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Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war Gebundene Ausgabe – 6. März 2009


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin (6. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871346349
  • ISBN-13: 978-3871346347
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.090.700 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Pauls Toutonghi, geboren 1976 als Sohn eines ägyptischen Vaters und einer lettischen Mutter, lebt in Portland, Oregon. Seine Texte wurden in der «New York Times» und der «Boston Review» veröffentlicht, für seine Kurzgeschichten erhielt er unter anderem den renommierten Pushcart Prize. Bei Rowohlt•Berlin erschien sein Debütroman «Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war» (2009).

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Deutsch von Eva Bonné

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon-Kunde VINE-PRODUKTTESTER am 7. März 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Es ist die Zeit des zusammenbrechenden Sozialismus in Europa, die Sowjetunion triftet auseinander und mit ihr verabschiedet sich ein sozialistisches Staatengebilde nach dem anderen.
In der DDR fällt die Mauer und drüben in Amerika, dem gelobten Land, versucht die Auswandererfamilie Balodis aus Lettland immer noch Fuß zu fassen.
Damals, in den 60er Jahren, waren sie herüber gekommen um der Enge und dem Druck der Heimat, die nicht mehr die Heimat war, zu entfliehen und um ihr Glück zu machen in dem Land, das angeblich unbegrenzte Möglichkeiten bietet.
Yuri Balodis wächst bei seiner ihn behütenden Mutter und dem trinkenden Vater in Milwaukee auf und oft kommt er in den Genuss phantasievoller Erzählungen des Vaters aus den Zeiten, wo die Welt zwar schon nicht mehr in Ordnung war, es aber alles noch in geregelteren Bahnen lief.
"Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war" ist die melancholische Draufsicht auf das Familienleben einer baltischen Familie im Amerika des ausgehenden 20. Jahrhunderts und es ist zugleich die Geschichte eines Scheiterns, einer Erkenntnis und eines neuen Anfangs.
Mit warmen Humor und ungemein viel Sympathie für seine Figuren erzählt der Amerikaner Pauls Toutonghi eine Geschichte, die exemplarisch für ach so viele Geschichten vom amerikanischen Traum steht, der oftmals in der Enge bürgerlicher Unzufriedenheit sein klägliches Ende findet.
Yuri ist ein ganz normaler amerikanischer Heranwachsender, der gelegentlich darunter leidet, dass sich seine Eltern von ihrer Vergangenheit, ihrer Heimat und ihrer Sprache rettungslos weit entfernt haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D. Martin am 17. April 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Kaum lernt Yuri Balodis Hannah kennen, stellt es seine Welt als Sohn lettischer Einwanderer und als Bücherwurm (fast) komplett auf den Kopf.
Die Country-Star Geschichten des betrunkenen Vaters, allabendlich auf dem Balkon erzählt, rücken in den Hintergrund: Kommunismus in Amerika, das ist Rock 'n Roll, Baby.
Und so erlebt Yuri wegen der "roten" Hannah, wegen des Mauerfalls und einem nun möglichen Verwandtenbesuch aus Lettland eine wilde Pubertät, die er als Ich-Erzähler mit einigen Jahren Abstand zum Besten gibt.
Das Buch ist warmherzig, anrührend und unglaublich komisch, alle Figuren, so skurril sie sein mögen, liebenswert und detailliert gezeichnet. Großer Lesegenuss!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von J. Berger am 15. April 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Selten habe ich ein Buch voller Begeisterung innerhalb von wenigen Tagen durchgelesen. Doch die Geschichte von Yuri Balodis gehört dazu.

In diesem teilweise schräg und humorvollen, teilweise aber auch ernsten und nachdenklich machenden Roman wird weit mehr als nur der Weg zum Erwachsenwerden eines 16jährigen Jugen behandelt.
Es geht um politische Fragen, Einblicke in das Leben im einst sowjetischen Lettland bis hin zur ersten Liebe und zwei Straftaten.

