Das Besondere an Demandts "Geschichte der Spätantike" ist, dass sie einerseits für Fachwissenschaftler unumgänglich ist, aber auch für alle interessierten Laien aufgrund der eingängigen Lesbarkeit die erste Anlaufstelle sein sollte. Demandt - Prof. für Alte Geschichte - schildert hier - nach einem Überblick zur Forschungsgeschichte, den Wesenszügen der Epoche und den Quellen - chronologisch die Geschichte der Sätantike angefangen von der Reichskrise unter den Soldatenkaisern (235-284) bis hin zum Beginn des Byzantinischen Reichs unter Justinian (518-565). Dabei lassen sich die Kapitel getrost auch einzeln lesen, wer z. B. eine gute Einführung in Leben und Werk Konstantins sucht, liest einfach nur das ihm gewidmete Kapitel. Nach dem chronologische Kapitel der politischen Geschichte der Spätantike widmet sich Demandt den inneren Verhältnissen des Römischen Reichs, hierunter fallen u. a. der Staat, die Bevölkerungsentwicklung, die Wirtschaft, das Heerwesen, die Städte, die Religione(n) u. v. m (!!!). Der Ausführliche Anhang mit diversen Herrscherlisten, Registern, Karten und einem Abkürzungs- und Literaturverzeichnis rundet das Werk ab, was das Nachschlagen einzelner Begriffe erheblich erleichtert.
Demandt zeigt die Spätantike insgesamt als eine Epoche des Umbruchs, in der nicht nur politische Veränderungen das Römische Reich tangieren, sondern vor allem auch religiöse, soziale und wirtschaftliche. Wer sich das Buch zu Gemüte führt, wird ein fundiertes Wissen über diese Epoche erlangen. Daher eignet es sich für alle Interessierten, nicht nur für Historiker oder Geschichtsstudierende, sondern auch für Studenten u. Wissenschaftler verwandter Disziplinen, wie z. B. die Kirchengeschichte.