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Geschichte machen
 
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Geschichte machen [Gebundene Ausgabe]

Stephen Fry
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
  • Verlag: Haffmans Verlag (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3251003658
  • ISBN-13: 978-3251003655
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 281.448 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stephen Fry
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ich liebe die Engländer. Sie haben ein Problem mit uns Deutschen. Aber sie machen Witze darüber. Oder lustige Filme. Oder Bücher, in denen es ziemlich viel zu lachen gibt, wie in diesem hier. Ganz nebenbei handeln sie dann noch ein philosophisches Problem ab und halten den gespannten Leser bei der Stange. Über immerhin 460 Seiten!

Stephen Fry braucht nicht mehr vorgestellt zu werden: Hauptdarsteller in Brian Gilberts Film Oscar Wilde, Autor von Bestsellern wie Der Lügner oder Columbus war ein Engländer. Geschichte machen geht einem uralten Gedankenspiel von Historik-Freaks nach: Was wäre gewesen, wenn... wenn zum Beispiel Caesar nicht ermordet worden wäre -- oder Wallenstein, wenn Napoleon bei Waterloo gesiegt hätte und so fort.

Hier verhindern ein, von seinem Doktorvater (und von der eigenen Freundin, mein Gott was für ein Weib!) geknechteter, junger Historiker und ein alter Physiker gemeinsam die Geburt Adolf Hitlers. Eine gute Tat, nicht wahr? Mehr soll nicht verraten werden.

Manchmal habe ich drei, vier Seiten vorgeblättert. Weil es so spannend war, gewiß. Aber auch weil Frys Detailfreudigkeit beim Ausmalen von Nebensträngen mich nicht immer fesseln konnte in meiner Ungeduld zu wissen, wie es weitergeht. Auf jeden Fall gehört Geschichte machen nicht zu den Büchern, bei denen man schon nach einer Woche nicht mehr sagen kann, was man da eigentlich gelesen hat. Frys Gedanken beschäftigen einen. Hat er recht mit dem, was sein witziger Roman über die Geschichte behauptet? --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Was wäre, wenn Adolf Hitler nie geboren worden wäre?" Diese Frage beschäftigt den jungen Cambridge-Historiker Michael Young und den Physik-Professor Leo Zuckermann. Der Wunsch, den Holocaust ungeschehen machen zu können, wird so übermächtig, daß sie beschließen, eine Zeitreise zu unternehmen. Sie landen in Braunau am Inn im Jahr 1888 und es gelingt ihnen zu verhindern, daß Frau Hitler einen Sohn und das deutsche Volk einen Führer geschenkt bekommt. Die Weltgeschichte scheint zum Besseren gewendet. Jedoch zurück in der Jetztzeit, muß Michael Young am eigenen Leib die Folgen seines Eingriffs erfahren...
Leseprobe
Schluß mit dem Katz-und-Maus-Spiel. Ich werde Sie nicht länger auf die Folter spannen." Er beugt sich in seinem Sessel vor. "Michael Duncan Young, Sie werden über ein Thema promovieren, das mich mehr interessiert. Brennend interessiert. Ergo zweierlei. Alpha, ich möchte Ihre Arbeit lesen. Beta, ich möchte wissen, warum Sie sie geschrieben haben. Das ist alles. Er lehnt sich zurück und wartet auf meine Antwort.
"Als erstes darf ich Ihnen versichern", sage ich langsam und versuche erfolglos, dem durchdringenden Blick seiner blauen Augen standzuhalten, "daß ich kein... verstehen Sie, also keiner von diesem ausgeflippten Typen bin, eine Art zweiter David Irving, falls Sie das befürchten sollten.
Ich sammle weder Eiserne Kreuze noch Hakenkreuze, Luger-Pistolen oder SS-Uniformen, und ich behaupte auch nicht, im Holocaust wären nur zwanzigtausend Menschen ermordet worden oder irgendsoeinen Scheiß."
Er nickt mit geschlossenen Augen, als lausche er einem Konzert, und bedeutet mir fortzufahren.
"Und Sie haben recht, ich bin zufällig am zwanzigsten April geboren worden. Ich glaube, seit ich erfahren habe, daß der zwanzigste April ein ... ein inhaltsschweres Datum ist, war ich davon fasziniert oder habe mich schuldig gefühlt, könnte man auch sagen."
"Schuldig? Das ist interessant. Glauben Sie etwa an Astrologie?"

