Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel? |
Japans Bewohner haben die Chance, sehr alt zu werden. Der ostasiatische Staat, der aus 3.922 Inseln besteht, gehört zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung. Unter den Staaten mit hoher Bevölkerungsdichte nimmt Japan nach einem weltweiten "Index der Nachhaltigkeit" (2005 u.a. von der EU initiiert) den ersten Platz ein. Bewertet wurde dabei die Fähigkeit von Staaten, "ihre Umwelt für die nächsten Jahrzehnte zu schützen". Was ist das Besondere an diesem Land und seinen Menschen? Ein Blick zurück, auch wenn es nur 200 Jahre sind, gibt Antwort auf viele Fragen. Aber eine zusammenfassende, plausible Erklärung für den Erfolgskurs gibt es nicht.
Kultur und Sozialordnung, Politik und Wirtschaft prägen den Weg aus der frühen Neuzeit (1793 bis 1868) in das moderne Japan -- eine parlamentarisch-demokratische Monarchie, die dank ihrer wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Leistungen zu den führenden Nationen der Welt gehört. Die Erneuerung begann 1868. Mit der Thronbesteigung durch Kaiser Mutsuhito setzte eine Reihe von Reformen ein, die Rechtswesen, Währung, Verwaltung erfasste. Die allgemeine Schulpflicht wurde eingeführt, ebenso die Eisenbahn und ein neuzeitliches Postwesen. Die Marktwirtschaft setzte sich durch. Nach außen hatte Japan zunehmend eine aggressive, rassistische Politik (China, Russland, Korea), was im Drei-Mächte-Pakt mit Deutschland und Italien gipfelte und im August 1945 mit der Kapitulation endete. Zuvor waren US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki niedergegangen -- mit grauenvollen Folgen. Insgesamt verlor Japan im Zweiten Weltkrieg drei Millionen Menschen und 35 Prozent der industriellen Basis. Erst mit dem Friedensvertrag von 1951 erlangte das Land seine Souveränität zurück.
Es ist das Verdienst von Zöllners Buch, die maßgeblichen Ereignisse der jüngeren japanischen Geschichte anschaulich zusammenzufassen. Der Band ist ein guter Begleiter für Studenten auf dem Weg zu einer Spezialisierung. Er eignet sich aber durchaus auch für interessierte Laien, die dem Phänomen Japan etwas gründlicher auf die Spur kommen wollen. --Hans Jürgensen -- Literaturtest
|
|
|