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Geschichte Europas: Staaten und Nationen von der Antike bis zur Gegenwart
 
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Geschichte Europas: Staaten und Nationen von der Antike bis zur Gegenwart [Gebundene Ausgabe]

Michael Salewski
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1146 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 2., durchgesehene und überarbeitete Auflage (19. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406461689
  • ISBN-13: 978-3406461682
  • Größe und/oder Gewicht: 23,1 x 15,9 x 5,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 355.475 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Eule der Minerva beginnt bekanntlich erst in der einbrechenden Dämmerung ihren Flug. Insofern ist es natürlich reine Polemik, die Vision von der "Vollendung Europas in einer Föderation" (Joschka Fischer) als Flucht Deutschlands vor seiner NS-Vergangenheit in den Traum von einer Restauration des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Jean-Pierre Chevènement) abzutun. "War die Weltgeschichte ohne Europa bis 1945 undenkbar, so ließ sich seitdem eine Universalgeschichte ohne Europa durchaus denken. (...) Eben weil dies so war, entfaltete sich in den langen Jahrzehnten nach 1945 ein eigentümlicher dialektischer Prozess, in dem die ehemaligen 'Großmächte', also vorab England, Frankreich, Italien und Deutschland daran gingen, ihre eigene Vergangenheit in einer höheren Synthese aufzuheben."

Diese luzide Einschätzung ist Beleg genug für die analytische Urteilskraft des Kieler Historikers Michael Salewski, dessen Geschichte Europas von seinem britischen Kollegen Richard J. Evans zu Unrecht als altmodische deskriptive Aneinanderreihung der Geschichten der einzelnen Staaten und Nationen von der Antike bis zur Gegenwart hingestellt wurde. Abgesehen davon, dass Evans auch lässliche sachliche Fehler ausgemacht zu haben glaubt, die gar nicht vorhanden sind, legt seine nicht nachvollziehbare Behauptung einer mangelnden Thematisierung wichtiger Phänomene in der europäischen Geschichte den Verdacht nahe, dass er das Buch nur en passant begutachtet hat. Als Manko erweist sich dann nämlich in der Tat, dass das Gliederungsraster für den enormen Umfang viel zu grob ausgefallen ist, was dazu führt, dass man nicht immer auf Anhieb gleich findet, was man sucht. Da obendrein ein Sachregister fehlt, muss man sich entweder an der Chronologie entlanghangeln oder das gesuchte Ereignis an Personen festmachen, was ein Maß an Sachverstand voraussetzt, über das offenbar nicht einmal alle Historiker verfügen.

Trotz dieser formalen Schwächen und einigen verschrobenen Ansichten etwa über die kulturelle Überlegenheit einer spezifischen europäischen Vernunft oder den verhängnisvollen politischen Einfluss hochrangiger Frauen präsentiert sich Salewskis opulentes Werk als eine virtuos erzählte und spannend zu lesende "Geschichte eines kleinen Kontinents, der die große Welt über Tausende von Jahren wesentlich geprägt und zu dem gemacht hat, was sie heute ist". --Roland Detsch

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000
Ein ausführlicher, unaufgeregter aber dennoch vollständiger Verriss von Hans-Ulrich Wehler! Allerdings erfährt der Leser wenig über das, was in diesem Buch steht, dafür umso mehr über das, was hätte drin stehen sollen! Wehler beginnt mit einer höchst ausführlichen Soll-Liste für eine Geschichte Europas: nötig wäre gleich zu Anfang eine Präzisierung der Begriffe, Einführung einer komparativen Perspektive und eine zeittheoretische Klärung. Systeme hierfür existieren von Hobsbawm, Anderson und Luhmann. Selbst wenn man ihre jeweilig vielleicht präjudizierenden Perspektiven ablehnt, gibt es da noch Max Weber! Und nach Weberschen Kategorien untersucht er dann Salewskis Buch, welches, was nach dieser langen Desiderata-Vorrede nun nicht mehr überrascht, keinen einzigen Posten der Wehlerschen Soll-Liste erfüllt. Eine Geschichte Europas reduziert "auf personenzentrierte Politikgeschichte" (das ist wohl das, was Salewski leistet) ist dem Rezensenten einfach zu wenig. Aber wenn sie schon existiert, so verlangt sie ein sehr viel höheres Maß an Problembewußtsein als der Autor Wehler zufolge besitzt.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tirana VINE™-PRODUKTTESTER
M. Salewski stellt auf gut 1100 Seiten die europäische Geschichte vom Ende des Neolithikums bis zum Zusammenbruch des Ostblocks dar, gegliedert in die Teile Altertum (bis Seite 256), Mittelalter (bis S. 600) und Neuzeit (bis S. 1108).

