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Geschichte des Agathon: Roman [Gebundene Ausgabe]

Christoph Martin Wieland , Rolf Vollmann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 1. September 2001 --  
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Kurzbeschreibung

1. September 2001
Agathon ist ein passionierter Reisender: Ohne Unterlass auf der Suche nach dem richtigen Daseinsort, nach der wahren Lebenslage, findet er über allerlei Ab- und Umwege letztlich zu sich selbst. Wieland hat mit der feinsinnigen und bewegten «Geschichte des Agathon» den ersten deutschen Bildungsroman geschrieben.

Der griechische Philosoph Agathon entspricht kein bisschen dem Bild des abgeklärten, allwissenden Denkers; Tugend und Weisheit sind ihm nicht in den Schoß gefallen. So begibt er sich auf eine Odyssee, in der Welterfahrung zur Selbsterfahrung wird. Als notorischer Unruhegeist und leidenschaftlich Irrender muss er sich seine Weisheit erst erwerben, um sie wahrhaft zu besitzen.

Agathon lernt den Überfluss ebenso kennen wie die Entbehrung, er begegnet der idealen Liebe und der verzehrenden Leidenschaft. Er ist abwechselnd Schwärmer und Asket, Platoniker und Hedonist, Weltverbesserer und Menschenfeind. Doch letztlich sind es gerade die Abwege und Widersprüche, die ihn zur Lebensweisheit geleiten.

Mit der feinsinnigen, bewegten «Geschichte des Agathon» hat Wieland die Tradition des deutschen Bildungsromans begründet - Bildung nicht bloß als Beschlagenheit, sondern als Herzens- und Persönlichkeitsbildung verstanden. Die von Rolf Vollmann ausgewählte Erstfassung enthält die ganze sprachliche Frische eines lustvollen, befreiten Schreibens.




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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
  • Verlag: Manesse Verlag; Auflage: Erstfassung von 1766/67. (1. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717519840
  • ISBN-13: 978-3717519843
  • Größe und/oder Gewicht: 15,7 x 10,3 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 896.748 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

«Der erste und einzige Roman für den denkenden Kopf.» (Gotthold Ephraim Lessing)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christoph Martin Wieland (1733-1813) stammte aus einer Pfarrersfamilie in Oberholzheim bei Biberach. Er studierte Philosophie in Erfurt, wo er 1769 auf den Lehrstuhl berufen wurde. 1772 wurde er Prinzenerzieher am Weimarer Hof. Er begründete den modernen deutschen Roman und übersetzte Shakespeare und Autoren der Antike. Der elegante, phantasievolle Aufklärer und pointierte Satiriker steht zu Unrecht im Schatten seiner Zeitgenossen Schiller und Goethe.

Rolf Vollmann, 1934 geboren, lebt als freier Schriftsteller und Journalist in Tübingen. Er schreibt regelmäßig für die ZEIT und veröffentlichte unter anderem den biographischen Essay «Jean Paul, Das Tolle neben dem Schönen» (1975), «Winter-Wanderschaft» (1978) - ein Buch über Nietzsche -, das Kinderbuch «Die Reise um die Welt» (1980), «Shakespeares Arche. Ein Alphabet von Mord und Schönheit» (1988) und «Die wunderbaren Falschmünzer. Ein Roman-Verführer 1800 bis 1930» (1997).

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Format:Gebundene Ausgabe
Christoph Martin Wieland wurde 1733 als Sohn eines evangelischen Pfarrers im schwäbischen Oberholzheim geboren. Bereits ab seinem dritten Lebensjahr wurde dieser von seinem Vater privat unterrichtet. Danach übernahmen Privatlehrer diese Aufgabe. So konnte der junge Wieland schon mit acht Jahren lateinische Texte lesen und verfasste demnach erste deutsche und lateinische Verse. Auf Geheiss des Vaters lernte er wenig später im pietistischen Schulinternat Kloster Berge bei Magdeburg vorallem Fremdsprachen, las die Klassiker aus dem Latein, aber auch entgegen dem Willen der Schulleitung die Werke der Aufklärung von Voltaire oder Fontenelle.

Wieland gehörte seinerzeit zu den bedeutendsten und reflexionsmächtigsten Aufklärern Deutschlands. Er war neben anderer berühmter Schriftsteller wie Friedrich Schiller oder Johann Gottfried Herder der älteste des klassischen Viergestirns von Weimar. Während seines bewegten Lebens war Wieland als Dichter, Philosoph, Gesellschaftskritiker, Journalist, Publizist und Prinzenerzieher tätig. Am 20. Januar 1813 starb Christoph Martin Wieland 79-jährig an den Folgen einer fiebrigen Krankheit in Weimar.

