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Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen
 
 
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Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen [Gebundene Ausgabe]

Erik Händeler
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Brendow; Auflage: 7., Aufl. (1. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3870679638
  • ISBN-13: 978-3870679637
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 103.754 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 07.07.2003
Dagmar Deckstein wünscht diesem Buch über Wirtschaftszyklen und die Kondratiefftheorie "weite Verbreitung", um das Bewusstsein für die Gründe der wirtschaftlichen Stagnation und Perspektiven ihrer Überwindung zu schärfen. Sie nimmt sich viel Raum zum Zusammenfassen des Buchinhalts und erklärt detailliert die Auffassung des Autors von den Zyklen der Wirtschaft, bei denen auf eine Innovationsphase mit großem Aufschwung immer eine Abschwungphase folgt. Händeler stelle überzeugend dar, dass die derzeitige wirtschaftliche Krise nur zu überwinden sei, wenn eine "neue, bisher ungenutzte Produktivitätsreserve" nutzbar gemacht werden könne, so die Rezensentin zustimmen. Sie lobt das Buch dafür, die traditionellen Vorstellungen von einer rein "mechanistisch-monetären" Wirtschaft "weit hinter sich" zu lassen und folgt Händeler in seiner Einschätzung, dass Wirtschaftswachstum sich nur einstellen kann, wenn auf "Motivation, Kreativität, Zusammenarbeit" als neue Quelle der Produktivität gesetzt wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Auf der Grundlage der Kondratieff-Theorie analysiert der Wirtschaftsjournalist Erik Händeler die derzeitige Wirtschaftslage. Doch er bezieht sich nicht allein auf die Analyse: In seinen Thesen zeigt er überraschende und provokante Möglichkeiten und Wege aus der Krise.


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Blick über den Tellerrand, 26. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen (Gebundene Ausgabe)
Der Denkansatz, den Herr Händeler hier vertritt, ist wirklich faszinierend. Wirtschaftswachstum ergibt sich durch Innovationen, die eine Gesellschaft zu integrieren bereit ist. Durch das Aufgreifen der Kondratieff-Theorie beweist er Sinn für's Exotische... eben die "andere Denke", derer die Gesellschaft bedarf, gerade in diesen Zeiten. Er beschreibt sehr interessante Denkansätze in den ersten beiden Dritteln des Buches, & natürlich bewegt man sich als Leser auf seinem eigenen Hintergrund mit. Händeler prognostiziert nach der Computer-Innovation eine kommende Zeit, in der dasjenige System auf der nächsten Aufschwungswelle mitschwimmt, welches Informationen am besten zu Nutzen weiß. Z. B.: das Wissen um die Motivation der Mitarbeiter. Werden entsprechende Konsequenzen aus dem schon heute existierendem Wissen gezogen? Werden Betriebe so strukturiert, daß dort arbeitende Menschen eine hohe Motivation entwickeln können? Es geht im Grunde um die innere Haltung der Menschen, Leitung wie Mitarbeiter, die sich zu verändern hat. Das ist eine fürwahr große Innovation, die Händeler uns abverlangt. Mag man auch seine Recherchen & Zitate aus der SZ kritisieren: sein Denkansatz macht Sinn & ist nachvollziehbar.
Doch daß er die Lösung in der Religion & Kirche sieht, leuchtet mir nicht ein. Natürlich propagieren die Kirchen die bekannte kooperative innere Haltung. Aber es gibt auch einen Grund dafür, warum sich die Menschen immer mehr von den Kirchen abwenden. Gleichzeitig fordert Händeler Rituale & Strukturen, die Kirchen mal gaben. Doch auch hier das Gleiche: die Menschen wenden sich ab. Händeler erkennt innovativ langfristige Strukturen & Zusammenhänge, daraus läßt sich aber noch etwas viel Tiefgreifenderes ableiten: Strukturen & persönliche Denkweisen (>Werte) im sozialen Umgang müssen sich verändern, & daraus ergibt sich, daß sich neue Institutionen bilden werden, in denen das gelebt wird. Die neue Innovation heißt: Kooperation. Und dafür muß es mehr Anreiz geben als eine befristete Stelle in einem Betrieb in dem man überbezahlte Manager beim Rationalisieren beobachtet. Beratungsformen wie Supervision, die Raum & Zeit(!) für Entwicklung lassen, werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Ich vermute, die Lösung unserer heutigen Misere wird sich leider nicht darauf beschränken, sich auf alte Institutionen wie die Kirchen zurück zu besinnen, sondern es wird viel komplizierter: es müssen sich ganz neue Werte entwickeln. Und davor kommt noch der Zerfall der vorhandenen, nicht mehr funktionierenden Strukturen wie Staat & Kirche, die z. Zt. beide ihren eigenen Untergang organisieren.
Schade, daß Händeler diese Entwicklung nicht auch noch integriert hat. Deshalb auch nur die 4 Sterne.
Dennoch muß man Händeler zugute halten, daß er ganz unamerikanisch Zusammenhänge erkennt, die echte Ideen für die Zukunft aufzeigen. Wer sein Buch liest, wird evtl. auf neue Gedanken gebracht, wie man sich mit dem aktuellen Wirtschaftszustand befassen kann. Ein Blick über den Tellerrand.
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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vorsicht, Vernunft!, 2. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen (Gebundene Ausgabe)
Vorsicht, Vernunft! Denn wer sich mit den Thesen dieses Buches auseinandersetzt, dem vergeht die Lust an den abendlichen politischen Diskussionsrunden im Fernsehen. Auch die Berichterstattung im Wirtschaftsteil der Zeitung verliert ihren Glanz, während die vermeintlichen „Reformen", die im Moment von der Regierung durchgezogen werden, als Augenwischerei erkannt wird. Denn die Fragestellung ist nicht mehr, „Wie verwalten wir eine sterbende Gesellschaft zur fünften Stelle nach dem Komma?", sondern „Wie können wir jetzt Zukunft erfolgreich angehen und gestallten?"

