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Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914 - 1933
 
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Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914 - 1933 [Taschenbuch]

Sebastian Haffner , Oliver Pretzel
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt Bücher, da sitzt man als Rezensent nach der Lektüre hilflos vor einer riesigen Sammlung von Zitaten und weiß nicht, wie man alle in seine Besprechung einbauen soll. Einer dieser zugegebenermaßen seltenen Fälle ist Geschichte eines Deutschen; Sebastian Haffners Erinnerungen an die Zeit zwischen dem Kriegsausbruch 1914 und dem Machtantritt der Nationalsozialisten strotzen vor zitierfähigen Passagen. Doch die Formulierungsfähigkeiten des Autors sind nicht das einzig Herausragende an diesem Band, der Inhalt steht ihnen in nichts nach.

Dessen Aufbau folgt Haffners Linie "20 Jahre deutsche Geschichte aus meiner Perspektive" mit anschließender "Geschichte Deutschlands als Teil meiner privaten Lebensgeschichte". Genau hier liegt das Geheimnis dieses 1939 entstandenen und niemals veröffentlichten Frühwerks von Haffner: Ein "Durchschnittsmensch mit vielen Schwächen" erzählt das ganz persönliche Erleben einer "interessanten und dramatischen" Zeit. Für Haffner ein "privates Duell mit dem Dritten Reich", das ungewohnte Einblicke ermöglicht.

Die Erinnerungen bereits 1914 beginnen zu lassen ist dabei eine außergewöhnliche Entscheidung, datiert doch Hitlers Machtübernahme erst auf das Jahr 1933. Doch bereits im Ersten Weltkrieg sieht Haffner "die Wurzeln des Nazismus: nicht etwa im 'Fronterlebnis', sondern im Kriegserlebnis des deutschen Schuljungen", zu denen er damals zählte. Die anschließende Zeit der Weimarer Republik ist geprägt von den Vorboten des Unheils, das dann mit den Zeitungsschlagzeilen "Hitler zum Reichskanzler berufen" hereinbricht. Im April 1933 schon folgt der Judenboykott, den Hitler und Goebbels, so Haffner lakonisch, "auf dem Obersalzberg bei Tee und Biskuits beschlossen". Was danach kam war eine Zeit "grau wie ein Hinrichtungshof". Deren Vorgeschichte schildert dieses schlicht fesselnde und uneingeschränkt empfehlenswerte Buch. --Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de-Hörbuchrezension

"Der Ausbruch des vorigen Weltkrieges, mit dem mein bewusstes Leben wie mit einem Paukenschlag einsetzt, traf mich, wie er die meisten Europäer traf: In den Sommerferien. Um es gleich zu sagen, die Zerstörung dieser Ferien war das ärgste, was mir der ganze Krieg persönlich antat."

1939: Sebastian Haffner blickt zurück auf den ersten Weltkrieg, während der Zweite kurz bevorsteht. Die Zerstörung seiner geliebten Ferien auf dem Gut in Hinterpommern kommt ihm in den Kopf. Rigoros und mit feinster Ironie auf diese kleinen, individuellen Widrigkeiten verweisend, macht Haffner umso genauer das rücksichtslose Vorgehen eines Staates deutlich, der ihn schon wieder -- unter furchtbaren Drohungen -- zwingen will, seine Freunde abzulegen, eine vorgeschriebene Gesinnung anzunehmen, anders zu grüßen, als er es gewohnt ist und seine Person zu lebensgefährlichen Aktionen zur Verfügung zu stellen, die er vehement ablehnt. Haffners Geschichte eines Deutschen, ein Überraschungserfolg, schildert den Kampf eines "Nichtkämpfers" um die Bewahrung seiner Persönlichkeit und seiner privaten Ehre.

Diese Geschichtsstunde über Moralität und Integrität, die zum Pflichtprogramm werden sollte, ist nun auf vier CDs erschienen, von Schauspieler Walter Kreye mit seltener Einfühlsamkeit vorgetragen. In den beiden Booklets findet sich, der Lesung vorangestellt, zusätzlich ein Prolog. Den Abschluss des 300-minütigen Erinnerungswerkes bildet ein fast einstündiges Interview, das der Hessische Rundfunk im Jahr 1993 ausstrahlte. Danach haben Sie einen wirklich großen Deutschen kennen gelernt! Lesung, Spieldauer ca. 300 Minuten, 4 CDs. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Die Jahre zwischen 1914 bis 1933 beschrieb der Journalist Sebastian Haffner um 1939 aus dem Exil. Aus der Sicht des Jungen und Jugendlichen, der er selbst war, berichtet er von der Zeit in der Hitler an die Macht kam. Nicht als Historiker geht er an die Sache, sondern als Geschichtenerzähler. So wird verständlich, wie jene Massenbewegung zustande kommen konnte, wie der Nationalsozialismus möglich wurde.

