Einen aktuellen Überblick zum italienischen Futurismus legt die Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Regina Strobel-Koop mit ihrer 2008 erschienenen Publikation "Geschichte und Theorie des italienischen Futurismus" vor.
Im Zentrum ihrer Darstellung stehen die literarischen Werke des Begründers des Futurismus, Filippo Tommaso Marinetti, ergänzt durch kunstgeschichtliche und zeitgeschichtliche Exkurse über die 1910er, 1920er und 1930er Jahre. Neben der detaillierten literaturwissenschaftlichen Analyse der ersten vier Futuristischen Manifeste Marinettis (Gründungsmanifest, Tod dem Mondschein, Technisches Manifest, Zerstörung der Syntax) werden der Roman "Mafarka", das Manifest der futuristischen Frau und die Aeropoesie untersucht. Das Verhältnis zwischen Futurismus und Krieg, Futurismus und Faschismus, sowie italienischem und russischem Futurismus wird jeweils präzise erörtert. Abschließend stellt die Autorin die Frage nach der historischen Relevanz des Futurismus: der Futurismus, eine Avantgardebewegung?
Die Publikation bietet gerade Studenten der Literatur- und Kunstwissenschaften einen umfassenden Überblick zu den Anfängen des Futurismus in Italien und beleuchtet klar strukturiert die Verbindungen zwischen den Futuristischen Manifesten, der Kunstbewegung und den historischen Ereignissen.
Regina Strobel-Koop studierte an der Universität Karlsruhe (TH) Literaturwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und promoviert zurzeit über "Die Zweite Phase des Futurismus".