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Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen
 
 
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Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen [Gebundene Ausgabe]

Erik Händeler
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen + Kondratieffs Gedankenwelt - Wohlstand nach der Industriegesellschaft + Der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information. Die langen Wellen der Konjunktur und ihre Basisinnovation
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Brendow; Auflage: 7., Aufl. (1. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3870679638
  • ISBN-13: 978-3870679637
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 76.242 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 07.07.2003
Dagmar Deckstein wünscht diesem Buch über Wirtschaftszyklen und die Kondratiefftheorie "weite Verbreitung", um das Bewusstsein für die Gründe der wirtschaftlichen Stagnation und Perspektiven ihrer Überwindung zu schärfen. Sie nimmt sich viel Raum zum Zusammenfassen des Buchinhalts und erklärt detailliert die Auffassung des Autors von den Zyklen der Wirtschaft, bei denen auf eine Innovationsphase mit großem Aufschwung immer eine Abschwungphase folgt. Händeler stelle überzeugend dar, dass die derzeitige wirtschaftliche Krise nur zu überwinden sei, wenn eine "neue, bisher ungenutzte Produktivitätsreserve" nutzbar gemacht werden könne, so die Rezensentin zustimmen. Sie lobt das Buch dafür, die traditionellen Vorstellungen von einer rein "mechanistisch-monetären" Wirtschaft "weit hinter sich" zu lassen und folgt Händeler in seiner Einschätzung, dass Wirtschaftswachstum sich nur einstellen kann, wenn auf "Motivation, Kreativität, Zusammenarbeit" als neue Quelle der Produktivität gesetzt wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Auf der Grundlage der Kondratieff-Theorie analysiert der Wirtschaftsjournalist Erik Händeler die derzeitige Wirtschaftslage. Doch er bezieht sich nicht allein auf die Analyse: In seinen Thesen zeigt er überraschende und provokante Möglichkeiten und Wege aus der Krise.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Blick über den Tellerrand 26. Februar 2005
Von Apogaeum
Der Denkansatz, den Herr Händeler hier vertritt, ist wirklich faszinierend. Wirtschaftswachstum ergibt sich durch Innovationen, die eine Gesellschaft zu integrieren bereit ist. Durch das Aufgreifen der Kondratieff-Theorie beweist er Sinn für's Exotische... eben die "andere Denke", derer die Gesellschaft bedarf, gerade in diesen Zeiten. Er beschreibt sehr interessante Denkansätze in den ersten beiden Dritteln des Buches, & natürlich bewegt man sich als Leser auf seinem eigenen Hintergrund mit. Händeler prognostiziert nach der Computer-Innovation eine kommende Zeit, in der dasjenige System auf der nächsten Aufschwungswelle mitschwimmt, welches Informationen am besten zu Nutzen weiß. Z. B.: das Wissen um die Motivation der Mitarbeiter. Werden entsprechende Konsequenzen aus dem schon heute existierendem Wissen gezogen? Werden Betriebe so strukturiert, daß dort arbeitende Menschen eine hohe Motivation entwickeln können? Es geht im Grunde um die innere Haltung der Menschen, Leitung wie Mitarbeiter, die sich zu verändern hat. Das ist eine fürwahr große Innovation, die Händeler uns abverlangt. Mag man auch seine Recherchen & Zitate aus der SZ kritisieren: sein Denkansatz macht Sinn & ist nachvollziehbar.
Doch daß er die Lösung in der Religion & Kirche sieht, leuchtet mir nicht ein. Natürlich propagieren die Kirchen die bekannte kooperative innere Haltung. Aber es gibt auch einen Grund dafür, warum sich die Menschen immer mehr von den Kirchen abwenden. Gleichzeitig fordert Händeler Rituale & Strukturen, die Kirchen mal gaben. Doch auch hier das Gleiche: die Menschen wenden sich ab. Händeler erkennt innovativ langfristige Strukturen & Zusammenhänge, daraus läßt sich aber noch etwas viel Tiefgreifenderes ableiten: Strukturen & persönliche Denkweisen (>Werte) im sozialen Umgang müssen sich verändern, & daraus ergibt sich, daß sich neue Institutionen bilden werden, in denen das gelebt wird. Die neue Innovation heißt: Kooperation. Und dafür muß es mehr Anreiz geben als eine befristete Stelle in einem Betrieb in dem man überbezahlte Manager beim Rationalisieren beobachtet. Beratungsformen wie Supervision, die Raum & Zeit(!) für Entwicklung lassen, werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Ich vermute, die Lösung unserer heutigen Misere wird sich leider nicht darauf beschränken, sich auf alte Institutionen wie die Kirchen zurück zu besinnen, sondern es wird viel komplizierter: es müssen sich ganz neue Werte entwickeln. Und davor kommt noch der Zerfall der vorhandenen, nicht mehr funktionierenden Strukturen wie Staat & Kirche, die z. Zt. beide ihren eigenen Untergang organisieren.
Schade, daß Händeler diese Entwicklung nicht auch noch integriert hat. Deshalb auch nur die 4 Sterne.
Dennoch muß man Händeler zugute halten, daß er ganz unamerikanisch Zusammenhänge erkennt, die echte Ideen für die Zukunft aufzeigen. Wer sein Buch liest, wird evtl. auf neue Gedanken gebracht, wie man sich mit dem aktuellen Wirtschaftszustand befassen kann. Ein Blick über den Tellerrand.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wir sind Wirtschaft! 16. Oktober 2010
Von J.M.
Erik Händeler gebührt großer Respekt. Schon lange vor der globalen Finanzkrise 2008 hatte er den Mut, sich mit seinen Artikeln und Büchern über die Kondratieff-Theorie dem ökonomischen Mainstream entgegenzustellen und auf falsche Annahmen in den Denkmodellen der gegenwärtigen Wirtschaftwissenschaften hinzuweisen. So auch in "Die Geschichte der Zukunft".