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Michael Young studiert in Cambridge Geschichte und steht kurz davor seinen Doktor zu machen. Seine Dissertation behandelt Hitler: "Von Braunau nach Wien. Die Wurzeln der Macht." und er ist mächtig stolz auf sein Meisterwerk. Alles verläuft völlig normal - bis er durch einen Zufall den Physik-Professor Leo Zuckermann begegnet. Der ist erstaunt und verwirrt darüber, dass Michael ausgerechnet über dieses Thema schreibt - denn Zuckermann hat ein dunkles Geheimnis. Sein eigener Vater war einst aktiv am Holocaust beteiligt, führte in Auschwitz Experimente an den Häftlingen durch. So verfolgt er nur ein einziges Ziel - er will die millionenfache Ermordung der Juden verhindern, das Grauen ungeschehen machen. Michael hilft ihm dabei. Beide sorgen dafür, dass Hitler nie geboren wird, indem sie über ein Zeitfenster das Wasser in der Zisterne Braunaus so vergiften, dass es unfruchtbar macht.
Leider hat das Ganze einen Haken. Kaum ist nämlich das Wunder vollbracht, erwacht Michael in einer völlig anderen Welt. Er befindet er sich nicht mehr in Cambridge (England), sondern in Princeton (USA) und studiert nicht mehr Geschichte, sondern Philosophie. Alles hat sich verändert - auch Europa. Denn zwar hat es Hitler nie gegeben, aber die Nazis haben trotzdem existiert. Und: ein Anderer stieg zum Führer auf - mit folgenschweren Konsequenzen...

Stephen Fry schafft es in diesem Buch auf genialste Weise geschichtliche Fakten, Realität und Fiktion zu verknüpfen. Das Buch ist fesselnd und packend geschrieben, ist spannend und enthält auch viele humorvolle Züge, ohne jedoch übermäßig provoziernd zu wirken.
Fry erzählt zeitversetzt aus verschiedenen Perspektiven und verschieden Realitäten - das heißt im 1.Teil des Buches beruhen die geschichtlichen Rückblicke auf der Realität VOR (mit Hitler) und im 2.Teil auf der Realität NACH (ohne Hitler) der Zeitreise.

Er stellt die Frage "Was wäre gewesen, wenn...?" und schafft aus diesem Ansatz heraus ein Buch, dass dem auf dem Grund geht. Ginge es der Welt dann heute wirklich besser? Hätte es Völkermord und Antisemitismus auch ohne Hitler gegeben? War Hitler nur eine Führerfigur der NSDAP, die beliebig austauschbar gewesen wäre? Er wirft Fragen auf, die man sich ständig selbst stellen kann und nicht einmal völlig abwegig sind. Somit ist dieses Buch nicht nur allein zur Unterhaltung dar. Man wird auch zum Nachdenken angeregt.

