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Geschichte der chinesischen Philosophie
 
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Geschichte der chinesischen Philosophie [Taschenbuch]

Wolfgang Bauer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 14,95  
Taschenbuch, 2001 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 339 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406471579
  • ISBN-13: 978-3406471575
  • Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 11,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 977.646 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Wolfgang Bauer
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 22.03.2001
Ludger Lütkehaus ist von dieser posthum erschienen Geschichte der chinesischen Philosophie, die seiner Ansicht nach dazu beitragen kann, die Grenzen "eurozentrischen Denkens" aufzuzeigen, sehr angetan. Er preist das Buch überschwänglich als "vorzüglich geschrieben und findet es hervorhebenswert, dass es auch für Fachfremde gut zu verstehen ist. Zudem vermöge es dem europäischen Denken gänzlich Fremdes zu Vermitteln, "ohne penetrant assimilatorisch" zu verfahren. Einzig den Schluss des Buches findet der Rezensent enttäuschend: er hätte "noch gerne etwas erfahren" über die chinesische Philosophie des 20. Jahrhunderts.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Die Geschichte der chinesischen Philosophie ist im Westen zumeist nur in Teilaspekten bekannt. Konfuzianismus und Daoismus, chinesische Ethik und Staatsphilosophie, das "ganzheitliche" und das "strategische" Denken der Chinesen faszinieren viele Europäer. Der 1997 viel zu früh verstorbene Wolfgang Bauer, einer der renommiertesten Sinologen Deutschlands, fügt in diesem Buch die Lehren des Konfuzianismus, Daoismus und der buddhistischen Philosophenschulen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild zusammen. Er entschlüsselt philosophische Begriffe von der Bildhaftigkeit alter Zeichen aus und geht dem engen Zusammenhang zwischen der chinesischen Philosophie und den politischen und sozialen Verhältnissen nach. Bauer wird hier seinem Ruf gerecht, ein Meister der verständlichen und einprägsamen Vermittlung zu sein. Quellennachweise, Literaturverzeichnis, Zeittafel und ein chinesisch-deutsches Glossar machen den Band darüber hinaus zu einem nützlichen sinologischen Handbuch. Hans van Ess hat das nahezu fertiggestellte Manuskript Bauers behutsam überarbeitet und aktualisiert.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses posthume Werk des 1997 verstorbenen Sinologen Wolfgang Bauer füllt eine Lücke im deutschen Sprachraum. Im Gegensatz zur englischen Sinologie und zur bemerkenswerten "Histoire de la pensée chinoise" (1997) von Anne Cheng, gab es, außer der veralteten dreibändigen "Geschichte der chinesischen Philosophie" (1927/34/38) von Alfred Forke, bisher keine Gesamt-
darstellung, die sowohl die angehenden Sinologiestudenten als auch die interessierten Laien ansprach.
Wolfgang Bauer, seit 1966 Professor für Ostasiatische Sprachen und Kulturwissenschaft an der Universität München, erwarb sich weltweites Renommee durch sein Werk "China und die Hoffnung auf Glück" (1971). Hans van Ess, Bauers Lehrstuhlnachfolger, hat das unvollendete Manuskript nur geringfügig verändert und ergänzt.
Bauer stellt eine Zweiteilung der Thematik in der chinesischen Philosophie fest: einerseits der Mensch in der Gesellschaft, und was sich daraus ergibt: Ethik, Rituale, Geschichte, Politik; andererseits der Mensch und die Kräfte der Natur. In der ersten Strömung kann man den Konfuzianismus und den Legismus, in der zweiten den Daoismus und den Buddhismus erkennen.
Mit Konfuzius (551-479) kam ein neues Menschenbild auf, durch das der Mensch sich von der Geisterwelt und von der Religion loslöste. Neben der Betonung des Rituals und der Hierarchie stellte er einen Tugendkatalog auf, der das reibungslose Funktionieren der Familie und des Staates gewährleisten sollte. Unter seinen Nachfolgern bildeten sich zwei entgegengesetzte Pole heraus. Menzius wertete das Volk auf und glaubte an die natürliche Neigung des Menschen zum Guten. Xunzi hingegen behauptete, der Mensch sei von Natur aus böse. Nur wenn er sich von seiner Natur abwende, könne er durch Rechtlichkeit und Rituale das Ideal der Menschlichkeit erreichen. Mit der Errichtung eines zentralisierten Reiches unter den Han-Kaisern (206 v.u.Z. - 220 u.Z.) wurde der Konfuzianismus zur Staatsideologie.
Im Gegensatz zum Konfuzianismus war der Daoismus eine Art Quietismus und Einsiedlerideologie, welche die Rituale ablehnte und den Rückzug aus der Gesellschaft und das "Nichttun", d.h. nicht zielgerichtetes Handeln, empfahl.
Nur dank der politischen Zersplitterung des Reiches nach dem Untergang der Han-Dynastie gelang es dem Buddhismus, in China Fuß zu fassen, und das trotz der fremden Herkunft seines gegen die Familie gerichteten Mönchtums und seiner abstrakten Philosophie. Er wurde erst akzeptiert, als er sich vollkommen sinisiert hatte. So entstanden neue Schulen, die eine Synthese von Buddhismus und Daoismus waren: der Chan (Zen), der Tiantai und der Jingtu (Schule der Reinen Erde). Leider ist dem Autor bei der Darstellung der Dreikörpertheorie ein peinlicher Schnitzer unterlaufen, der auch dem Herausgeber nicht aufgefallen ist: anstatt "Nirmânakâya" (Verwandlungsleib) schreibt er "Nirvânakâya" (Erlöschungskörper), was reiner Unsinn ist.
Trotz einiger Mängel und Lücken, u.a. der Vernachlässigung der konfuzianischen Philosophen der Ming- und der Qing-Dynastie, bleibt Bauers Gesamtdarstellung die beste deutschsprachige Eínführung in die chinesische Philosophie.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ausgezeichnetes Buch 16. August 2010
Format:Broschiert
Dieses Buch eignet sich hervorragend, um einen Überblick über die Geschichte der verschiedenen philosophischen Richtungen in China zu bekommen. Die Informationsdichte ist sehr hoch, was das Lesen recht anspruchsvoll macht. Insgesamt ist es aber für jeden empfehlenswert, der an Fachwissen über das Thema interessiert ist. Es werden keine Kenntnisse über chinesische Philosophie vorausgesetzt. Neben der Geschichte der chinesischen Philosophie werden auch die Grundlagen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Strömungen besprochen.
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