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Geschichte machen Taschenbuch – 1999

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Taschenbuch, 1999
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 460 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499224100
  • ISBN-13: 978-3499224102
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 534.390 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Ich liebe die Engländer. Sie haben ein Problem mit uns Deutschen. Aber sie machen Witze darüber. Oder lustige Filme. Oder Bücher, in denen es ziemlich viel zu lachen gibt, wie in diesem hier. Ganz nebenbei handeln sie dann noch ein philosophisches Problem ab und halten den gespannten Leser bei der Stange. Über immerhin 460 Seiten!

Stephen Fry braucht nicht mehr vorgestellt zu werden: Hauptdarsteller in Brian Gilberts Film Oscar Wilde, Autor von Bestsellern wie Der Lügner oder Columbus war ein Engländer. Geschichte machen geht einem uralten Gedankenspiel von Historik-Freaks nach: Was wäre gewesen, wenn... wenn zum Beispiel Caesar nicht ermordet worden wäre -- oder Wallenstein, wenn Napoleon bei Waterloo gesiegt hätte und so fort.

Hier verhindern ein, von seinem Doktorvater (und von der eigenen Freundin, mein Gott was für ein Weib!) geknechteter, junger Historiker und ein alter Physiker gemeinsam die Geburt Adolf Hitlers. Eine gute Tat, nicht wahr? Mehr soll nicht verraten werden.

Manchmal habe ich drei, vier Seiten vorgeblättert. Weil es so spannend war, gewiß. Aber auch weil Frys Detailfreudigkeit beim Ausmalen von Nebensträngen mich nicht immer fesseln konnte in meiner Ungeduld zu wissen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall gehört Geschichte machen nicht zu den Büchern, bei denen man schon nach einer Woche nicht mehr sagen kann, was man da eigentlich gelesen hat. Frys Gedanken beschäftigen einen. Hat er recht mit dem, was sein witziger Roman über die Geschichte behauptet? --Michael Winteroll

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stephen Fry, Jahrgang 1957, unterrichtete an einer Universität, bevor er selbst eine besuchen durfte. In jungen Jahren wegen Kreditbetrugs im Gefängnis, verdiente er seine erste Million mit einem Theaterstück. Er hat unzählige Stücke geschrieben, in noch mehr mitgewirkt und ist aus den Filmen "Peter's Friends" und "Oscar Wilde" bekannt. Er ist ein Meister des britischen Humors.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 26. Dezember 1999
Format: Taschenbuch
Das Multitalent Stephen Fry hat nach "Der Lügner" und "Das Nilpferd" mit "Geschichte machen" seinen dritten Roman vorgestellt. Dabei fällt auf, dass alles was Fry anfasst fantastisch wird. Sowohl als Schauspieler, als auch als Autor erweist sich Fry als Glücksgriff. In "Geschichte machen" tritt Michael Young als sehr von sich überzeugter Historiker auf. Von seiner Doktorarbeit und deren These ist er so überzeugt, daß sie ihm die Doktorwürde, einen akademischen Posten, regelmäßige wissenschaftliche Publikationen und die unendliche Liebe seiner freundin Jane einbringen wird. Nun sollte aber gerade ein Historiker es wohl besser wissen und nicht auf die naive Idee verfallen, er könnte Pläne für die Zukunft machen. Es tritt Leo Zuckermann, eine von der dunkelsten Periode der Menschheitsgeschichte, dem dritten Reich, besessener Physiker, auf, der einen Mann dieser Zeit abgrundtief hasst: Adolf Hitler. Von einem Hass getrieben, den die Liebe ernährt und im Zusammenspiel des Zufalls, machen sich Leo und Michael daran, mit einem wahnwitzigen Experiment Geschichte zu machen. Als sie das Ergebnis betrachen, ist nichts mehr wie zuvor und nicht vieles besser. Fry ist eine Science-Fiction-Comedy gelungen, die erstmal in seinem Werk auch tiefe ernstere Themen berührt. Dabei hat er aber natürlich nichts von seinem Charme, von seiner Boshaftigkeit eingebüßt. Wieder ein tolles Buch.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ThirdStar87 am 23. März 2007
Format: Taschenbuch
Michael Young studiert in Cambridge Geschichte und steht kurz davor seinen Doktor zu machen. Seine Dissertation behandelt Hitler: "Von Braunau nach Wien. Die Wurzeln der Macht." und er ist mächtig stolz auf sein Meisterwerk. Alles verläuft völlig normal - bis er durch einen Zufall den Physik-Professor Leo Zuckermann begegnet. Der ist erstaunt und verwirrt darüber, dass Michael ausgerechnet über dieses Thema schreibt - denn Zuckermann hat ein dunkles Geheimnis. Sein eigener Vater war einst aktiv am Holocaust beteiligt, führte in Auschwitz Experimente an den Häftlingen durch. So verfolgt er nur ein einziges Ziel - er will die millionenfache Ermordung der Juden verhindern, das Grauen ungeschehen machen. Michael hilft ihm dabei. Beide sorgen dafür, dass Hitler nie geboren wird, indem sie über ein Zeitfenster das Wasser in der Zisterne Braunaus so vergiften, dass es unfruchtbar macht.
Leider hat das Ganze einen Haken. Kaum ist nämlich das Wunder vollbracht, erwacht Michael in einer völlig anderen Welt. Er befindet er sich nicht mehr in Cambridge (England), sondern in Princeton (USA) und studiert nicht mehr Geschichte, sondern Philosophie. Alles hat sich verändert - auch Europa. Denn zwar hat es Hitler nie gegeben, aber die Nazis haben trotzdem existiert. Und: ein Anderer stieg zum Führer auf - mit folgenschweren Konsequenzen...

