Kurzbeschreibung
Das große Thema der mittelalterlichen Geschichte Frankreichs ist seine Entstehung aus den westfränkischen Grundlagen. Wie Deutschland und Italien ist auch Frankreich ein Nachfolger des karolingischen Imperiums, aber früher und entschiedener als jene hat es zum Bewusstsein nationaler Identität und zu staatlicher Einheit gefunden.
Vom Herrschaftsantritt der Kapetinger im Jahre 987 bis zum Ende des Hauses Valois 1498 reicht diese große Darstellung des mittelalterlichen Frankreich. In dieser Zeit erlebte das französische Königtum sowohl machtvolle Höhepunkte als auch den drohenden Untergang im Hundertjährigen Krieg. In seiner modernen, strukturgeschichtlichen Herangehensweise, die immer auch Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur berücksichtigt, ist Joachim Ehlers ein Standardwerk zur französischen Geschichte gelungen, das hier in einer völligen Neubearbeitung wieder vorliegt.
Umschlagtext
Vom Ausgang des spätkarolingischen Westfrankenreichs um die Wende des 10. Jahrhunderts führt das Buch den Leser bis an den Beginn der Neuzeit, also vom Kampf um die Nachfolge der Karolinger und dem Sieg der Capetinger im Jahre 987 bis zum Ende des Hauses Valois im Jahe 1498. In dieser Zeit hat Frankreich als eine der großen Nationen Europas seine Eigenart in so charakteristischer Weise ausgebildet, daß es - in Wahrheit ein Sonderfall - zum nachahmenswerten Muster für andere Länder geworden ist. Um die historische Bedeutung dieses Vorgangs vollständig zu erfassen, hat der Autor nicht nur die Geschichte der großen politischen Abläufe verfolgt, sondern auch Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur durchgehend in das Blickfeld genommen. Im Sinne einer modernen Strukturgeschichte werden die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und vielfältigen Beziehungen jener Elemente dargestellt, die unser Bild von der geschichtlichen Wirklichkeit rückblickend bestimmen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.