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So war zwar nach dem ersten Weltkrieg diese "Bewegung" besonders bewegt, jedoch schon davor hatten sich wohl eigenartigerweise in den europäischen Nationen (z.B. in Literatur und Musik!) Phänomene herausgebildet, die dem 19. Jahrhundert huldigten, und zwar insbesondere in bezug auf einen Heroismus, der sich wohl eher an die Klassik ausrichten sollte, so an Ordnung, Sitte und dergleichen.
Daß dafür Rom und sein damaliges Weltreich einerseits, die "frischen" Germanen andererseits sich gegenseitig den Rang abliefen, wer wohl der bessere sei, das war eben vielleicht das Verhängnis. Und dieses Verhängnis führte dann wohl auch zum ersten Weltkrieg (unter anderem).
Ja, was Kultur und insbesondere Religion in dieser Richtung anrichten kann, das erfahren wir soeben erst wieder global und direkt und die Religion ist nicht das geringste Faktum dabei.
So hat denn nach dem ersten Weltkrieg, da die Ordnung sich sichtbar (nach dem Vorbild der französichen Revolution in demokratischer Hinsicht) nicht etablieren konnte und schon, wie gesagt, vor dem Krieg die alte hierarchische Ordnung von oben (Monarchie) sich durchgesetzt hatte, nun aber nach dem Weltkrieg Unordnung sich allerorts breitmachte, in Europa soetwas wie eine "neue" Bewegung stattgefunden.
Unterstützt wurde diese "Bewegung" von Literaten wie z.B. Ezra Pound oder Gabriele D`Annunzio, und Giovanni Gentile hat denn auch in Italien als Kultusminister den Grundstock für eine entsprechende Erziehung gelegt.
Ich will das hier nicht werten, zeige es nur auf, wie Brunello Mantelli es in seiner kurzen Geschichte des italienischen Faschismus tut.
Wir wissen, daß auch in Deutschland ähnliches sich einige Jahre später ereignete und nicht nur ganz Verrückte dem nachliefen, sondern auch normale Menschen ihr Leben dafür einsetzten, was einigermaßen verwundert, wenn nicht erschreckt, ganz abgesehen von dem völligen Chaos danach.
Aber daß alles so kam, das war Menschenwerk und kein Zufall und es war irgendwie voraussehbar.
In Europa (und nicht nur dort) herrschte Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts eben eine Bewegung, die Menschen mitriss und verführte, die aufgebaut war auf sogenannten kulturellen Werten wie Ordnung, Sitte, Zusammenhalt und dergleichen. Und die Religion hat davon profitiert. Im Lateranvertrag hat Italien unter Mussolini mit dem Vatikan den vatikanischen Staat heutiger Facon geschaffen.
Das sollten wir nicht vergessen und werden es auch nicht, denn von der Engelsburg aus kann man das Dankesschreiben an den Staat in Stein gehauen gut lesen.
Ordung und Sitte sind gut, werden in Zukunft auch gebraucht, aber ganz gewiss nicht mit der Empathie wie damals.
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