Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sehr oberflächlich und knapp, 26. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Geschichte Augsburgs (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist sicherlich geeignet, einen groben Einblick in die Geschichte Augsburgs zu liefern, aber wenn manchmal 50 oder hundert Jahre in einem Nebensatz abgehandelt werden, ist das schon etwas ... knapp.
Ausserdem werden die wichtigen Personen nicht eingeführt. Es wird beispielsweise über Fugger und die Fuggerei gesprochen, auch dass es der wohl reichste Mann seiner Zeit war, aber kaum etwas über sein Leben und sein Wirken. Mit Peutinger und anderen ist es viel schlimmer, die werden zwar erwähnt, aber lediglich mit einem Satz ('Dann gab es noch den ...'). So lernt man nichts über die herausragenden Personen der Stadt.
Ich bin der Meinung, man lernt über eine Stadt oder auch Geschichte allgemein am besten über die Menschen, die dort und/oder zu der Zeit gelebt haben. Dies wird in diesem Buch komplett außer Acht gelassen. Selbst herausragende Personen wie Diesel, Mozart oder der heilige Ulrich werden lediglich anhand weniger Ereignisse und Plätze behandelt.
Fazit: Ein netter Überblick, manchmal sprachlich etwas holprig, aber sonst in Ordnung. Wer Tiefgang und Faszination erwartet wird allerdings entäuscht!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbares Lesen möglich, 13. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Geschichte Augsburgs (Gebundene Ausgabe)
Wer heute Augsburg besucht, vielleicht mit dem Auto, gut, der bekommt schon noch etwas mit von der alten Reichsstadt und wer dann behutsam zu Fuß die Stadt durchstreift, besinnt sich unter Umständen und geht langsamer noch, als er es vorhatte und bleibt öfter stehen.
Allein das Rathaus, allein der schöne Saal dieses Rathauses oder die Gewissheit, daß die Römer hier waren und die Stadt dem Augustus weihten, dem Friedenskaiser, das könnte schon genügen, meine ich, um sich zu wundern und zu freuen.
Aber dieses Buch ist wirklich noch etwas mehr, es birgt einen geheimen Schatz, den Schatz der Erinnerung an städtischen Glanz, an Freihheitswillen, an Verteidigungsbereitschaft ( Ungarnschlacht 955 n. Chr., Ulrich ) und an Reichtum.
Natürlich haben die Protestanten und auch die Katholiken Augsburg im Sinn, wenn sie an den "Augsburger Religionsfrieden" denken und wirklich, auf Schritt und Tritt trifft man mitten in der Stadt auf Zeugen auch dieser Vergangenheit.
Dass aber Augsburg auch modernen Menschen viel geben kann, oder kulturell Weltbedeutung durch einen Dichter der jüngeren Vergagenheit erhielt (Bert Brecht), dass es durchaus im Sommer wie im Winter seinen Bewohnern viel bietet, nämlich ein kulturelles und menschliches Zuhause, das ist es, was diese Stadt, übrigens auch manch andere Stadt gerade in Süddeutschland so wichtig für uns Menschen macht.
Von den römischen Anfängen über das frühe und späte Mittelalter, vom Religionskonflikt bis hin zur Moderne, Augsburg ist ein Schatz, ein weiteres "Schatzkästlein", wie Z.B. Nürnberg (und nicht nur wegen der schätzesammelnden Fugger und Welser seinerzeit!)im Reigen süddeutscher Städte und Bernd Roeck, Professor für neue und neueste Geschichte in Zürich, hat wieder einmal ein wunderbares Werk geschaffen. Die Sprache und die zeitgenössischen Bilder sprechen uns an.
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