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Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 26.06.2001
Machiavelli, Montesquieu Bracher? Hanno Helbling zufolge geht das schon in Ordnung. Schließlich hat sich der Politologe Bracher wie die berühmten M & M gleichfalls mit klassischen Texten rumgeschlagen, mit Thukydides und Tacitus, aber auch mit den späteren "Klassikern", mit Ranke und Mommsen, bevor er sich der "allerneuesten Geschichte und Politikwissenschaft" zuwandte. Einen Schlüssel zu den vierzehn Beiträgen des Bandes sieht Helbling nicht zuletzt deshalb in dem enthaltenen Aufsatz über den Widerstandskämpfer Rüdiger Schleicher. Auch hier geht es weniger um Biografie, denn um ein Modell als eine Möglichkeit, politische Grundprobleme zu betrachten. Was Bracher in seinen Aufsätzen über historische Erfahrung zu Papier bringt, schreibt Helbling, umweht ein "Hauch von Aufklärungsoptimismus", der ihr "einen trotz all ihrer Düsterkeit lebensfreundlichen Sinn" verleiht.
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Kurzbeschreibung
Einer der großen Zeithistoriker zieht seine Bilanz des 20. Jahrhunderts Karl Dietrich Bracher beleuchtet die Geschichtslandschaft des 20. Jahrhunderts. Ein Blick zurück mit dem Vergrößerungsglas des Historikers und Politikwissenschaftlers. Karl Dietrich Bracher hat international anerkannte Werke über die Geschichte der Weimarer Republik und des »Dritten Reiches« geschrieben und sein Augenmerk auf die Rolle der Ideologien für Politik und Gesellschaft gerichtet. In seinem neuen Buch zeigt Bracher die Grundlinien und wesentlichen Antriebskräfte der zurückliegenden Epochen auf, deren Folgewirkungen uns bis heute beschäftigen: die Zeitbrüche der Jahre 1918, 1945 und 1989, die totalitären Herausforderungen, das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die europäischen Diktaturen. Das Buch enthält die Summe eines großen Gelehrtenlebens.