Die einstige Sowjet-Family strebt ein möglichst amerikanisches und kapitalistisches Leben an, während Hannah und ihr Vater, aufgewachsen im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" lieber ein Leben nach sozialistischen Vorstellungen führen würden. Im Laufe des Buches geraten beide Vorstellungen ständig aneinander und man kann sich seine eigene Meinung dazu bilden.

Was ebenfalls sehr positiv ist, ist dass die Figuren sehr schön ausgearbeitet wurden. Jeder Charakter, egal ob der dauerbetrunkene Vater Yuris, der kommunistische Vater Hannahs als auch die Mutter mit dem süßen Ostblock-Akzent haben auf ihre eigene Art und Weise etwas liebenswürdiges an sich.

Auf jeden Fall sein Geld wert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Janosch Dziwior am 22. April 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Dieser Roman ist sehr unkonventionell aber dennoch beziehungsweise trotzdem kann man ihn durchaus empfehlen. Deutliche Abzüge muss man aber beim Plot machen, welcher bei aller Skurrilität insgesamt viel zu unausgegoren ist. Was dieses Buch so lesenswert macht, das sind die hervorragend geschilderten, ungewöhnlichen Charaktere. Der Autor schildert sie sehr akkurat und mit großer Wärme und kommt fast ohne jede Stereotype aus. Trotz der humoristischen (aber nie im Sinne eines platten Humors) Schreibweise kommen mitunter leichte Längen auf. Der ein oder andere Handlungsstrang wirkt etwas sinnlos und hätte durchaus entfernt werden können. So wird die Handlung manchmal doch etwas emotionslos. Nicht aber gegen Ende des Buches hier nimmt die Handlung noch einmal Fahrt auf und es wird richtig emotional. Trotz einiger deutlicher Schwächen war dieser Roman absolut lesenswert. Ich bin schon gespannt auf den Nachfolger, denn der Autor hat mit Sicherheit großes Potential.
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Von Heimfinderin am 21. Februar 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Yuris Eltern sind in den 60er Jahren aus Lettland vor dem Kommunismus geflüchtet und in die USA eingewandert. Sie leben dort ein ärmliches Leben in Milwaukee. Der Vater arbeitet nachts in einer Autowerkstatt und versinkt tagsüber im Alkohol. So kann er sich das Leben schöner machen, so schön, wie er den Amerikanischen Traum wohl ursprünglich erwartet hatte und der doch nicht so eingetroffen ist, wie er es erhoffte. Nichtsdestotrotz leben er und seine Frau diesen amerikanischen Traum, sind stolz auf ihren neuen Wohnort und wollen vor allem, dass ihr Sohn Yuri ein amerikanisches und damit freies Leben führen kann. Dafür leben sie selbst betont amerikanisch, reden sogar nur englisch und sind stolz auf ihre neue Heimat.

Yuri hat mitten in seiner Pubertät nun aber so ganz andere Dinge im Kopf, die auch noch weiblich und kommunistisch sind. Über die Vergangenheit seiner Eltern hat er sich bisher nie viel Gedanken gemacht, er leidet sogar ein bisschen darunter, dass er seine Wurzeln kaum kennt. Für Politik hat er sich nie interessiert, deshalb hat er auch kein Problem damit, eine kommunistische Zeitung zu verkaufen, nur um seinem Schwarm nahe zu sein. Ihr zu imponieren und zu gefallen ist sein vorrangiges Ziel, dass ihn sogar eine Straftat begehen lässt.

Durch die Folgen dieser Tat aufgerüttelt, fängt er an, sich mit seinem Vater und dessen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Hilfreich ist auch Familienbesuch aus Lettland, der sich in die kleine Wohnung drängt und so gar nicht mehr zurück möchte. Yuris Vater blüht dabei so richtig als Fremdenführer auf, wird dabei aber auch um so mehr an sein früheres Leben und sein Scheitern erinnert.
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