Kurzbeschreibung

Als Kind und junger Mann erlebte Sebastian Haffner den Ersten Weltkrieg, die galoppierende Inflation 1923, die Radikalisierung der politischen Parteien, den unaufhaltsamen Aufstieg der Nationalsozialisten. Ohne politisch oder rassisch verfolgt zu sein, emigrierte er 1938. Aus dem Nachlaß sind nun die Erinnerungen seiner ersten drei Lebensjahrzehnte veröffentlicht, 1939 in England zu Papier gebracht.

Aus der Distanz des Exils und zugleich unter dem Eindruck des unmittelbar Erlebten blickt der junge Haffner enorm hellsichtig und zugleich nüchtern auf die sich anbahnende Katastrophe. Ohne Eitelkeit, doch mit feiner Ironie und einem gelegentlichen Aufflackern von Zorn beschreibt er die Jahre zwischen 1914 und 1933, spiegelt das Politische im Individuellen, benennt Gründe für seine persönliche Entwicklung und die seines Volkes. Wer das Verhängnis sehen wollte, erkannte es schon vor 1933!

Für die Taschenbuchausgabe um zwei neu aufgefundene Manuskriptteile erweiterte Ausgabe.

Der Verlag über das Buch

»Mit seiner Geschichte eines Deutschen war Sebastian Haffner, ohne dass ihm das bewusst war, ein fulminantes Debüt geglückt. Gerade jugendliche Leser können hier erfahren, wie die Sozialpathologie einer Gesellschaft beschaffen war, die sich der Versuchung des Nationalsozialismus widerstandslos ergab und sich seiner kriminellen Dynamik willig andiente.« Die Zeit

»Dieser autobiografische Text...ist nicht nur Haffners persönlichstes, sondern auch sein bestes Buch – unübertroffen in der seismografischen Wahrnehmung individueller und kollektiver Befindlichkeiten im Deuschland der Weimarer Republik und des ersten Jahrs der Hitler-Diktatur.« Volker Ullrich, Die Zeit

».... für Haffner ein Feld unaufhörlichen Nachdenkens. Es ist diese Kontinuität, die Selbstreflexion hinter der historischen Rerflexion, die seinen Büchern Intensität und Kraft verleihen. Kein anderer hat sie in diesem Ausmaß besessen. Nun wissen wir, warum.« Jacques Schuster, Die Welt

»In diesen Erinnerungen, und das ist nicht der geringste Reiz, den man bei ihrer Lektüre empfindet, steckt bereits der ›ganze Haffner‹....die Prägnanz und Sicherheit des Urteils, die schnörkellose, eingängige Sprache, die Fähigkeit, ein Detail so zu würdigen, daß es einem ein weitschweifiges Panorama mühelos ersetzt, ist hier schon anzutreffen.« Johannes Willms, Süddeutsche Zeitung

»Dieses Buch wird ein Ereignis werden. Man denkt unwillkürlich an das Jugendwerk von James Joyce ›A Portrait of the Artist as a Young Man‹.« Wolf Jobst Siedler, Berliner Zeitung

»Der faszinierende Schlußteil ermöglicht ein ganz neues Verständnis der Komposition des Buches.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

» „Ich reise nach Indien und habe die Taschenbuchausgabe von Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen“ eingepackt. Ein großartiges Buch eines großartigen Mannes, der seine Erinnerung an die Zeit v on 1914 bis 1933 unheimlich verständlich und spannend vermittelt.“« Lara Joy Körner für Bunte

Über den Autor

Sebastian Haffner, 1907 –1999, emigrierte 1938 nach England und arbeitete als Journalist für den ›Observer‹. 1954 kehrte er nach Deutschland zurück, schrieb zunächst für die ›Welt‹, später für den ›Stern‹. Haffner ist Autor einer Reihe historischer Bestseller: ›Winston Churchill‹ (1967), ›Anmerkungen zu Hitler‹ (1979), ›Von Bismarck zu Hitler‹ (1987).
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