Mit viel Elan beschreibt der Wirtschaftsjournalist Erik Händeler die immer wiederkehrende Neuorganisation der Gesellschaft seit der Industrielle Revolution durch grundlegende Erfindungen wie Eisenbahn, Elektrifizierung oder das Auto. Wie bei Nikolai Kondratieff und Schumpeter beobachtet er dabei, dass die Wirtschaft in etwa 40 bis 60 Jahre langen Zyklen schwankt. Sein Erkenntnis dabei? Wir können tatsächlich von der Geschichte viel lernen, denn die ist ein dynamischer Prozess. Die fünfte große Welle, die in den 1970er Jahren angefangen hatte, getrieben vom gesellschaftlichen Umbau hin auf die neuen Computertechnologien, geht nun langsam seinem Ende zu. Die Produktivitätszuwächse, die Steigung des Lebensstandards und die neuen Gesellschaftsstrukturen, die durch die damit verbundene Innovationen (Computertechnologien) zusammenhängen, bieten nur wenige Anhaltspunkte für weiteren Wachstum and pendeln deshalb zurück.

Resultat? Die Karten werden jetzt in der Informationsgesellschaft, in der es um einen produktivem Umgang mit Informationen geht, neu gemischt. Alle Nationen und Regionen stehen vor der Frage, wie gut sie sich angesicht des neuen Paradigmas organisieren. Dabei ist zu beachten, dass eine Reorganisation wie früher auch großes Leid in den Volkswirtschaften verursachen wird. Arbeitsplätze gehen verloren, Regierungen schreiben Defizite und die Firmen verlieren zunächst Gewinnmargen. Aber wo Leid und Hilflosigkeit herrscht, kann man auch Hoffnung entdecken. Denn Die Staaten, die voll auf die Innovationen der nächsten Aufschwung setzen und die momentanen Grenzen des Wachstums übersteigen, werden ihre Probleme besser zu angemessenen Kosten lösen können und eher im Wohlstand leben. Für Regierung und Industrie kommt es nun vor allem darauf an, sich ganz auf Innovationen in den neuen Gebieten (physische und soziale Gesundheit, Informationsbewältigung, intermenschliche Kommunikation) zu konzentrieren, denn sonst haben wir mehr Jahre des Leidens vor uns als nötig wäre.

