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Geschichte und Mythos: Über die Gegenwart des Vergangenen in der rumänischen Gesellschaft
 
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Geschichte und Mythos: Über die Gegenwart des Vergangenen in der rumänischen Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Lucian Boia
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Jürgen Henkel, Südosteuropa Mitteilungen, Heft 4-5 (2003)

[...] Das Werk ist eines der wichtigsten Bücher, die seit 1989 in Rumänien erschienen sind. Es ist ein großes Verdienst des Böhlau-Verlages und der Übersetzer Annemarie und Horst Weber, es dem deutschen Publikum zugänglich gemacht zu haben. [...] Sehr gut gelungen und grundlegend für die Debatte der Zukunft sind im Übrigen die Hinweise zu den ideologischen Metamorphosen des rumänischen Kommunismus.

Edda Binder- Iijima, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 53, 2005, H. 2

Boia zeichnet überzeugend die großen nationalen Interpretationslinien nach. [...] Mit seiner entlarvenden Darstellung [...] hat Boia einen längst fälligen und notwendigen Anstoß zu der Aufarbeitung der historiographischen Defizite gegeben [...]. Für den deutschen Leser bietet sich eine sehr spannende und zum Nachdenken anregende Lektüre, welche die Schwierigkeiten sichtbar macht, in der rumänischen Öffentlichkeit einen Paradigmenwechsel von einseitig rumänischkonzentrierten Denkmustern zu einer offenen [...] Haltung zu bewerkstelligen. In diesem Sinne kann das Buch das Verständnis der gegenwärtigen rumänischen Debatte über die eigene Geschichte erleichtern [...].

Kurzbeschreibung

Diese kritische Auseinandersetzung mit nationalen und nationalkommunistischen Geschichtsmythen, die teilweise bis heute in der rumänischen Gesellschaft wirksam sind, ist eines der wichtigsten Bücher, die von der Historiographie Rumäniens nach 1989/1990 vorgelegt wurden. Die brillant geschriebene Synthese, die dank des unverkrampften Umgangs mit der eigenen Vergangenheit auch den Beitrag der Minderheiten zur Entwicklung des Landes erkennt, wird dazu beitragen, dass die in den Jahrzehnten der Diktatur diskreditierte rumänische Geschichtsschreibung wieder am allgemeinen wissenschaftlichen Diskurs teilnehmen kann. Durch die schonungslose Analyse der Verbindung von Geschichtswissenschaft und Politik trägt das Buch zudem in großem Maße zur Vergangenheitsbewältigung bei, zur Bewältigung von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Buch erschien erstmals 1997 in rumänischer Sprache. Die deutsche Übersetzung folgt der dritten Auflage und ist mit einem eigenen Vorwort des Autors versehen.

Über den Autor

Lucian Boia ist seit 1990 Professor für Geschichte an der Universität Bukarest und Leiter des von ihm gegründeten "Institut für Stereotypenforschung".
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