FAZIT: "Geschichte machen" ist ein wirklich humorvoller, fesselnder, aber auch nachdenklicher Roman, der schlichtweg überzeugt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und kann es nur Jedem ans Herz legen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Multitalent Stephen Fry hat nach "Der Lügner" und "Das Nilpferd" mit "Geschichte machen" seinen dritten Roman vorgestellt. Dabei fällt auf, dass alles was Fry anfasst fantastisch wird. Sowohl als Schauspieler, als auch als Autor erweist sich Fry als Glücksgriff. In "Geschichte machen" tritt Michael Young als sehr von sich überzeugter Historiker auf. Von seiner Doktorarbeit und deren These ist er so überzeugt, daß sie ihm die Doktorwürde, einen akademischen Posten, regelmäßige wissenschaftliche Publikationen und die unendliche Liebe seiner freundin Jane einbringen wird. Nun sollte aber gerade ein Historiker es wohl besser wissen und nicht auf die naive Idee verfallen, er könnte Pläne für die Zukunft machen. Es tritt Leo Zuckermann, eine von der dunkelsten Periode der Menschheitsgeschichte, dem dritten Reich, besessener Physiker, auf, der einen Mann dieser Zeit abgrundtief hasst: Adolf Hitler. Von einem Hass getrieben, den die Liebe ernährt und im Zusammenspiel des Zufalls, machen sich Leo und Michael daran, mit einem wahnwitzigen Experiment Geschichte zu machen. Als sie das Ergebnis betrachen, ist nichts mehr wie zuvor und nicht vieles besser. Fry ist eine Science-Fiction-Comedy gelungen, die erstmal in seinem Werk auch tiefe ernstere Themen berührt. Dabei hat er aber natürlich nichts von seinem Charme, von seiner Boshaftigkeit eingebüßt. Wieder ein tolles Buch.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Deutschland ohne Hitler 12. August 2003
Format:Taschenbuch
Der liebenswürdig naive Doktorand Michael trifft auf Leo einem Physiker, der eine Maschine entwickelt hat, mit der kleine Gegenstände an beliebige Orte in die Vergangenheit geschickt werden können. Leo, dessen Vater in Auschwitz bei der SS als Arzt u.a. für die Selektion der Häftlinge (Gaskammer oder Arbeitsdienst) tätig war, ist von Schuldgefühlen bzgl. der Taten seines Vaters beherrscht, Michael hat gerade eine unglücklich formulierte Doktorarbeit über Hitler geschrieben. Schnell kommt beiden die waghalsige Idee, die Geburt Hitlers ungeschehen zu machen und so den Lauf der Geschichte in vermeintlich bessere Bahnen zu lenken.
Gekonnt spielt Stephen Fry auf mehreren in einander übergehenden Handlungsebenen mit dem Gedanken, wie die Welt ohne Hitler ausgesehen hätte. Seine Grundthese dabei ist, dass die Demokratie auch ohne ihn nicht überdauert hätte und dass der Antisemitismus in Deutschland auf andere Art und Weise zu ähnlich grausamen Resultaten geführt hätte. Es wird nicht wenige Leser in Deutschland geben, die bei dieser Thematik und bei diesen unbequemen Schlußfolgerungen genervt das Buch aus der Hand legen bzw. es gar nicht erst erwerben. Bei ein wenig ruhigem Nachdenken, wird man aber leicht zu dem Ergebnis kommen, dass ein der Geschichtsverlauf, den Fry darstellt, bei den vorherrschenden Rahmenbedingungen tatsächlich eine Möglichkeit ist. Und die dargestellte Möglichkeit bietet einen anregenden Diskussionsstoff.
Das schöne an diesem Buch ist, dass dieser Diskussionstoff in eine schöne, spannende und intelligente Handlung eingeflochten ist. Und in Verlauf dieser Handlung entwickelt sich eine wunderbar undramatische Liebesgeschichte.
Ein absolut empfehlenswertes Buch, das zum nachdenken anregt. Vielleicht sogar ein "Meisterwerk"?!
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Die neuesten Kundenrezensionen
immer noch top-spannend
Die ersten paar Seiten sind etwas zäh, aber dann nimmt das Buch seinen fesselnden Verlauf. Obwohl es bei Veröffentlichung wirklich extrem zeitgenössisch und modern... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Projekt Ich veröffentlicht
Guter Durchschnitt
Die Geschichte ist durchaus originell, allerdings an einigen Stellen schon sehr abgedreht. Auch eine fiktive Geschichte sollte irgendwie "begründbar" sein und nicht auf den... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Chris veröffentlicht
Idee gut, Umsetzung langweilig
erst ab der Mitte des Buches kam Spannung auf.
In diesem Buch werden zwei Geschichten parallel erzählt. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von islandbrunhilde veröffentlicht
Hervorragender "What if" Roman
Spannender "what if" Historienroman im selben Genre wie "The Plot against America". Allerdings ist die
Leichtigkeit von Stephen Fry ein angenehmes Mittel gegen die Schwere der... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von H. Mitterer veröffentlicht
Was, wenn Hitler nie gelebt hätte ...
Michael Young ist Geschichte-Student im Cambridge und gerade mit seiner Doktorarbeit über Adolf Hitlers Aufstieg fertig geworden. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von SA.M.T veröffentlicht
Skurill
das Buch ist so schrill und skurill wie die Persönlichkeit des Autors, der als enfant terrible der britischen Kulturszene bezeichnet wird. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Dr.W.Goos veröffentlicht
Unterhaltsam, leider aber etwas zu detailverliebt
Das Gedankenspiel, das dem Buch zugrundeliegt, ist nicht unbedingt neu - aber immer noch faszinierend: Was wäre passiert, wenn Hitler gar nicht gelebt hätte? Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Thorsten Bayer veröffentlicht
Geschichte machen
Dieses Buch ist mir empfohlen worden, als ich auf der Suche nach einem Buch mit ähnlicher Thematik war. Die Frage, 'Was wäre, wenn'. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von DieJai veröffentlicht
Etwas sperrig, aber interessant
Es handelt sich um ein interessantes, gut und faszinierend umgesetztes Thema : Wie würde die Welt heute aussehen, wenn Hitler nicht geboren worden wäre ? Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Winfried Raith veröffentlicht
Zwischen Paralleluniversum und Universität
In den 1990er Jahren: Michael Young ist Geschichtsstudent in England, etwa 24 Jahre alt und immer öfter genervt von seinem Leben, das nicht gerade Erfolg abwirft. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Johanna Gassner veröffentlicht
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