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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das wichtigste Buch der Zeit?!, 10. Juni 2003
Von 
Michael Ehlers "Der Rhetoriktrainer" (Hallstadt (bei Bamberg)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Zukunft. Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen (Gebundene Ausgabe)
Wirtschaftskrise? Absatzprobleme? Verteilungskämpfe? „Alles ganz normal", schreibt der Wirtschaftsjournalist Erik Händeler in packender Sprache in seinem Buch „Die Geschichte der Zukunft". Auch in den vergangenen 250 Jahren hat es Erfindungen wie die Eisenbahn, Elektrifizierung oder eben jetzt den Computer gegeben, die zuerst die Wirtschaft haben boomen lassen (Kondratieffzyklen). Wenn diese grundlegende Erfindungen aber irgendwann nicht mehr die Kraft haben, die Produktivität zu steigern, kam es auch bisher immer zu langen Krisen. Die sind jedoch abwendbar: Die Wachstumsproduktivität von morgen ist in den Knappheitsfeldern von heute zu suchen. In der Informationsgesellschaft, in der der größte Teil der Wertschöpfung im gedachten Raum stattfindet, heißt das: Der Umgang mit Information muss effizienter werden - und das ist vor allem ein bestimmtes Verhalten in Bezug auf andere Menschen. Denn es gibt sonst keine Maschine mehr, die unsere Gedanken produktiver macht.

Für Unternehmen hat das weitreichende Konsequenzen: Bei einem Projekt ist jemand der wichtigste Mitarbeiter, beim nächsten ist er nur noch unterstützend eingebunden. Wechselnde Wichtigkeit zerstört die bisherige Statusorientierung. Das betrifft das Verhältnis von Alten und Jungen ebenso wie die Zusammenarbeit auf derselben Augenhöhe. So lassen sich all die Verhaltensweisen, die Produktivität in der Informationsgesellschaft schlucken, nicht organisatorisch oder per Wissenstransfer lösen, sondern sind letztlich ein ethisches Problem. Zwar sind die Firmen in eine plurale Gesellschaft unterschiedlichster Wertesysteme eingebunden, doch bei der Frage, was Zusammenarbeit und Zusammenleben fördert oder nicht, gibt es durchaus ein klares „richtig" oder „falsch": Wahrhaftigkeit (weil sich nur dann langfristig produktive Informationsbeziehungen ergeben), Demut (im Sinne von: seine Überlegenheit nicht auszuspielen), dienende Kultur statt Machtkämpfe (um das gesamte Organisationswissen zu mobilisieren), faire Streitkultur - das alles ist nicht das fromme Wunschdenken realitätsfremder Moralapostel, sondern der künftig entscheidende Wettbewerbsfaktor in einem Marktumfeld, in dem produktiver Umgang mit Information darüber entscheidet, wer übrigbleibt und wer verschwindet.

Die Konsequenzen der Kondratiefftheorie für einzelne Politikfelder beschreibt Händeler in zehn Kapiteln: An der Börse werden die Aktien von Firmen im Wert langfristig steigen, die - gemessen an Informationskriterien - gut abschneiden: Krankheitsstand, Art der Weiterbildung oder Fluktuation. Teamarbeit und effizienter Umgang mit Information verändern die Lernmethoden in der Schule. Informationsproduktivität setzt vor allem seelische Gesundheit heraus - und das baut das Gesundheitswesen radikal um, das sich stärker an den Schnittstellen von Körper und Geist engagiert. Auf dem Weltmarkt steigen jene Regionen auf, die in ein kooperatives gesellschaftliches Klima eingebettet sind. Der Blick in die Geschichte der vergangenen Auf- und Abschwünge schafft eine Intuition zu verstehen, was gerade passiert: Warum gab es nach dem 1. Weltkrieg die Weltwirtschaftskrise, nach dem 2. Weltkrieg aber das Wirtschaftswunder? Weil nach dem Ersten Weltkrieg die Firmen elektrifiziert waren, Ende der 20er Jahre sind die meisten Haushalte an den Strom angeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich rasant das Auto aus. Und die Ölkrise war dann eben nicht nur eine Ölkrise, sondern das Auto hatte die Zeit der schnellen Ausbreitung hinter sich. Läuft die Wirtschaft schlecht, (nur) weil die Regierung schlecht arbeitet? So ein dummer Zufall, dass überall auf der Welt gerade die falschen am Ruder sind! Aber der wahre Hintergrund ist, dass der Grenznutzen der bisherigen Informationstechnik sinkt. Das spiegelt sich auch am Geldmarkt: Was ist ein wichtigerer Grund, sich Geld zu leihen? Niedrige Zinsen oder dass man damit etwas unternehmen kann und will, das (finanziell) vielversprechend aussieht? Nicht die Zentralbanken steuern das Geld, sondern diese werden vom Tempo der Produktivitätsentwicklung getrieben, so Händeler.

Die nächsten Jahre werden also höchst ungemütlich. Nur: Wie lange der Abschwung dauert, hängt davon ab, wie gut wir unsere Gesellschaft reorganisieren. Händeler: „Und dafür lohnt es sich zu kämpfen."

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