bald sterben muss und sich in diesem Wissen mit seinem Leben und seinem Tod auseinandersetzt, sehr mit.

Ganz anders jedoch die Geschichte der letzten Lebensjahre des Harold Brodkeys, und daher rührt mein Unbehagen: Sie lässt mich vollkommen gleichgültig, und ich bin mir nicht wirklich sicher, woran das liegen könnte.

Folgende Dinge sind mir jedoch aufgefallen:

Die Erzählweise ist extrem kopflastig, hyper- (oder vielleicht auch nur pseudo-) intellektuell und distanziert. Der Autor philosophiert sehr viel auf sprachlich hohem Niveau - sagt aber letztlich sehr wenig.

Über Brodkey selber erfährt der Leser außer ein paar Eckdaten zu seinem Leben sehr wenig. Sicherlich ist es interessant zu erfahren, dass dieser von seinem herzkranken Adoptivvater sexuell missbraucht wurde oder später zeitweise in einer WG mit zwei anderen Männern, mit denen er sexuelle Kontakte pflegte, lebte - was er aber dabei empfand, wie sich das Erlebte auf ihn selber und seine Entwicklung ausgewirkt hat, darüber schweigt sich der Autor aus. Auch was er hinsichtlich seines unvermeidbaren Todes empfindet, wird nicht wirklich klar. Gut, eigentlich wollte er noch das Ende des (20.) Jahrhunderts und seinen 70. Geburtstag erleben, aber das war's dann eigentlich auch schon. Ich glaube, das ist das größte Manko dieser Aufzeichnungen. Mit einem Menschen, der einem vollkommen fremd bleibt, kann niemand wirklich Mitgefühl empfinden oder sich in diesen hineinversetzen.

Auch wenn es vielleicht an Leichenfledderei grenzt: Für mich besteht dieses Buch hauptsächlich aus leerem Gefasel, der Mensch Harold Brodkey bleibt mir fremd, sein Sterben berührt mich nicht.

Die Geschichte meines Todes
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