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5.0 von 5 Sternen
Ein Muss, 13. September 2005
Professoren neigen ja manchmal dazu, sich über die mangelnden Grundkenntnisse ihrer Studierenden zu beklagen. Die Althistoriker Hans-Joachim Gehrke und Helmuth Schneider haben es nicht bei Klagegesängen belassen sondern ein Buch herausgegeben, welches interessierten und motivierten StudentInnen die Möglichkeit gibt, sich als Vorbereitung zu einem Pro- oder Hauptseminar ein Grundwissen über jede Epoche der Antike anzueignen. Das Studienbuch ist in sechs Kapitel unterteilt, wobei jeder Abschnitt von einem anderen Autor verfasst worden ist. Die ersten drei beschäftigen sich mit Griechenland (dem archaischen Griechenland, der klassische Zeit sowie dem Hellenismus), die folgenden mit Rom (Geschichte der Republik, Kaiserzeit, Spätantike). Die Kapitel beginnen jeweils mit einem kurzen Abriss der Ereignisgeschichte der jeweiligen Epoche. Danach wird ein Überblick über strukturgeschichtliche Konstanten bzw. Entwicklungen gegeben. Funke, Gehrke und Schneider gehen in ihren Beiträgen über die klassische Zeit, den Hellenismus sowie die römische Republik auch eingehend auf kulturgeschichtliche Aspekte ein. Der sehr ausführliche Anhang, den man fast als siebtes Kapitel bezeichnen kann, führt unter anderem die Stammtafeln der bedeutensten Dynastien auf (Ptolomäer, Julisch-Claudische z.B.), diverse Karten und Abbildungen, eine sehr detailierte weiterführende Bibliographie sowie ein kleines Lexikon über die wichtigsten antiken Ämter und Institutionen. Fazit: kein anderes Werk bietet einen besseren Zugang zur Geschichte der Antike. Ein Muss für Studierende und Hobbyhistoriker.
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein guter Überblick mit ansprechendem Aufbau, 10. November 2004
Dieses Buch gilt in der Universität München als Standardwerk für die Alte Geschichte. Das Buch ist im Eigentlichen zwei geteilt. Zuerst wird Griechenland behandelt, dann das römische Reich. Es beginnt mit der mykenischen und minoischen Zeit, dann folgt die Homerische Zeit, dann das klassische Griechenland mit den Schwerpunkten Athen, Sparta und Persien. Das Ende der griechischen Geschichte bildet dann der Hellenismus mit Alexander dem Großen. Mit einigen Schritten zurück beginnt dann die Geschichte Roms. Die Kontaktpunkte der Griechen mit dem Römern werden von beiden Seiten beleuchtet. Bei der römischen Geschichte beginnt es mit dem Aufstieg Roms, der römischen Republik, der Kaiserzeit und endet mit der Spätantike und bildet so einen Übergang zum Mittelalter. Im Anhang findet man einige Karten der antiken Welt, Zeittafeln, wichtige Autoren, Begriffserklärungen, Stichwortverzeichnisse und alles was ein Student sonst noch braucht. Es ist sehr eingängig geschrieben, wenn auch der Stil von Kapitel zu Kapitel etwas variiert, weil sie von unterschiedlichen Verfassern geschrieben wurden. So ist es auch für Interessierte, die keinen fachwissenschaftlichen Anspruch haben. Aufgelockert sind die Texte durch passende Bilder, Karten und Darstellungen, welche die Inhalte verdeutlichen. Dieses Buch behandelt alles, was man über die griechische und römische Antike im Überblick wissen kann bzw. sollte.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gelungener, kompakter Überblick, 8. November 2002
Es sei gleich zu Anfang gesagt: Dieses von sieben ausgewiesenen Experten geschriebene Handbuch ist für interessierte Laien ebenso gut geeignet wie für Studenten, Geschichtslehrer oder Althistoriker, die vielleicht nur rasch ihre Erinnerung auffrischen wollen. Vor allem Studenten ist das Buch gerade auch wegen des (für ein Fachbuch) vertretbaren Preises dringend zu empfehlen, auch weil das übersichtlich gegliederte Literaturverzeichnis einem die Standardwerke zu den einzelnen Bereichen nennt und so vertiefende Lektüre ermöglicht. Gute Lesbarkeit und übersichtliche Gliederung zeichnen das Werk insgesamt aus, ein Kritikpunkt ist allerdings die starke Konzentration auf Griechenland und Rom - die orientalischen Kulturen und Reiche, Mesopotamien etwa oder Ägypten, erscheinen nur am Rande, als wolle man das Feld ganz den Altorientalisten und Ägyptologen überlassen. Als löbliche Ausnahme seien die sehr knappen, aber kompetenten Bemerkungen zum achämenidischen Persien im Abschnitt über das klassische Griechenland (P.Funke) erwähnt. Daneben ist auch der Abschnitt über die Spätantike (J.-U.Krause) insofern problematisch, als daß in zentralen Punkten noch fortdauernde Diskussionen für bereits beendet erklärt werden. Das bisherige Bild der Forschung von der Spätantike ist zwar in den letzten Jahren immer öfter in Frage gestellt worden, Krauses Darstellung aber ist für ein Überblickswerk, das eher den wissenschaftlichen Konsens wiedergeben sollte, in dieser Form vielleicht etwas zu einseitig - ganz unabhängig davon, ob der Autor mit seinen Ansichten, mit denen er ja keineswegs alleine steht, nun recht hat oder nicht. Trotz dieser kleinen Einschränkungen bleibt festzuhalten: Wer auch nur ein einziges Handbuch für Alte Geschichte besitzen möchte, hat kaum eine Alternative zu dieser gelungenen und aktuellen, aber knappen Darstellung. Daß sich am Ende des Bandes auch einige sehr übersichtliche Karten (augenscheinlich dem Neuen Pauly entnommen) und Tabellen finden, ist eine nützliche Dreingabe.
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