Stephen Fry schafft es in diesem Buch auf genialste Weise geschichtliche Fakten, Realität und Fiktion zu verknüpfen. Das Buch ist fesselnd und packend geschrieben, ist spannend und enthält auch viele humorvolle Züge, ohne jedoch übermäßig provoziernd zu wirken.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rumpelstilz am 11. Juni 2010
Format: Taschenbuch
.. und zweitens als man denkt!

Ich hab "Geschichte machen" vor Jahren mal gelesen und als ich letzthin in der Buchhandlung war, ist es mir "zufällig" wieder ins Auge gefallen und ich MUSSTE es haben. Ich hab den Kauf nicht bereut und auch beim zweiten Lesen war ich wieder gefesselt von Frys genialem Buch. Ich erspare mir, die Geschichte nochmals haarklein durchzukauen, aber einige Gedanken zum Buch seien auch mir erlaubt:

Bis zur eigentlichen Zeitreise nimmt sich Fry die Hälfte des Buches Zeit. Zuerst führt er seine Hauptfiguren ein und das ist in keiner Hinsicht langatmig sondern in höchstem Masse amüsant. Michael kämpft mit seiner Dissertation, mit der Beziehung zu seiner Freundin, macht sich Gedanken über Gott und die Welt ... und brachte mich immer wieder zu amüsiertem Schmunzeln. Und so liest man sich dann auch gut unterhalten durch bis zur Mitte und dann...... kippt das fröhlich-lockere Geschehen und es wird düster-trüb und grausig. Was als gutgemeinter Eingriff in die Vergangenheit gemeint geschehen ist, entpuppt sich als Basis für eine Entwicklung, die dann noch viel schlimmer verläuft als das, was hätte verhindert werden sollen...

Der Gedanke und dann die Tat "Ich ändere etwas Böses in der Vergangenheit um damit Gutes zu bewirken" wird zu einem Bumerang, der dem Protagonisten mit voller Wucht und ungebremst gegen den Kopf knallt, will heissen: Die Veränderung findet statt - aber zum Schlechteren!

Fry ist das Thema "Zeitreise" auf eine Art angegangen, wie sie mir bisher nicht begegnet ist. Er spielt geschickt mit mehreren Zeitebenen, die einmal zusammenlaufen und dann wieder auseinander, aber letztendlich doch alle irgendwie miteinander verwoben sind.
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