Kanada begann in Quebec und wurde durch die Franzosen gegründet. Diese wanderten weiter nach Westen und fuhren auch den Mississippi runter. Sie gründeten auch Fort Duquesne (heute Pittsburgh in Pennsylvania) oder New Orleans, wo die französische Sprache teils bis heute überlebt hat. Quebec selber wurde später von den Engländern eingenommen. Die Untertanen blieben bei der französischen Kultur. Neue Einwandererströme vor allem aus England, Deutschland und USA besiedelten bald die meisten Gebiete des späteren Kanada, sodass die Französischsprachigen zur Minderheit wurden, was heute noch manchmal zum Kondensationspunkt von politischen Debatten wird. Der Kern Kanadas entstand aus der Fusion des unteren Kanada mit Quebec und dem oberen Kanada mit Ontario. Auch die anderen Provinzen, die noch direkt dem Mutterland England unterstanden, kamen später dazu. Kanada ist geworden durch das Opfer von unzähligen Menschen, deren Biographie wohl erst am Jüngsten Tag bekannt werden wird. Die Ausbreitung nach Westen ist ohne die Geschichte der Eisenbahn, vor allem der Canadian Pacific, undenkbar. Ohne die Eisenbahn wäre der Westen wohl an die USA gefallen. Viele Chinesen halfen mit, die Eisenbahn zu bauen. Vancouver an der Westküste ist heute noch und wieder Ziel von chinesischen Einwanderern. Kanada ist ein Land, das jeden fasziniert, auch solche, die noch nie dort waren und auch nie hinfliegen werden. Dieses Büchlein ist ein gelungener Einstieg für alle, die an Kanadistik interessiert sind. Es macht Hunger, mehr zu erfahren und mehr Bücher zum Thema zu verschlingen, welche sich den Teilaspekten der Kanada-Werdung widmen, die in dieser kurzen Übersicht fehlen. Bon appetit!