Es gelingt ihm dabei sehr gut, einen roten Faden durch die zum Teil doch sehr unterschiedlichen historischen Strömungen der einzelnen Gebiete Europas zu ziehen; hervorheben möchte ich dabei, dass er es dabei verstanden hat, Querverweise darzustellen, die Beziehungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen hervorzuheben. Dadurch ist es dem Leser möglich, Verknüpfungen zwischen geschichtlichen Prozessen in England, Frankreich, Deutschland oder auch Russland miteinander zu korrelieren. Ich halte dies Buch für eine der besten Gesamtdarstellungen der europäischen Geschichte, die ich bis dato gelesen habe und hat mein Verständnis für historische Prozesse Europas geschärft.

Entgegen der Meinung meines Vor-Rezensenten bin ich (ich bin Laie und habe beruflich nichts mit Geschichte zu tun) nicht der Meinung, dass ein extrem ausgeprägtes Vorwissen zum Verständnis des Buches erforderlich ist. Sicher, es handelt sich um eine Übersicht über 4000 Jahre Europa von Großbritannien, Portugal bis Russland und Byzanz und entsprechend sind natürlich auch viele Namen einzuordnen; es gelingt aber m. E. Salewski, eine sorgfältige Auswahl zu treffen, so dass mir der Umfang gerade richtig erscheint. Es ist dem Autor gelungen, in diesem umfangreichen Werk darzulegen, warum wir wurden, was wir sind. Worin liegt die geschichtliche Begründung für die Nahtstellen (wie der Balkan) Europas? Welche kulturellen und politischen Fäden ziehen sich von der Antike bis zur Aufklärung der Neuzeit? Wie haben sich Machtzentren und Staaten in diesen turbulenten Millennien herausgebildet? Dies Buch hat dies exemplarisch sehr gut dargestellt und lädt immer wieder zum Schmökern ein. Kein Buch wie die viel zitierten Standardwerke wie Ploetz, dtv-Atlas oder Chronik, die überwiegend chronologisch aufgebaute Übersichten geben, sondern ein kurzweiliger Abriss mit zahlreichen Querverweisen über die Zeiten hinweg, die die Lektüre sehr kurzweilig erscheinen lassen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es doch: Salewski ist äußerst sparsam mit Jahreszahlen umgegangen; kurze Daten über die Lebensdaten einzelner Personen oder kurze chronologische Angaben zum Ablauf der geschichtlichen Ereignisse (in Klammern hinter den Namen oder als Randnotiz) hätten mir die Lektüre etwas erleichtert. So ist es ganz hilfreich, neben dem Buch eines der Standardwerke der Geschichtsdaten (s. oben) daneben liegen zu haben. Das schmälert aber nicht den Gesamteindruck, den dies Buch in meinen Augen als rundherum gelungenen Abriss der europäischen Geschichte hinterlassen hat; und auch nicht die 5-Sterne-Bewertung. Es ist ein ausgezeichneter Einstieg für Geschichtsinteressierte (ich würde es auch Leistungskurslern in der Oberstufe empfehlen), der Appetit darauf macht, sich vielleicht näher mit einzelnen Epochen oder Gebieten zu beschäftigen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Respekt- ein kolossales Werk hat hier der Historiker Michael Salewski geschaffen. Und eben durch diese Kolossalität verfällt man sehr schnell in Wirrungen und Verirrungen, denn das Buch ist nicht gerade von einer Leichtigkeit geprägt, sich zu orientieren anhand von Ereignissen und Situationen. Zu sehr bedarf es hier manchmal an aussergewöhnlichen profunden Kenntnissen! Wer war nochmal Childerich II., Chlotar I. oder Decebalus? Das Buch wimmelt nur so von Daten, Fakten und Zahlen! Man kann somit behaupten, dass Buch von Salewski dient nicht gerade als Einstieg in die Geschichte Europas- zu komplex, zu Detailhaft für den Anfänger! (Deshalb nur eine vierer Wertung)
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