Auf Basis der von Nikolai Kondratieff und Joseph Schumpeter geprägten "Theorie der langen Wellen" zeigt Händeler, dass Fortschritt und wirtschaftliche Entwicklung nicht nur auf ein paar ökonomische Größen und Kennzahlen reduziert werden können, sondern immer eine gesamtgesellschaftliche Leistung darstellen: Wirtschaft, das sind wir alle - das reale Leben.

Dass dem tatsächlich so ist, schildert Händeler auf sehr fundierte und überzeugende Art und Weise in dem er sich entlang der vergangenen Kondratieff-Wellen bewegt. Dabei zeigt er auf, dass grundlegend neue Technologien wie die Dampfmaschine im 18. oder das Automobil im 20. Jahrhundert als so genannte Basisinnovationen die langfristige wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben. Diese Innovationen haben die Kraft ein lange dauerndes Wachstum anzustoßen, indem ein neues technologisches Netz die Produktivität erhöht.

Wie schnell oder gut ein solches Netz von einzelnen Ländern erschlossen wird, hängt dabei aber nicht von ökonomischen Größen wie Preisen, Zinsen oder Geldmenge ab, da diese nur die Folge, nicht aber die Ursache der wirtschaftlichen Entwicklung sind. Die entscheidende Triebfeder in diesem Prozess sind vielmehr die Menschen selbst: Sie entscheiden durch ihr Verhalten, ob sie eine Basisinnovation begrüßen oder ablehnen. Gelingt es den Menschen die Erfolgsmuster des neuen Zyklus zu durchschauen und erfolgreich anzuwenden, können sie lange von einer Basisinnovation profitieren und es geht allen besser. Das ist so lange der Fall bis das neue technologische Netz vollständig erschlossen wurde. Dann beginnt die Wirtschaft zu stagnieren und es kommt zu einer Krise. Diese hält an bis der nächste "Erfolgszyklus" entdeckt und erschlossen wurde.

In einer solchen Krise befinden wir uns gerade. Die Innovationswelle, die durch Computer und Internet getrieben wurde ist mittlerweile abgeebbt. Inzwischen hat sich dieses technologische Netz sogar in den Schwellenländern weitgehend ausgebreitet. Es wird daher in den nächsten Jahren darum gehen, "the next big thing" zu identifizieren und sich anschließend an dessen Erfolgsmuster anzupassen. In diesem Zusammenhang analysiert Händeler hervorragend die gegenwärtigen "Bremsblöcke", um darauf aufbauend einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dabei beschreibt er ganz konkret, was sich seiner Meinung nach ändern muss und identifiziert auch die nächsten Wachstumsmotoren. Diese sieht Erik Händeler vor allem im Gesundheitsbereich und in einer neuen Arbeitskultur schlummern.

