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Geschichte der Welt 1945 bis heute: Die globalisierte Welt Gebundene Ausgabe – 22. Oktober 2013


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 955 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (22. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406641067
  • ISBN-13: 978-3406641060
  • Originaltitel: Geschichte der Welt = A History of the World
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 5,7 x 24,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 19. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Nach Ihrer „Geschichte der Welt 1870-1945“, dem umfassenden Blick auf die „Vorgeschichte“ der „modernen Welt“, zeichnen Osterhammel und Iriyve nun ebenfalls als Herausgeber für diese breite, umfassende und sehr fundierte Darstellung der Entwicklung der Welt nach 1945 bis in die Gegenwart hinein.

Wobei der Schwerpunkt deutlich erkennbar auf der Entwicklung einer „globalisierten Welt“ liegt, aber jeweils in den Themenbreichen die großen, geschichtlichen Linien der letzten knapp 70 Jahre nachgezeichnet werden. Gerade auch politische Linien, die über längere Zeit eher nach „Innen“ gerichtet waren denn auf ein unbedingtes „Zusammenwachsen der gesamten Welt“.

Linien, die in ihren Grundlegungen aber den Weg in eine sich immer stärker zunächst vor allem wirtschaftlich und kulturell vernetzte Welt eröffnet haben. Vernetzungen übrigens, denen die Politik durchaus noch ein stückweit hinterherhinkt, sich oft faktischen Gegebenheiten gegenüber sieht, die sie zwar mit geschaffen hat (Deregulierungen, gemeinsame Währung in Europa u.v.m.), deren globalisierten Folgen sie manches Mal dennoch scheinbar überrascht und zunächst machtlos gegenüber steht.

Interessant nachzulesen und überzeugend dargestellt im Buch ist da alleine schon die „erste Globalisierung“, nämlich der „globale kalte Krieg“ mit seiner zunächst begünstigten „Blockbildung“, die bis heute daran zu arbeiten hat, damals festgefahrene politische „innere“ Strukturen der „Blöcke“ zu überwinden, um der wirtschaftlich und kulturell voran geeilten Vernetzung politisch aktiv entsprechen zu können.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT am 20. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Der sechste Band der Geschichte der Welt von den Herausgebern Akira Iriye und Jürgen Osterhammel macht da weiter, wo der fünfte Band aufgehört hat, sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Auch dieser Titel bietet eine große Fülle an interessanten und anregenden Einsichten aus globalgeschichtlicher Perspektive.

Die Struktur des Buches orientiert sich dabei, da wo es sinnvoll ist, am fünften Band, es geht aber auch seinen eigenen Weg, wenn der behandelte Zeitraum es verlangt. So schreibt Wilfried Loths Beitrag zu Staaten und Machtbeziehungen Charles Meiers Beitrag aus dem fünften Band inhaltlich weiter. Gleiches gilt beispielsweise auch für die Beiträge zur Transnationalität in beiden Bänden. Dafür gibt es aber auch neue Themen nach 1945, beispielsweise die Umweltproblematik oder ein neues Maß an globaler Kultur, die im fünften Band noch keinen so großen Raum einnehmen. So bilden die beiden bisher erschienenen Bände durchaus eine Einheit, ohne dabei aber Spezifika ihrer thematisierten Epochen zu vernachlässigen.

Jeder Beitrag für sich ist spannend und anregend zu lesen. Aber wohl niemand wird wirklich das gesamte Buch durchgehend mit gleichbleibender Aufmerksamkeit lesen, dafür ist es zu umfangreich und vielfältig. Denn jeder Beitrag für sich ist schon ein kleines Buch, dessen Lektüre aber lohnt - egal, ob als Einführung in ein bestimmtes zeitgeschichtliches Thema oder als anregende Lektüre für Leser, die bereits fundiertes Wissen mitbringen.

Wie der fünfte Band ist auch dieser eine aktuelle Zusammenfassung eines internationalen Forschungsstandes der Global History. Als solcher dürfte er daher auch für eine breite Leserschaft von Interesse sein, insbesondere da sein Preis für diesen Umfang relativ günstig ist. Wer Interesse hat, kann also bedenkenlos zugreifen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Majomie am 9. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Dass der letzte Band dieser Reihe zur Globalgeschichte bereits als zweiter erscheint, mag darauf hindeuten, dass die hier behandelte Zeitperiode für ein neues historisches Verständnis steht, welches Werken wie dem vorliegenden Legitimation gibt. Jedenfalls ist dies offensichtlich ein Leitgedanke für Akara Iriye, neben Jürgen Osterhammel Herausgeber des auf sechs Bände angelegten Gesamtwerkes. In seinem abschliessenden Beitrag "Die Entstehung einer transnationalen Welt" beschreibt Iriye nicht nur die trotz immer wieder zu beobachtender Rückfälle in nationalistische Denk- und Handlungsmuster unaufhaltsam fortschreitende Vernetzung der Menschheit. Für Iriye ist dies der einzige Weg einer verantwortlichen Zukunftsgestaltung. Dies zu verdeutlichen sieht er als wichtige Aufgabe auch seiner eigenen Zunft und so verweist er immer wieder darauf, wie Historiker dazu beitragen können und sollen, aus der Geschichte jenseits eingefahrener Lokalperspektiven zu lernen.

Dieses Programm liegt auch - wenngleich weniger explizit als bei Iriye - allen sonstigen Beiträgen dieses Bandes zugrunde. Wie bereits der zuvor veröffentlichte fünfte Band für die vorangehende Periode ab 1870, verfolgt auch der vorliegende Band den Ansatz, statt einer chronologischen Geschichtsbetrachtung, einzelne charakteristische Themenbereiche auszuwählen und diese ganzheitlich zu behandeln. Dies bedingt zwar hier und da Redundanzen, ist aber sicherlich der Idee einer Globalgeschichte angemessen.

Da die herkömmliche Politikgeschichte sich an Einzelereignissen orientiert, ist sie kaum in der Lage, globale Entwicklungslinien nachzuzeichnen. Für diese sind aber regelmäßig längerfristig wirkende Mechanismen von Bedeutung.
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