Im Jahre 1762, nachdem er er sich von seiner letzten wahren Liebe trennen musste, schrieb er an seinen Freund Zimmermann aus der Schweiz: Dem allen ungeachtet habe ich vor etlichen Monaten einen Roman angefangen, welchen ich die "Geschichte des Agathon" nenne. Ich schildere darin mich selbst, wie ich in den Umständen Agathons gewesen zu sein mir einbilde und mache ihn am Ende so glücklich, als ich zu sein wünschte. Wieland hatte im Laufe seines Lebens lediglich das Vergnügen, die vielen gebildeten Frauen, die er kennenlernte, von innen her betrachten zu können.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutscher Bildungsroman auf dem Weg in die Moderne 6. Oktober 2011
Von Klaus Grunenberg VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Mit diesem vielschichtigen und vielseitigen Werk hat sich Chr. M. Wieland in die Herzen seiner damaligen Leserschaft
geschrieben und uns Heutigen ein Buch hinterlassen, das Erstaunen hervorruft. -
Ist anfänglich der Eindruck vorhanden, dass der barocke Stil hervortritt und der "Simplicissimus" grüßen lässt,
so wird im Laufe der Erzälungen klar, dass es sich auch um einen psychologischen Roman handelt.
Das erstaunt einigermaßen, da die Erkenntnisse auf diesem Gebiet erst einige Zeit später so richtig zum
Zuge kommen werden. -
Wie dem auch sei, mit dieser außergewöhnlichen und umfangreichen Arbeit, die weit in die Historie schreitet
und die griechische Welt bespricht, hat der Autor, der zu den Großen seiner Zeit gehörte und von vielen bekannten
Größen der musischen Welt gelesen wird und wurde (wie z. B. von Richard Strauß, der einmal sinngemäß sagte,
als man ihn auf seine Alpensymphonie ansprach, man könne ja nicht immer nur Karten spielen oder Wieland
lesen!), einen ganz großen Wurf getan.-
Wieland gehörte (und gehört!) zu den Großen in Weimar um Goethe und Schiller und ist heute vielleicht nicht mehr so bekannt,
was schade ist. -
Das Buch hier sollte man unbedingt mit dem Nachwort beginnen, damit man besser versteht oder vielleicht sich erst
einmal bei Wikipedia einlesen, wie ich es getan habe, das hilft ungemein.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Geschichte des Agathon entwickelt einen übergeordneten Zusammenhang wie einen "roten Faden" durch die vielen, scheinbar voneinander unabhängigen Einzelheiten seines Lebensweges. Für mich war es inspirierend, daß die vielen täglichen Begebenheiten des Lebens durchaus nicht zufällig sind, sondern einem übergeordneten und dennoch ganz persönlichen Sinn dienen, den es auf der eigenen Reise durchs Leben zu erkennen gilt. Dabei bestimmt die eigene gedankliche Vorstellungskraft die Richtung des Lebensweges. Und es geht beileibe nicht darum, die Welt in Gut und Böse einzuteilen, sondern eher darum, die beiden Pole für sich selbst zu fühlen und wahrzunehmen. Seit ich Agathons Geschichte gelesen habe, fällt es mir leichter die Dinge so zu nehmen wie sie sind, und weniger zu bewerten. Aber das ist ja auch nur meine ganz persönliche Erkenntnis aus dieser tiefgehenden Erzählung.

Wenn ich von Anfang an gewusst hätte, auf welch alte Sprach- und Ausdrucksform ich mich mit diesem Buch einlasse, hätte ich es vermutlich nicht gelesen. Sätze, die oft über eine ganze Seite hinwegreichen, und in zahllose Nebensätze verschachtelt sind, heben meinen Intellekt häufig überfordert. Hier hat mir nur mein großes Interesse am Thema und mehrfaches Wiederholen der Textpassagen geholfen. Auch helfen ein paar Grundkenntnisse in der griechischen Mythologie, die inhaltsschwere Kost leichter zu verdauen.

Also alles in allem, als Freizeit-Schmöcker betrachte ich die Geschichte des Agathon nicht. Trotzdem bin ich froh und dankbar, daß ich durchgehalten habe und dieses Buch mein Denken und Handeln immernoch beeinflusst, auch wenn ich mit dem Lesen schon lange durch bin.
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