An dieser Stelle noch eine Anmerkung zu Nikolai Kondratieff: Für den russischen Ökonom erwies sich seine "Theorie der langen Wellen" als sehr verhängnisvoll. Stalin ließ ihn 1930 verhaften und nach acht Jahren Gefangenschaft hinrichten, weil er dessen Thesen als konterrevolutionär erachtete. Schließlich waren Kondratieffs Thesen vom langfristigen Auf und Ab der Wirtschaft der Beweis dafür, dass der Kapitalismus (weiter)entwicklungsfähig und somit nicht unweigerlich dem Untergang geweiht ist.

Wie entwicklungsfähig der Kapitalismus in unserer derzeitigen Krise tatsächlich sein wird, hängt allerdings nicht vom nächsten Konjunkturprogramm ab, sondern von uns allen. Wir haben es selbst in der Hand unsere Zukunft besser zu gestalten: Wir sind Wirtschaft. Das ist die wohl wichtigste Botschaft, die Erik Händeler für uns alle in seiner "Geschichte der Zukunft" bereithält.
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorsicht, Vernunft! 2. September 2003
Vorsicht, Vernunft! Denn wer sich mit den Thesen dieses Buches auseinandersetzt, dem vergeht die Lust an den abendlichen politischen Diskussionsrunden im Fernsehen. Auch die Berichterstattung im Wirtschaftsteil der Zeitung verliert ihren Glanz, während die vermeintlichen „Reformen", die im Moment von der Regierung durchgezogen werden, als Augenwischerei erkannt wird. Denn die Fragestellung ist nicht mehr, „Wie verwalten wir eine sterbende Gesellschaft zur fünften Stelle nach dem Komma?", sondern „Wie können wir jetzt Zukunft erfolgreich angehen und gestallten?"

Mit viel Elan beschreibt der Wirtschaftsjournalist Erik Händeler die immer wiederkehrende Neuorganisation der Gesellschaft seit der Industrielle Revolution durch grundlegende Erfindungen wie Eisenbahn, Elektrifizierung oder das Auto. Wie bei Nikolai Kondratieff und Schumpeter beobachtet er dabei, dass die Wirtschaft in etwa 40 bis 60 Jahre langen Zyklen schwankt. Sein Erkenntnis dabei? Wir können tatsächlich von der Geschichte viel lernen, denn die ist ein dynamischer Prozess. Die fünfte große Welle, die in den 1970er Jahren angefangen hatte, getrieben vom gesellschaftlichen Umbau hin auf die neuen Computertechnologien, geht nun langsam seinem Ende zu. Die Produktivitätszuwächse, die Steigung des Lebensstandards und die neuen Gesellschaftsstrukturen, die durch die damit verbundene Innovationen (Computertechnologien) zusammenhängen, bieten nur wenige Anhaltspunkte für weiteren Wachstum and pendeln deshalb zurück.

Resultat? Die Karten werden jetzt in der Informationsgesellschaft, in der es um einen produktivem Umgang mit Informationen geht, neu gemischt. Alle Nationen und Regionen stehen vor der Frage, wie gut sie sich angesicht des neuen Paradigmas organisieren. Dabei ist zu beachten, dass eine Reorganisation wie früher auch großes Leid in den Volkswirtschaften verursachen wird. Arbeitsplätze gehen verloren, Regierungen schreiben Defizite und die Firmen verlieren zunächst Gewinnmargen. Aber wo Leid und Hilflosigkeit herrscht, kann man auch Hoffnung entdecken. Denn Die Staaten, die voll auf die Innovationen der nächsten Aufschwung setzen und die momentanen Grenzen des Wachstums übersteigen, werden ihre Probleme besser zu angemessenen Kosten lösen können und eher im Wohlstand leben. Für Regierung und Industrie kommt es nun vor allem darauf an, sich ganz auf Innovationen in den neuen Gebieten (physische und soziale Gesundheit, Informationsbewältigung, intermenschliche Kommunikation) zu konzentrieren, denn sonst haben wir mehr Jahre des Leidens vor uns als nötig wäre.

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